Ortstermin
„Nächster Halt Sheffield, Übergang zur Straßenbahn über den Platz mit der stählernen Wasserwand.“
Der Bahnhof Sheffield, steinernes Tor zur Stahlstadt
→ Ein Ortstermin in South Yorkshire.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Sheffield wurde 1870 von der Midland Railway eröffnet und hieß zunächst Pond Street. Vor dem Gebäude liegt der Sheaf Square mit der stählernen Wasserwand Cutting Edge.
Wer nach Sheffield fährt, erreicht die Stadt, die über Jahrhunderte vom Stahl lebte.
Schon vor dem Bahnhof empfängt die Reisenden eine lange Wand aus poliertem Stahl, über die Wasser rinnt.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof vor und zeigt, was die Stahlstadt heute zu bieten hat.

Ein Bahnhof der Midland Railway
Der Bahnhof Sheffield wurde im Jahr 1870 von der Midland Railway eröffnet.
Zunächst trug er den Namen Pond Street nach seiner Lage.
Den Entwurf lieferte der Gesellschaftsarchitekt John Holloway Sanders.
Später setzte sich der Name Sheffield Midland durch.
Bis heute ist er der wichtigste Bahnhof der Stadt.

Der Ausbau von 1905
Mit dem wachsenden Verkehr wurde der Bahnhof im Jahr 1905 erweitert.
Verantwortlich war Charles Trubshaw, der Chefarchitekt der Midland Railway.
Der Umbau brachte zwei zusätzliche Bahnsteige und eine neue Vorderfront.
Die Kosten lagen damals bei rund 215.000 Pfund.
So erhielt der Bahnhof im Wesentlichen sein heutiges Aussehen.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Sheffield wurde im Jahr 1870 eröffnet und 1905 erweitert.
Vor dem Bahnhof steht die achtzig Meter lange stählerne Wasserwand Cutting Edge.
Die Stadt Sheffield zählte bei der Zählung von 2021 rund 556.000 Einwohner.
Die Gleise und ihre Betreiber
Der Bahnhof verfügt über elf Bahnsteige, von denen zwei der Straßenbahn dienen.
Züge mehrerer Gesellschaften halten hier, darunter East Midlands Railway und CrossCountry.
Dazu kommen die Gesellschaften TransPennine Express und Northern.
Über diese Linien ist Sheffield mit London, dem Norden und dem Westen Englands verbunden.
Die Verwaltung des Bahnhofs übernahm im Jahr 2007 die Gesellschaft East Midlands.

Der Fluss unter dem Bahnhof
Unter dem Bahnhof fließt der Fluss Sheaf, der der Stadt ihren Namen gab.
Im Dezember 1991 trat dieser Fluss über die Ufer und überflutete den Bahnhof.
An das Hochwasser erinnert bis heute ein Stück Treibholz auf einem der Bahnsteige.
Der Fluss verläuft heute größtenteils in unterirdischen Kanälen.
So trägt der Bahnhof den Namen der Stadt gleich doppelt in sich.

Der Sheaf Square und die Straßenbahn
Vor dem Bahnhof liegt der neu gestaltete Sheaf Square.
Sein Blickfang ist die achtzig Meter lange stählerne Wasserwand mit dem Namen Cutting Edge.
Die Umgestaltung war Teil eines Projekts mit dem Namen Gateway to Sheffield.
Im Jahr 2006 wurde das Vorhaben bei den nationalen Bahn-Preisen ausgezeichnet.
Über eine Fußgängerbrücke gelangt man vom Bahnhof zur Haltestelle der Straßenbahn.

Die Stahlstadt
Sheffield wird seit langem die Stahlstadt genannt.
Schon 1297 ist die Herstellung von Schneidwaren in der Stadt urkundlich belegt.
In den 1740er Jahren entwickelte Benjamin Huntsman hier ein Verfahren zur Stahlherstellung im Tiegel.
Im Jahr 1912 erfand Harry Brearley in Sheffield den rostfreien Stahl.
So ist die Geschichte der Stadt untrennbar mit dem Metall verbunden.

Gärten mitten in der Stadt
Im Zentrum liegen die Peace Gardens, eine im Jahr 1998 erneuerte Grünanlage.
Gleich daneben steht das Rathaus von Sheffield.
Im Jahr 2003 kam der Winter Garden hinzu, ein großes gläsernes Gewächshaus.
Die Stadt rühmt sich zahlreicher Parks und öffentlicher Gärten.
Dazu gehören auch die Botanischen Gärten etwas außerhalb des Zentrums.

Am Rand des Peak District
Ein großer Teil des Stadtgebiets liegt im Nationalpark Peak District.
Damit reicht die Landschaft der Berge bis an die Häuser heran.
Scherzhaft heißt es, die Stadt sei wie Rom auf sieben Hügeln erbaut.
In Sheffield wird außerdem jedes Jahr die Weltmeisterschaft im Snooker ausgetragen.
So verbindet die Stadt ihre Industriegeschichte mit viel Natur ringsum.

Ankommen in Sheffield
Ankommen in Sheffield heißt, aus dem Zug direkt an die stählerne Wasserwand zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zu den Peace Gardens und zum Rathaus.
Wer mag, steigt in die Straßenbahn und fährt hinaus in die Vororte.
Der Peak District ist mit dem Zug in kurzer Zeit erreichbar.
So ist der Bahnhof ein passender Auftakt für einen Besuch in der Stahlstadt.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Grüne Stadt und alter Fußball
Sheffield gilt als eine Stadt mit besonders vielen Parks und Grünflächen.
In der Stadt steht mit Sheffield F.C. der älteste Fußballverein der Welt.
Auch der älteste noch genutzte Fußballplatz der Welt liegt in Sheffield.
Heute ist die Stadt zudem ein großer Hochschulstandort.
So hat sich die alte Industriestadt zu einem lebendigen Zentrum gewandelt.
