Ortstermin
„Nächster Halt Santander, Übergang zwischen Breit- und Schmalspur sowie zur Bucht über den Bahnhofsplatz.“
Der Bahnhof Santander, wo die Gleise am Meer enden
→ Ein Ortstermin in Kantabrien.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Santander wurde 1858 eröffnet und ist heute ein Doppelbahnhof. Ein Teil dient der Breitspur der Renfe, der andere der früheren Schmalspur der FEVE.
Wer nach Santander fährt, erreicht die Hauptstadt Kantabriens an der Nordküste Spaniens.
Der Bahnhof liegt nahe am Hafen und an der weiten Bucht, die der Stadt ihren Namen gibt.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die Stadt am Meer vor.

Ein Bahnhof seit 1858
Der Bahnhof Santander wurde am 11. Oktober 1858 eröffnet.
Er verbindet die Hafenstadt mit dem Inneren der Iberischen Halbinsel.
Im Jahr 2018 zählte der Bahnhof rund drei Millionen Reisende.
Für die Anlagen ist heute das Unternehmen Adif zuständig, die Züge betreibt die Renfe.
Damit ist er der wichtigste Bahnhof der ganzen Region.

Zwei Spurweiten nebeneinander
Genau genommen besteht der Bahnhof aus zwei Stationen nebeneinander.
Die eine dient der Breitspur, der sogenannten iberischen Spur.
Die andere dient der Schmalspur mit ihren schmaleren Gleisen.
Zur Unterscheidung trägt der eine Teil den Zusatz Adif, der andere den Namen Feve.
So treffen in Santander zwei Welten der Eisenbahn aufeinander.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Santander wurde am 11. Oktober 1858 eröffnet.
Er besteht aus zwei Teilen für Breit- und für Schmalspur.
Die Stadt Santander ist die Hauptstadt der Region Kantabrien und zählte 2025 rund 175.000 Einwohner.
Wohin die Züge führen
Über die Breitspur führt die Strecke von Santander nach Palencia ins Landesinnere.
Fernzüge der Gattung Alvia fahren von hier bis nach Madrid.
Dabei nutzen sie zunächst die Schnellfahrstrecke bis Palencia.
Die Schmalspur verbindet Santander entlang der Küste mit Bilbao und mit Oviedo.
So ist der Bahnhof das Tor Kantabriens in alle Richtungen.

Nahverkehr und ein Zug für Genießer
Am Bahnhof beginnen die Nahverkehrslinien der Cercanías von Santander.
Sie verbinden die Stadt mit ihren Vororten und dem Umland.
Auch der Touristenzug Transcantábrico hält in Santander.
Dieser Zug fährt gemächlich durch den grünen Norden Spaniens.
Damit bietet der Bahnhof vom Alltagsverkehr bis zur Luxusreise alles an.

Der Bahnhof und der Hafen
Der Bahnhof liegt an der Plaza de las Estaciones, dem Platz der Bahnhöfe.
Von hier ist es nur ein kurzer Weg bis zum Hafen und zur Promenade.
Gegenüber legen die Schiffe an der Bucht an.
So gehen Schiene und Wasser in Santander beinahe nahtlos ineinander über.
Der Bahnhof ist damit der natürliche Ausgangspunkt für einen Gang ans Meer.

Die Bucht von Santander
Santander liegt an der Nordseite einer weiten, geschützten Bucht.
Die Bucht prägt das Bild der Stadt und lädt zu Spaziergängen am Wasser ein.
Am Eingang der Bucht steht der Leuchtturm von Cabo Mayor.
Von der Stadt aus verkehrt eine regelmäßige Fährverbindung bis nach Großbritannien.
So ist Santander zugleich Bade- und Hafenstadt.

Der Palast und das Centro Botín
Auf einer Halbinsel über der Bucht steht der Palacio de la Magdalena.
Der Palast gehörte einst der königlichen Familie.
Am Ufer steht das Kulturzentrum Centro Botín.
Es wurde vom Architekten Renzo Piano entworfen.
Beide Bauten zeigen die Stadt von ihrer eleganten Seite.

Strand, Kathedrale und das Feuer von 1941
Ein paar Kilometer vom Zentrum entfernt liegt der weite Strand von El Sardinero.
In der Altstadt steht die Kathedrale, deren untere Kirche um das Jahr 1200 entstand.
Im Jahr 1941 verwüstete ein großes Feuer weite Teile der mittelalterlichen Altstadt.
Auch die Kathedrale wurde dabei schwer beschädigt.
Deshalb wirkt das Zentrum heute in weiten Teilen neu aufgebaut.

Ankommen in Santander
Ankommen in Santander heißt, aus dem Zug fast unmittelbar ans Meer zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zur Bucht und zur Altstadt.
Wer mag, nimmt einen Schmalspurzug und fährt entlang der grünen Küste.
Der Strand von El Sardinero ist mit dem Bus rasch erreicht.
So ist der Bahnhof ein frischer Auftakt für einen Besuch am Kantabrischen Meer.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Eine Stadt am Wasser
Santander ist seit jeher eng mit dem Meer verbunden.
Der Hafen diente lange als Tor für Handel und Auswanderung.
Im Sommer zieht der weitläufige Strand von El Sardinero viele Gäste an.
Die Stadt zählt heute rund 175.000 Einwohner.
So lebt Santander bis heute vom Wechselspiel aus Hafen, Strand und Bucht.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Santander eröffnet?
Warum hat Santander zwei Bahnhofsteile?
Welche Städte erreicht man von Santander aus?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Warum wirkt die Altstadt von Santander so neu?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Bilbao-Abando – die baskische Metropole mit dem Bahnhof Abando
