Ortstermin
„Der Railjet aus Wien erreicht Gleis drei, bitte vom Bahnsteig zurücktreten.“
Der Bahnhof Budapest-Keleti, Ungarns Tor nach Osten
→ Ein Ortstermin in Budapest, auf der Pester Seite der Donau.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Budapest-Keleti ist der wichtigste der drei großen Bahnhöfe der ungarischen Hauptstadt. Er wurde zwischen 1881 und 1884 im Stil der Neorenaissance erbaut.
Wer mit einem internationalen Zug nach Budapest fährt, kommt meist im Bahnhof Keleti an.
Der Bahnhof Budapest-Keleti ist der wichtigste der drei großen Bahnhöfe der ungarischen Hauptstadt.
Dieser Ortstermin führt von der Eröffnung im Jahr 1884 bis zu den Railjet-Zügen von heute.

Budapests Tor nach Osten
Der Bahnhof Budapest-Keleti ist der wichtigste der drei großen Bahnhöfe der ungarischen Hauptstadt.
Die beiden anderen sind der Westbahnhof Nyugati und der Südbahnhof Déli.
Keleti bedeutet auf Deutsch so viel wie Ostbahnhof.
Er trägt diese Rolle, weil hier die meisten internationalen Züge halten.
Damit ist er für viele Reisende das eigentliche Tor nach Budapest.

Ein Kopfbahnhof der Neorenaissance
Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, an dem die Gleise enden.
Er wurde zwischen 1881 und 1884 erbaut.
Verantwortlich waren der Eisenbahntechniker János Feketeházy und der Architekt Gyula Rochlitz.
Das Gebäude ist im Stil der Neorenaissance gestaltet.
Seine große Halle und die repräsentative Fassade prägen bis heute den Platz davor.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Budapest-Keleti wurde zwischen 1881 und 1884 im Stil der Neorenaissance als Kopfbahnhof erbaut.
Er ist der wichtigste der drei großen Bahnhöfe Budapests und Endpunkt der Railjet-Züge aus Wien, München und Zürich.
Unter dem Bahnhof halten die Metrolinien M2 und M4, dazu Straßenbahnen und Busse.
Einer der modernsten Bahnhöfe seiner Zeit
Zur Eröffnung galt der Bahnhof als einer der modernsten in Mitteleuropa.
Er gehörte zu den ersten Bahnhöfen mit elektrischer Beleuchtung.
Außerdem besaß er früh ein zentrales Stellwerk.
Im Jahr 1998 wurde die Fassade des Gebäudes restauriert.
An ihr finden sich zwei Statuen des Bildhauers Ferenc Gyurcsek.

Warum er Ostbahnhof heißt
Keleti ist tatsächlich der östlichste der drei großen Budapester Bahnhöfe.
Sein Name geht aber vor allem auf die früher nach Osten verkehrenden Züge zurück.
Ursprünglich fuhren von hier vor allem Züge nach Osten und Südosten.
Ziele waren zum Beispiel Debrecen oder Békéscsaba im Osten des Landes.
Im Lauf der Zeit trug der Bahnhof mehrere verschiedene Namen.

Wo Railjet und EuroCity enden
Heute halten in Budapest-Keleti die meisten internationalen Züge.
Dazu gehören sämtliche EuroCity-Züge, die nach Ungarn fahren.
Der Bahnhof ist außerdem der Endpunkt aller Railjet-Verbindungen aus München, Zürich und Wien.
Über Verbindungsstrecken ist er von allen nach Budapest führenden Strecken aus erreichbar.
Im Regionalverkehr beginnen hier mehrere Nahverkehrslinien in die Umgebung.

Umsteigen in die Tiefe
Unter dem Bahnhof kreuzen sich zwei Linien der Budapester Metro.
Die Linie M2 verbindet die Buda-Seite mit dem Osten von Pest.
Seit der Eröffnung der Linie M4 im März 2014 ist Keleti auch ein Umsteigepunkt dieser Linie.
In den Jahren davor wurden der Vorplatz und Teile des Inneren umgebaut.
Dazu kommen eine Straßenbahn sowie Obus-, Bus- und Schnellbuslinien.

Ein Platz mitten in Pest
Der Bahnhof liegt an der Ostseite des Baross tér im Stadtteil Pest.
Dieser gehört zum achten Bezirk, der Józsefváros genannt wird.
Nordöstlich des Bahnhofs steht die Puskás Aréna, ein großes Fußballstadion.
Südlich liegt der Friedhof Kerepesi, die Ruhestätte vieler ungarischer Persönlichkeiten.
So ist der Bahnhof von Orten der Geschichte und des Sports umgeben.

Der Bahnhof im Blick der Welt
Ende August und Anfang September 2015 stand der Bahnhof im Mittelpunkt der Nachrichten.
Während der Flüchtlingskrise in Europa hielten sich zeitweise mehrere Tausend Menschen in und um den Bahnhof auf.
Viele von ihnen wollten einen Zug nach Österreich oder Deutschland erreichen.
Für kurze Zeit riegelte die ungarische Polizei den Bahnhof ab.
Für viele war der Bahnhof in diesen Tagen die letzte Station vor der Weiterreise.

Ankommen in Budapest
Wer in Budapest-Keleti ankommt, steht mitten in der Stadt auf der Pester Seite.
Vom Baross tér bringen die beiden Metrolinien die Reisenden rasch ins Zentrum.
Mit der Linie M2 erreicht man in wenigen Minuten die Innenstadt und die Donau.
Von dort sind es nur noch kurze Wege zu den bekannten Brücken über den Fluss.
So beginnt der Besuch in Budapest gleich hinter dem großen Bahnhofstor.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Keleti?
Wann wurde der Bahnhof Budapest-Keleti gebaut?
Welche internationalen Züge halten hier?
Wie kommt man vom Bahnhof ins Zentrum?
Ist Keleti ein Kopfbahnhof?
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