Stimmt es, dass …?
„Willkommen in Caracas: Schon im 19. Jahrhundert dampften hier die ersten Züge zur Küste hinunter.“
Stimmt es, dass Venezuela schon im 19. Jahrhundert Eisenbahnen hatte?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Behauptung stimmt: Venezuela baute bereits in den 1880er-Jahren Eisenbahnen, unter anderem von Caracas zur Küste. Die meisten Strecken verfielen jedoch im 20. Jahrhundert.
Südamerika gilt nicht als klassisches Eisenbahnland.
Trotzdem fuhren auch dort früh die ersten Züge.
Dieser Beitrag prüft, ob Venezuela schon im 19. Jahrhundert Eisenbahnen hatte.

Die Fakten in Zahlen
1880er
erste Strecken
rund um Caracas
682 km
heute
in Normalspur
2006
Caracas–Cúa
neue elektrische Linie
Die Gleise dienten vor allem dem Handel mit Kaffee und anderen Gütern.
Eisenbahn für den Handel
Im 19. Jahrhundert wollte Venezuela sein Land besser für den Handel erschließen.
Unter dem damaligen Staatschef Guzmán Blanco wurde der Bau von Eisenbahnen vorangetrieben.
Die Strecken sollten die Häfen mit dem Hinterland verbinden.
Vor allem Kaffee und andere Güter sollten schneller zur Küste gelangen.
So entstand die Idee eines eigenen Schienennetzes.

Die ersten Strecken um Caracas
Die ersten Eisenbahnen entstanden in den 1880er-Jahren rund um die Hauptstadt Caracas.
Eine Linie verband Caracas mit dem nahen Hafen La Guaira.
Eine weitere Strecke, die Große Venezuela-Bahn, führte in Richtung Valencia.
Diese Verbindungen gehörten zu den ersten des Landes.
Damit hatte Venezuela schon früh ein Stück Eisenbahngeschichte geschrieben.
Gut zu wissen
Die moderne Linie Caracas–Cúa ist rund 41 Kilometer lang und wird elektrisch betrieben.
Die Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf den Wikipedia-Artikel zum Schienenverkehr in Venezuela (Stand 2025).
Hilfe aus dem Ausland
Für den Bau holte man Fachleute aus dem Ausland ins Land.
Ingenieure wie John Grover und Robert Fairlie waren an der Entwicklung beteiligt.
Technik und Kapital kamen häufig aus Europa.
Das war im 19. Jahrhundert in vielen Ländern üblich.
Die Eisenbahn galt überall als Zeichen des Fortschritts.
Durch die Berge zur Küste
Zwischen Caracas und der Küste liegt ein steiles Küstengebirge.
Die Bahn musste sich in engen Kurven den Hang hinaufwinden.
Ein besonders schwieriger Gipfelabschnitt der Großen Venezuela-Bahn entstand 1909.
Solche Strecken waren teuer im Bau und im Unterhalt.
Die Landschaft machte der Eisenbahn von Anfang an zu schaffen.
Der Niedergang ab den 1950ern
Ab den 1950er-Jahren geriet die Eisenbahn in Venezuela ins Hintertreffen.
Straßen und Busse übernahmen immer mehr Verkehr.
Viele alte Strecken wurden vernachlässigt und schließlich aufgegeben.
Vom einstigen Netz blieb nur wenig übrig.
Die große Zeit der venezolanischen Bahn war damit vorbei.
Was heute noch fährt
Heute umfasst das Netz nur noch rund 682 Kilometer in Normalspur.
Betrieben wird es von einer staatlichen Eisenbahngesellschaft.
Zwischen Caracas und Cúa fährt seit 2006 eine moderne, elektrische Linie.
Sie bringt Pendler aus dem Umland in die Hauptstadt.
Eine weitere Strecke dient vor allem dem Güterverkehr.
Pläne für mehr
Immer wieder gab es Pläne, das Netz wieder auszubauen.
Einige Strecken wurden begonnen, andere blieben liegen.
Die wirtschaftliche Lage des Landes machte große Projekte schwierig.
So blieb vieles im Zustand der Ankündigung stecken.
Ob und wann neue Linien entstehen, ist derzeit offen.
Warum so wenig blieb
Venezuela setzte lange vor allem auf das Erdöl und auf Straßen.
Die Eisenbahn stand dabei selten im Mittelpunkt.
Auch die gebirgige Landschaft erschwerte den Ausbau.
So konnte das Netz nie die Größe anderer Länder erreichen.
Die frühen Strecken des 19. Jahrhunderts blieben deshalb eine Ausnahme.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Venezuela hatte schon in den 1880er-Jahren erste Eisenbahnen, vor allem rund um Caracas.
Die meisten dieser Strecken verfielen jedoch im Lauf des 20. Jahrhunderts.
Heute ist nur noch ein kleines Netz in Betrieb.
Der frühe Start ins Eisenbahnzeitalter ist damit gut belegt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
