Ortstermin
„Die Deutschen sagen, Spremberg liegt am Berge, die Sorben sagen, Grodk liegt im Tale, und beide steigen am selben Bahnhof aus.“
Der Bahnhof Spremberg, Halt in der Stadt auf der Spreeinsel
→ Ein Ortstermin in der Niederlausitz.
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Kurz gesagt
Spremberg liegt an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz, die 1866 und 1867 gebaut wurde. Stündlich hält hier die Regionalbahn RB 65 zwischen Cottbus und Zittau.
Im Süden der Niederlausitz, dort wo Brandenburg an Sachsen grenzt, liegt die Stadt Spremberg.
Sie ist offiziell zweisprachig und heißt auf Niedersorbisch Grodk.
Ihre Altstadt liegt auf einer Insel in der Spree, und ihr Bahnhof verbindet sie mit Cottbus, Görlitz und Zittau.

An der Strecke Berlin–Görlitz
Spremberg liegt an der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Görlitz, die in den Jahren 1866 und 1867 gebaut wurde.
Mit ihr bekam die Stadt Anschluss an die großen Städte im Norden und im Süden.
Die Strecke war damals ein wichtiger Weg von der Hauptstadt in die Oberlausitz.
Bis heute ist sie die Lebensader der Bahn in der Region.

Stündlich mit der RB 65
Seit Dezember 2008 fährt im Personenverkehr die Ostdeutsche Eisenbahn, kurz ODEG.
Ihre Züge der Linie RB 65 verkehren stündlich von Cottbus über Spremberg nach Weißwasser, Görlitz und Zittau.
Vorher war hier ab 2002 die sogenannte Lausitzbahn eines anderen Unternehmens unterwegs.
Für Pendler und Ausflügler ist die Linie die wichtigste Verbindung.

Gut zu wissen
Spremberg liegt an der 1866/1867 gebauten Strecke Berlin–Görlitz. Seit Dezember 2008 fährt die ODEG mit der RB 65 stündlich von Cottbus über Spremberg nach Görlitz und Zittau, 2014 kam ein neues Verknüpfungsbauwerk hinzu.
Die Stadt heißt auf Niedersorbisch Grodk und wurde 1301 erstmals erwähnt. Ihre Altstadt liegt auf einer Insel zwischen zwei Spreearmen, vor der Stadt liegt die Talsperre Spremberg.
Ein neues Verknüpfungsbauwerk
Am 7. April 2014 wurde neben dem alten Bahnhofsgebäude ein neues Verknüpfungsbauwerk eröffnet.
Es verbindet Bahn und Bus an einem Ort.
So wird das Umsteigen für Reisende einfacher.
Das alte Empfangsgebäude steht daneben als Zeuge der Bahngeschichte.

Grodk und Spremberg
Spremberg wurde nach den bekannten Quellen im Jahr 1301 erstmals erwähnt.
Die Stadt ist ein Zentrum im sorbischen Siedlungsgebiet und die fünftgrößte Stadt der Niederlausitz.
Der Schriftsteller Erwin Strittmatter, der in Spremberg geboren wurde, spielte in seinen Romanen mit den beiden Namen der Stadt.
Er beschrieb, wie Deutsche und Sorben ihre Stadt jeweils anders sehen.

Eine Altstadt auf einer Insel
Die Altstadt von Spremberg liegt in einer Auenlandschaft zwischen zwei Armen der Spree.
Sie bildet damit eine Insel mitten im Fluss.
Die Spree fließt so mitten durch die Stadt.
Brücken verbinden die Altstadt mit den anderen Stadtteilen.

Das Schloss Spremberg
Über der Stadt steht das Schloss Spremberg mit einer langen Geschichte.
Im Jahr 1349 wurde die Adelsfamilie von Schwarzburg Besitzerin von Stadt und Schloss.
Heute beherbergt das Schloss ein Museum über die Geschichte und Natur der Niederlausitz.
Von dort hat man einen schönen Blick über die Dächer.

Die Kreuzkirche
Im Zentrum der Stadt steht die Kreuzkirche.
Untersuchungen zeigen, dass rund um diesen Ort schon lange vor der ersten Erwähnung Menschen siedelten.
Die Kirche ist bis heute ein Mittelpunkt des städtischen Lebens.
Ihr Turm ist von vielen Stellen der Altstadt aus zu sehen.

Die Talsperre Spremberg
Direkt vor den Toren der Stadt liegt die Talsperre Spremberg.
Sie staut die Spree zu einem großen See auf.
Im Sommer ist sie ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Stränden und Radwegen.
Vom Bahnhof aus ist sie gut mit dem Rad erreichbar.

Ankommen in Spremberg
Wer in Spremberg aussteigt, kann in wenigen Minuten auf die Spreeinsel spazieren.
Dort warten Markt, Kirche und kleine Gassen.
Das Schloss und die Talsperre sind lohnende Ziele für einen längeren Aufenthalt.
So verbindet ein Besuch Lausitzer Geschichte und viel Wasser.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt Spremberg?
Welche Züge halten hier?
Wie heißt Spremberg auf Sorbisch?
Was ist besonders an der Altstadt?
Welcher Schriftsteller stammt aus Spremberg?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Cottbus Hauptbahnhof – die große Stadt der Lausitz im Norden
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