Der Bahnhof Cagliari, Endstation unter dem Castello

Ortstermin

„Endstation Cagliari, bitte alle aussteigen, zum Hafen und zur Altstadt Castello folgen Sie der Via Roma.“

Der Bahnhof Cagliari, Endstation unter dem Castello

→ Ein Ortstermin auf Sardinien.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Bahnhof Cagliari ist der wichtigste Bahnhof der Insel Sardinien und ein Kopfbahnhof. Er wurde 1879 als Endpunkt der Strecke quer über die Insel eröffnet.

Wer mit dem Zug über Sardinien reist, endet oft in Cagliari, der Hauptstadt der Insel.

Der Bahnhof liegt mitten in der Stadt, nahe am Hafen und an der langen Hafenstraße.

Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die Stadt unter ihrer Burg vor.

Stazione Cagliari FS 2
Foto: Alex10, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Kopfbahnhof von 1879

Der Bahnhof Cagliari wurde im Juli 1879 eröffnet.

Er entstand als Endpunkt der Strecke, die quer über die Insel nach Norden führt.

Als Kopfbahnhof enden die Gleise hier stumpf vor dem Gebäude.

Der Bahnhof liegt an der Piazza Matteotti mitten in der Stadt.

Damit ist er der wichtigste Bahnhof ganz Sardiniens.

Stazione di Cagliari nel 1895
Foto: Giuseppe Barberis, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Strecken über die Insel

Von Cagliari aus führt die Hauptstrecke nach Norden über Oristano bis nach Olbia und Golfo Aranci.

Eine weitere Linie zweigt in Richtung Iglesias und Carbonia im Südwesten ab.

Regionalzüge erreichen fast alle Städte der Insel.

Nur wenige Orte wie Nuoro oder Alghero liegen abseits dieser Strecken.

So ist der Bahnhof der Mittelpunkt des sardischen Schienennetzes.

Stazione di Cagliari
Foto: Thomas Woodtli, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Cagliari wurde im Juli 1879 als Kopfbahnhof eröffnet.

Er verfügt über vier Bahnsteige an acht Gleisen und liegt an der Piazza Matteotti.

Cagliari ist die Hauptstadt der Insel Sardinien und zählt rund 146.000 Einwohner.

Zwei Spurweiten auf einer Insel

Auf Sardinien gibt es zwei verschiedene Spurweiten nebeneinander.

Die Staatsbahn fährt auf der üblichen Normalspur.

Daneben bestehen Strecken in einer schmaleren Spur.

Dieser Unterschied erklärt, warum manche Orte nicht direkt erreichbar sind.

In Cagliari treffen die Fäden des Netzes dennoch zusammen.

Stazione di Cagliari 2
Foto: Thomas Woodtli, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Gleise, Bahnsteige und Betrieb

Der Bahnhof verfügt über vier Bahnsteige an insgesamt acht Gleisen.

Ein vierter Bahnsteig kam bei einem Umbau Ende der 1980er Jahre hinzu.

Für die Anlagen ist die Rete Ferroviaria Italiana zuständig, die Züge betreibt Trenitalia.

Schon im Jahr 1893 wurde der Bahnhof mit dem Hafen für den Güterverkehr verbunden.

So war er von Anfang an eng mit dem Meer verknüpft.

Aln 668 3189 Cagliari Maggio 2019
Foto: Nicola Secci, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vom Bahnhof zur Via Roma

Vor dem Bahnhof verläuft die Via Roma, die lange Straße am Hafen.

Unter ihren Arkaden reihen sich Cafés und Geschäfte.

Von hier ist es nur ein kurzer Weg hinauf in die Altstadt.

Busse und eine Stadtbahn verteilen die Reisenden in die Viertel.

So ist der Bahnhof der natürliche Startpunkt für einen Rundgang.

Cagliari train station Nov 2020
Foto: Nicola Secci, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Castello auf dem Felsen

Über der Stadt erhebt sich das alte Viertel Castello auf einem Kalkfelsen.

Noch heute ist es weitgehend von seinen Mauern umgeben.

Zu ihnen gehört der Elefantenturm aus dem frühen 14. Jahrhundert.

Dieser Turm stammt aus der Zeit, als Pisa die Stadt beherrschte.

Von oben reicht der Blick weit über die Dächer und das Meer.

FS ALn 668.3226 at Cagliari railway station
Foto: Piotr Rokita, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Bastion, Dom und Amphitheater

Am Rand des Castello liegt die Bastione di Saint Remy mit ihrer breiten Freitreppe.

Sie entstand um die Wende zum 20. Jahrhundert im klassischen Stil.

In der Altstadt steht der Dom Santa Maria mit einer Kanzel aus dem 12. Jahrhundert.

Diese Kanzel war ursprünglich für den Dom von Pisa gearbeitet worden.

Nicht weit entfernt liegen die Reste eines römischen Amphitheaters.

Metro cagliari repubblica tram 2025 (3)
Foto: Lucyquack, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Strand, Salz und Flamingos

Am Rand der Stadt zieht sich der lange Strand von Poetto am Meer entlang.

Er ist rund acht Kilometer lang und ein beliebtes Ziel der Einheimischen.

Gleich dahinter liegen die Salinen von Molentargius.

In ihren flachen Becken sind oft Flamingos zu sehen.

So grenzen in Cagliari Stadt, Strand und Natur unmittelbar aneinander.

D2.23a Bf Cagliari, MD 046 »Minuetto«
Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Cagliari

Ankommen in Cagliari heißt, mitten in der Inselhauptstadt am Hafen auszusteigen.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte bis zur Via Roma und zum Wasser.

Über der Stadt wartet das Castello mit seinen Türmen und Mauern.

Wer weiterreisen will, nimmt am selben Bahnhof den Zug über die Insel.

So ist der Bahnhof das Tor zur größten Stadt Sardiniens.

D2.22a Bf Cagliari, MD 046, Mitteleinstiegsteuerwagen
Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Cagliari eröffnet?
Der Bahnhof wurde im Juli 1879 als Endpunkt der Strecke über die Insel eröffnet.
Ist der Bahnhof Cagliari ein Kopfbahnhof?
Ja, die Gleise enden stumpf vor dem Empfangsgebäude an der Piazza Matteotti.
Welche Orte erreicht man von Cagliari aus?
Regionalzüge fahren über Oristano nach Olbia und Golfo Aranci sowie nach Iglesias und Carbonia.
Was liegt über dem Bahnhof auf dem Felsen?
Das alte Burgviertel Castello mit seinen Mauern und dem Elefantenturm.
Was kann man am Rand von Cagliari sehen?
Den langen Strand von Poetto und die Salinen von Molentargius mit ihren Flamingos.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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