Ortstermin
„Der TGV nach Paris steht zur Abfahrt bereit, bitte Vorsicht am Bahnsteig.“
Der Bahnhof Basel SBB, Europas größter Grenzbahnhof
→ Ein Ortstermin in Basel, dort wo drei Länder zusammentreffen.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Basel SBB ist der größte Grenzbahnhof Europas und verbindet die Schweiz mit Deutschland, Frankreich und Italien. An einem Werktag nutzen ihn im Schnitt rund 140.000 Menschen.
Wer in Basel aus dem Zug steigt, befindet sich an einem der größten Bahnknoten im Herzen Europas.
Der Bahnhof Basel SBB liegt dort, wo die Schweiz, Deutschland und Frankreich nah beieinander liegen.
Dieser Ortstermin führt von der ersten Eisenbahn des Jahres 1844 bis zu dem Prachtbau, der heute den Platz prägt.

Der größte Grenzbahnhof Europas
Der Bahnhof Basel SBB gilt als der größte Grenzbahnhof Europas und ist der wichtigste Bahnhof der Stadt.
Von hier fahren Züge in die Schweiz, nach Deutschland und nach Italien sowie TGV-Züge nach Frankreich.
Oft wird er auch Centralbahnhof oder einfach Schweizer Bahnhof genannt.
Das Areal liegt am südlichen Rand der Stadt, im Stadtteil Gundeldingen.
Zwischen dem Zoologischen Garten im Westen und der Brüglinger Ebene im Osten zieht es sich in die Länge.

Wie die Eisenbahn nach Basel kam
Die erste Eisenbahn erreichte Basel im Jahr 1844 mit der Bahn aus Straßburg.
Damit war Basel die erste Schweizer Stadt, die an das neue Verkehrsmittel angeschlossen war.
1845 baute die Elsässerbahn den ersten Bahnhof auf Stadtgebiet, noch innerhalb der Stadtmauern.
Von Norden näherte sich außerdem die Bahnlinie aus Mannheim und Karlsruhe und erreichte 1851 die Grenze bei Haltingen.
In Basel wurde damals leidenschaftlich über das Für und Wider der Eisenbahn gestritten.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Basel SBB gilt als der größte Grenzbahnhof Europas und wurde zwischen 1905 und 1907 im Neobarock erbaut.
Der erste, provisorische Bahnhof an anderer Stelle nahm bereits am 19. Dezember 1854 den Betrieb auf.
Der angegliederte französische Bahnhof Basel SNCF ist durch eine Zollschranke abgetrennt und bedient das Elsass.
Der provisorische Bahnhof von 1854
1853 wurde in Basel die Schweizerische Centralbahn gegründet, um die Stadt mit dem Mittelland zu verbinden.
Weil der Standort des künftigen Bahnhofs noch umstritten war, errichtete man zunächst einen provisorischen Bau.
Am 19. Dezember 1854 nahm dieser Bahnhof den Betrieb auf.
Von dort führte die Stammlinie durch den Hauenstein in Richtung Liestal.
Weil das Empfangsgebäude seitlich neben den Gleisen stand, galt der Bahnhof nicht als Kopfbahnhof.

Ein Prachtbau im Neobarock
Das heutige, repräsentative Empfangsgebäude entstand zwischen 1905 und 1907.
Es wurde von den Architekten Emil Faesch und Emanuel La Roche entworfen.
Seine neobarocke Fassade prägt bis heute den Centralbahnplatz vor dem Bahnhof.
Der Bau zeigt, welchen Rang die Eisenbahn um 1900 im Leben der Stadt einnahm.
Bis heute ist er eines der markantesten Gebäude am südlichen Stadtrand.

Zwei Bahnhöfe unter einem Dach
Eine Besonderheit von Basel SBB ist der angegliederte französische Bahnhof Basel SNCF.
Von dort fahren die Regionalzüge ins nahe Elsass.
Dieser elsässische Teil besitzt eine eigene Bahnsteighalle mit eigenen Gleisen.
Eine Zollschranke trennt ihn vom schweizerischen Teil des Bahnhofs.
So treffen in einem einzigen Bahnhof zwei Staaten unmittelbar aufeinander.

Züge in mehrere Länder
Ein großer Teil der Fernzüge beginnt oder endet im Bahnhof Basel SBB.
Nach Frankreich verkehren die Hochgeschwindigkeitszüge der Bauart TGV.
In die andere Richtung führen Verbindungen nach Deutschland und nach Italien.
Dazu kommen die Züge der Schweizer Bundesbahnen in Richtung Mittelland und Gotthard.
Auch eine Linie der S-Bahn und einzelne Nahverkehrszüge nach Deutschland nutzen den Bahnhof.

Der Badische Bahnhof auf der anderen Seite
Basel hat neben dem Bahnhof SBB noch einen zweiten großen Bahnhof.
Der Badische Bahnhof wird von der Deutschen Bahn betrieben.
Er ist der zweitgrößte Bahnhof der Stadt.
Viele Züge nach Deutschland halten zusätzlich an diesem Bahnhof.
So teilen sich zwei Bahnhöfe die Verbindungen über die Grenze.

140.000 Menschen an einem Werktag
An einem durchschnittlichen Werktag nutzten 2023 rund 140.000 Menschen den Bahnhof Basel SBB.
Damit lag er auf dem fünften Platz der meistfrequentierten Bahnhöfe der Schweiz.
Vor dem Bahnhof halten die Straßenbahnlinien 1 und 8.
Sie fahren über den Birsigviadukt, der früher das Trassee der Elsässerbahn war.
Eine Plakette am Geländer der Brücke erinnert noch heute daran.

Ankommen in Basel
Wer in Basel SBB ankommt, steht am Centralbahnplatz am südlichen Rand der Innenstadt.
Von dort bringen die Straßenbahnen die Reisenden in wenigen Minuten in die Altstadt.
Gleich in der Nähe liegt der Zoologische Garten der Stadt.
Basel liegt am Rhein und wird darum auch die Rheinstadt genannt.
So beginnt der Besuch in Basel schon am belebten Platz vor dem großen Bahnhof.

Häufige Fragen
Warum heißt der Bahnhof Basel SBB?
Wann wurde der Bahnhof Basel SBB gebaut?
Was ist der Bahnhof Basel SNCF?
Welche Länder erreicht man von Basel SBB aus?
Wie viele Menschen nutzen den Bahnhof?
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