Ortstermin
„Nächster Halt Cluj-Napoca, Ausgang zur Piața Gării und ins Zentrum bitte auf der rechten Seite.“
Der Bahnhof Cluj-Napoca, Tor zur heimlichen Hauptstadt Siebenbürgens
→ Ein Ortstermin in Siebenbürgen.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Cluj-Napoca ist der wichtigste Bahnhof im Herzen Siebenbürgens. Tafeln am Gebäude erinnern an die Eröffnung am 7. September 1870, entworfen hat es der Architekt Ferenc Pfaff.
Wer mit dem Zug nach Cluj-Napoca kommt, erreicht die größte Stadt Siebenbürgens.
Die Stadt im Tal des Kleinen Someș gilt vielen als heimliche Hauptstadt der Region.
Dieser Ortstermin beginnt am Bahnhof und führt von dort ins alte Zentrum.

Ein Bahnhof aus der Zeit Österreich-Ungarns
Tafeln am Gebäude erinnern an die Eröffnung des Bahnhofs am 7. September 1870.
Damals gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn.
Entworfen und gebaut wurde der Bahnhof vom ungarischen Architekten Ferenc Pfaff.
Heute ist die rumänische Staatsbahn CFR für den Bahnhof zuständig.
Er liegt nahe am Zentrum der Stadt, an der Piața Gării, dem Bahnhofsplatz.

Die große Nord-Süd-Achse
Der Bahnhof liegt an der wichtigen Linie 300 der rumänischen Eisenbahn.
Diese Strecke verbindet Bukarest über Brașov und Teiuș mit Oradea an der Grenze.
Eine weitere Linie führt von Cluj-Napoca über Dej weiter nach Norden.
So ist die Stadt ein wichtiger Knoten im Netz Siebenbürgens.
Von hier aus laufen die Gleise in mehrere Richtungen auseinander.

Gut zu wissen
Tafeln am Bahnhof erinnern an die Eröffnung am 7. September 1870.
Entworfen wurde das Gebäude vom ungarischen Architekten Ferenc Pfaff.
Die Stadt zählte bei der Zählung von 2021 rund 287.000 Einwohner.
Verbindungen bis Budapest und Wien
Vom Bahnhof Cluj-Napoca erreicht man die meisten Städte Rumäniens.
Darüber hinaus bestehen Verbindungen bis nach Budapest in Ungarn.
Auch das österreichische Wien ist mit dem Zug erreichbar.
Nach Angaben aus dem Jahr 2008 bedienten rund hundert Reisezüge täglich den Bahnhof.
Damit ist er das Tor der Stadt zum übrigen Mitteleuropa.

Der Bahnhofsplatz als Auftakt
Vor dem Bahnhof öffnet sich die Piața Gării, der Bahnhofsplatz.
Von hier führen Straßen geradewegs in Richtung Altstadt.
Bis zum zentralen Platz der Stadt ist es nur ein kurzer Weg.
Straßenbahnen und Busse verteilen die Reisenden in die Stadtviertel.
So ist der Bahnhof der natürliche Ausgangspunkt für einen Rundgang.

Ein Bau mit Geschichte
Der Bahnhof hat die wechselvolle Geschichte der Stadt miterlebt.
Alte Aufnahmen zeigen das Gebäude bereits unter dem ungarischen Namen Kolozsvár.
Über die Jahrzehnte wechselte die Stadt mehrfach die staatliche Zugehörigkeit.
Der Bahnhof blieb dabei stets der wichtigste Zugang zur Stadt.
Heute verbindet er die lange Vergangenheit mit dem geschäftigen Alltag der Gegenwart.

Die Michaelskirche und der Hauptplatz
Das Herz der Stadt ist der große Platz Piața Unirii, der Platz der Union.
In seiner Mitte steht die gotische Michaelskirche aus dem 14. Jahrhundert.
Vor der Kirche erinnert ein Reiterstandbild an König Matthias Corvinus.
Matthias Corvinus wurde 1443 in der Stadt geboren, die damals Kolozsvár hieß.
Rund um den Platz reihen sich Bürgerhäuser aus mehreren Jahrhunderten.

Eine Stadt vieler Völker
Cluj-Napoca trägt auch die Namen Kolozsvár auf Ungarisch und Klausenburg auf Deutsch.
Im Mittelalter siedelten hier Siebenbürger Sachsen und Ungarn nebeneinander.
Lange Zeit stellten die Ungarn die Mehrheit der Bevölkerung.
Diese Vielfalt prägt bis heute das Bild der Stadt.
Die lateinische Vorsilbe Napoca erinnert zugleich an die römische Vergangenheit.

Von Napoca bis zur Universität
An der Stelle der heutigen Stadt lag einst die römische Siedlung Napoca.
Die Römer eroberten das Gebiet im Jahr 106 nach Christus.
Den Namenszusatz Napoca erhielt die Stadt allerdings erst im Jahr 1974.
Heute ist die Babeș-Bolyai-Universität die größte Hochschule Rumäniens.
Zu ihr gehört auch ein weithin bekannter Botanischer Garten.

Ankommen in Cluj-Napoca
Ankommen in Cluj-Napoca heißt, mitten in Siebenbürgen auf eine junge, lebendige Stadt zu treffen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Platz der Union.
Dort warten die Michaelskirche und das Standbild des Königs Matthias.
Wer weiterreisen will, nimmt am selben Bahnhof den Zug bis nach Budapest.
So ist der Bahnhof das Tor zur heimlichen Hauptstadt Siebenbürgens.

Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Eine junge Kulturstadt
Cluj-Napoca ist heute eine lebendige Universitäts- und Kulturstadt.
In der Stadt wirken ein Nationaltheater und eine rumänische Nationaloper.
Im Jahr 2015 trug Cluj-Napoca den Titel einer Europäischen Jugendhauptstadt.
Seit dem Jahr 2021 gehört die Stadt zum UNESCO-Netzwerk der Filmstädte.
So mischt sich in Cluj-Napoca alte Geschichte mit viel jungem Leben.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Cluj-Napoca eröffnet?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Welche Städte erreicht man von Cluj-Napoca aus?
Wie heißt die Stadt auf Ungarisch und Deutsch?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
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