Ortstermin: Palermo Centrale

Ortstermin

„Endstation Palermo Centrale, bitte alle aussteigen, willkommen in Sizilien.“

Ortstermin: Palermo Centrale

→ Ein Ortstermin in Palermo, der Hauptstadt Siziliens.

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Kurz gesagt

Palermo Centrale ist ein Kopfbahnhof mit zehn Bahnsteigen und Siziliens wichtigster Bahnhof. Von der Piazza Giulio Cesare sind es nur wenige Schritte bis zu Märkten, Opernhaus und normannischen Palästen.

Wer in Palermo mit dem Zug ankommt, steht zuerst auf der Piazza Giulio Cesare vor einem Bau, der eher an einen Palast als an einen Bahnhof erinnert.

Der Bahnhof Palermo Centrale ist seit 1886 das Tor zur Hauptstadt Siziliens und der wichtigste Bahnknoten der Insel.

Von hier aus fahren die Züge quer über Sizilien, und gleich hinter dem Vorplatz beginnt die quirlige Altstadt.

Palermo Stazione Centrale
Foto: Markos90, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Palast für die Eisenbahn

Der Bahnhof Palermo Centrale wurde am 7. Juni 1886 eröffnet und entstand am südlichen Rand der damaligen Stadt.

Den Entwurf lieferte der Architekt Di Giovanni, der dem Empfangsgebäude eine strenge, repräsentative Fassade gab.

Das Haus liegt an der Piazza Giulio Cesare, einem weiten Platz, der den Bahnhof mit der Innenstadt verbindet.

Schon von außen macht der Bau klar, dass hier der wichtigste Bahnhof einer ganzen Insel steht.

Bis heute ist Palermo Centrale das Gesicht, mit dem die Eisenbahn die Besucher Siziliens begrüßt.

14.11.95 Palermo Centrale ALn668.1609
Foto: Phil Richards, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Kopfbahnhof mit zehn Bahnsteigen

Palermo Centrale ist ein Kopfbahnhof, die Gleise enden also stumpf an einer großen Halle.

Für den Reiseverkehr stehen zehn Bahnsteige bereit, an denen die Züge der ganzen Insel zusammenlaufen.

Über dem Gleisfeld lag zunächst ein großes Dach aus Eisen und Glas, wie es für Bahnhöfe des 19. Jahrhunderts typisch war.

In den frühen 1950er Jahren wurde diese Konstruktion durch eine Dachlösung aus Stahlbeton ersetzt.

An vollen Tagen schieben sich Pendler, Urlauber und Fernreisende gleichzeitig über die Bahnsteige.

Piazza Giulio Cesare e la stazione centrale di Palermo Flickr Rino Porro
Foto: Rino Porrovecchio, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Palermo Centrale wurde 1886 eröffnet, ist ein Kopfbahnhof und besitzt zehn Bahnsteige für den Reiseverkehr.

Er gehört der staatlichen Rete Ferroviaria Italiana und liegt an der Piazza Giulio Cesare am Rand der Altstadt.

Von hier führen Strecken nach Messina, Catania, Agrigent und Trapani in alle Teile Siziliens.

Das Tor nach ganz Sizilien

Von Palermo Centrale führen die großen Strecken der Insel in alle Richtungen.

Nach Osten verläuft die Linie entlang der Küste über Messina, nach Süden geht es nach Agrigent mit seinen antiken Tempeln.

Weitere Strecken verbinden die Stadt mit Trapani im Westen und mit Catania am Fuß des Ätna.

Damit ist der Bahnhof der zentrale Knoten für den Zugverkehr in ganz Sizilien.

Der Bahnhof gehört der staatlichen Rete Ferroviaria Italiana und wird von der Gesellschaft Grandi Stazioni betreut.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mit der Fähre über die Meerenge

Sizilien ist eine Insel, und so müssen die Züge vom Festland zunächst das Meer überqueren.

Zwischen dem kalabrischen Villa San Giovanni und Messina setzen Eisenbahnfähren ganze Zugteile über die Straße von Messina.

Von Messina rollen die Wagen dann weiter bis nach Palermo Centrale.

In früheren Jahrzehnten erreichten so direkte Fernzüge aus Neapel, Rom, Mailand und sogar Paris die sizilianische Hauptstadt.

Dieser Umweg über das Wasser macht die Anreise bis heute zu einem kleinen Abenteuer.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Straßenbahn, Vorortbahn und Busse am Vorplatz

Vor dem Bahnhof endet die Linie 1 der Straßenbahn Palermo, die Fahrgäste aus den Vororten heranbringt.

Über die Vorortbahn, das Servizio ferroviario metropolitano, ist Palermo Centrale mit dem Umland und dem Flughafen verbunden.

Zahlreiche Buslinien der städtischen Gesellschaft AMAT halten rund um die Piazza Giulio Cesare.

So wird der Bahnhof zur Drehscheibe, an der Fernverkehr und Nahverkehr ineinandergreifen.

Wer in Palermo ohne Auto unterwegs ist, kommt an diesem Platz kaum vorbei.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vor dem Bahnhof beginnt die Altstadt

Wer aus der Halle tritt, steht mitten in Palermo, denn die Altstadt reicht fast bis an den Bahnhof heran.

Von der Piazza Giulio Cesare führen die geraden Achsen der Via Roma und der Via Maqueda ins Herz der Stadt.

Schon nach wenigen Minuten erreicht man den Ballarò, einen der ältesten und lautesten Märkte der Stadt.

Zwischen Obstständen, Fischern und Garküchen zeigt sich das Palermo des Alltags.

Die Nähe zur Altstadt macht den Bahnhof zu einem idealen Startpunkt für einen Rundgang.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Normannen und Barock

Im Schnittpunkt der alten Hauptstraßen liegen die Quattro Canti, vier barocke Fassaden, die den Platz zur Freilichtbühne machen.

Gleich daneben plätschert die Fontana Pretoria, deren Marmorfiguren der Stadt einst viel Spott einbrachten.

Die Kathedrale von Palermo vereint arabische, normannische und spätere Bauformen zu einem ungewöhnlichen Ganzen.

Am Normannenpalast erinnert die Cappella Palatina mit ihren goldenen Mosaiken an die Blütezeit des Mittelalters.

Die arabisch-normannischen Bauten Palermos zählen seit 2015 zum UNESCO-Welterbe.

So lässt sich vom Bahnhof aus in wenigen Schritten durch fast tausend Jahre Geschichte spazieren.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Oper, Märkte und das Meer

Nur einen Spaziergang entfernt steht das Teatro Massimo, das als größtes Opernhaus Italiens gilt.

Seine mächtige Freitreppe ist vielen auch aus dem Kino vertraut.

Neben dem Ballarò laden die Märkte Vucciria und Capo zum Bummeln und Probieren ein.

Im Sommer zieht es die Einheimischen hinaus an den Badeort Mondello mit seinem hellen Sandstrand.

Hoch über der Stadt wartet der Dom von Monreale, dessen Goldmosaike zu den berühmtesten der Welt zählen.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Palermo

Ankommen in Palermo heißt, aus der Bahnhofshalle mitten in den Trubel einer Hafenstadt zu treten.

Die Luft riecht nach Meer, nach Zitrusfrüchten und nach den Garküchen der Märkte.

Palermo wurde im 8. Jahrhundert vor Christus gegründet und erlebte unter Arabern, Normannen und Staufern seine Blütezeiten.

Heute leben in der Stadt rund 626.000 Menschen, und sie ist das kulturelle Zentrum Siziliens.

Der Bahnhof Palermo Centrale ist dafür der passende Auftakt, mitten hinein in das Leben der Insel.

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Foto: Nenea hartia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Palermo Centrale eröffnet?
Der Bahnhof wurde am 7. Juni 1886 eröffnet und ist seitdem der wichtigste Bahnhof Siziliens.
Ist Palermo Centrale ein Kopfbahnhof?
Ja, die Gleise enden stumpf in der Halle, und für den Reiseverkehr stehen zehn Bahnsteige bereit.
Welche Städte erreicht man von Palermo Centrale?
Von hier fahren Züge unter anderem nach Messina, Catania, Agrigent und Trapani und damit in alle Teile der Insel.
Wie kommen Züge vom Festland nach Sizilien?
Eisenbahnfähren setzen die Wagen zwischen Villa San Giovanni und Messina über die Straße von Messina, von dort rollen sie weiter nach Palermo.
Was kann man vom Bahnhof aus zu Fuß erreichen?
Gleich hinter der Piazza Giulio Cesare beginnt die Altstadt mit dem Markt Ballarò, den Quattro Canti und dem Teatro Massimo.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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