Zahlen, bitte!
„Buongiorno, willkommen in einer der größten Bahnhofshallen Europas.“
Wie viele Bahnsteiggleise hat der Bahnhof Roma Termini?
→ Ein Bahnhof in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Roma Termini hat 32 Bahnsteiggleise und ist damit der größte Bahnhof Italiens. In Europa teilt er sich die Spitze mit Paris Gare du Nord und dem Münchner Hauptbahnhof.
Wer in Rom aus dem Zug steigt, steht in einer der größten Bahnhofshallen Europas.
Vor den Prellböcken reihen sich die Gleise wie die Zinken eines riesigen Kamms.
Aber wie viele sind es genau, und warum braucht ein einzelner Bahnhof so viele davon?

Die wichtigsten Zahlen
32
Bahnsteiggleise
größter Bahnhof Italiens
≈ 150 Mio.
Reisende pro Jahr
verkehrsreichster Bahnhof Italiens
≈ 850
Züge pro Tag
Fern-, Regional- und Flughafenverkehr
Die Zahl 32 meint die Bahnsteiggleise in der Halle, an denen ein Zug halten kann.
Zweiunddreißig Gleise nebeneinander
Roma Termini hat 32 Bahnsteiggleise.
Alle enden an Prellböcken, denn Termini ist ein reiner Kopfbahnhof.
Die Züge fahren vorne hinein und müssen auf demselben Weg wieder hinaus.
Von oben sieht das Gleisfeld aus wie ein breiter Fächer, der sich zur Stadt hin öffnet.
Mit dieser Zahl ist Termini der größte Bahnhof Italiens.

Gleichauf mit Paris und München
In Europa steht Termini mit seinen 32 Gleisen ganz oben.
Gleichauf liegen der Pariser Gare du Nord und der Münchner Hauptbahnhof, die ebenfalls je 32 Bahnsteiggleise haben.
Diese drei Bahnhöfe gelten damit als die größten Kopfbahnhöfe des Kontinents.
Noch mehr Gleise hat weltweit vor allem das Grand Central Terminal in New York.
Die genaue Reihenfolge hängt davon ab, ob man unterirdische Gleise mitzählt.
Gut zu wissen
Gleis und Bahnsteig sind nicht dasselbe.
An einem Bahnsteig liegen meist zwei Gleise, eines auf jeder Seite.
Wenn von 32 Gleisen die Rede ist, sind die Bahnsteigkanten gemeint, an denen ein Zug halten kann.
Warum ein Kopfbahnhof so viele Gleise braucht
Ein Kopfbahnhof ist eine Sackgasse für Züge.
Jeder Zug belegt sein Gleis so lange, bis er wieder zurücksetzt und die Halle verlässt.
Dadurch stehen die Gleise länger besetzt als bei einem Durchgangsbahnhof.
Wer viele Züge gleichzeitig abfertigen will, braucht deshalb viele Gleise nebeneinander.
Genau das ist der Grund, warum große Endbahnhöfe wie Rom, Paris oder München so breit angelegt sind.
150 Millionen Reisende im Jahr
Rund 150 Millionen Menschen nutzen Termini jedes Jahr.
Damit ist er der verkehrsreichste Bahnhof Italiens.
Er zählt zu den meistgenutzten Bahnhöfen Europas überhaupt.
An einem normalen Tag drängen sich hier Pendler, Fernreisende und Touristen gleichzeitig.
Die vielen Gleise sind die Antwort des Bahnhofs auf diesen ständigen Andrang.
Rund 850 Züge an einem Tag
Über die 32 Gleise laufen an einem Tag etwa 850 Züge.
Das sind im Schnitt mehr als 35 Züge in jeder Stunde des Betriebstags.
Darunter sind schnelle Fernzüge, Regionalbahnen und der Flughafenzug.
Jede Ankunft und jede Abfahrt muss so geplant werden, dass sich die Fahrwege nicht in die Quere kommen.
Ein eigener Stellwerksbetrieb sorgt dafür, dass dieser dichte Takt überhaupt funktioniert.
Vom Provisorium zum Monumentalbau
Der erste, noch provisorische Bahnhof an dieser Stelle entstand in den 1860er Jahren.
Das heutige Empfangsgebäude wurde um 1950 im Stil der italienischen Nachkriegsmoderne eröffnet.
Sein langes, geschwungenes Vordach ist zu einem Wahrzeichen Roms geworden.
Die große Halle dahinter nimmt die Ströme der Reisenden auf, bevor sie zu den Gleisen gelangen.
So verbindet Termini einen historischen Standort mit einer betont modernen Architektur.
Mehr als nur Fernzüge
Termini ist nicht nur Endpunkt für Fernzüge aus ganz Italien.
Zwei Linien der römischen U-Bahn treffen hier unter dem Bahnhof zusammen.
Der Leonardo Express bringt Reisende ohne Zwischenhalt zum Flughafen Fiumicino.
Dazu kommen zahllose Buslinien, die vor dem Bahnhof abfahren.
Dadurch ist Termini weniger ein einzelner Bahnhof als ein ganzes Verkehrsviertel.
Gleise sind nicht gleich Bahnsteige
Die Zahl 32 bezieht sich auf die Bahnsteiggleise im Inneren der Halle.
Nicht mitgezählt werden Abstell- und Durchfahrgleise, die hinter dem Bahnhof liegen.
Auch die unterirdischen Gleise der U-Bahn gehören nicht zu dieser Zahl.
Je nachdem, was man mitrechnet, kursieren deshalb leicht abweichende Angaben.
Für den Vergleich großer Bahnhöfe zählt aber genau die Zahl der Bahnsteigkanten.
Im Vergleich mit deutschen Bahnhöfen
In Deutschland hat der Münchner Hauptbahnhof mit 32 Gleisen genauso viele wie Termini.
Frankfurt am Main und Leipzig gehören mit ihren großen Hallen ebenfalls zu den größten Kopfbahnhöfen.
Durchgangsbahnhöfe wie Berlin oder Hamburg kommen mit weniger Gleisen aus, weil die Züge dort durchfahren.
Das zeigt, dass die reine Gleiszahl immer von der Bauform des Bahnhofs abhängt.
Ein großer Durchgangsbahnhof kann mit weniger Gleisen mehr Züge abfertigen als ein kleiner Kopfbahnhof.
Was die Gleiszahl verrät
Die 32 Gleise von Termini sind das sichtbare Zeichen einer sehr zentralen Lage.
In Rom laufen die Strecken aus dem Norden und dem Süden Italiens zusammen.
Ein Bahnhof, der all diese Linien aufnehmen soll, braucht Platz, und zwar in der Breite.
Die Gleiszahl erzählt damit auch die Geschichte einer Stadt, die seit jeher viele Wege bündelt.
Wer die 32 Gleise zählt, zählt im Grunde die Fäden, die hier zusammenlaufen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
