Wie steil ist die Allmendhubelbahn in Mürren?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, diese kurze Fahrt hat es in sich: In wenigen Minuten geht es von Mürren steil hinauf zum Allmendhubel.“

Wie steil ist die Allmendhubelbahn in Mürren?

→ Eine Bergbahn in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Die Allmendhubelbahn ist eine meterspurige Standseilbahn von 1912 im Bergdorf Mürren im Berner Oberland. Auf nur 551 Metern überwindet sie bis zu 61 Prozent Steigung. Dabei steigt sie von Mürren auf 1650 Metern hinauf zum Allmendhubel auf 1907 Metern.

Mürren ist ein autofreies Bergdorf hoch über dem Lauterbrunnental.

Direkt aus dem Dorf führt eine kurze, aber sehr steile Standseilbahn noch weiter nach oben.

Ihr Ziel ist der Allmendhubel, ein Aussichtspunkt mit Blick auf die großen Gipfel.

Mürren Egg
Foto: FkMohr, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Die Allmendhubelbahn in Zahlen

61 %

maximale Steigung

sehr steil für eine Standseilbahn

551 m

Streckenlänge

eine der kürzeren Bergbahnen

257 m

Höhenunterschied

von 1650 auf 1907 Meter

1907 m

Höhe der Bergstation

auf dem Allmendhubel

1912

Inbetriebnahme

zuerst nur im Winter

1000 mm

Spurweite

Meterspur

Quellen: deutschsprachige Wikipedia zur Seilbahn Mürren–Allmendhubel. Werte gerundet.

Mürren, das autofreie Dorf

Mürren liegt auf einer Geländeterrasse hoch über dem Lauterbrunnental.

Das Dorf ist autofrei und nur mit Bahn und Seilbahn erreichbar.

Mitten im Ort beginnt die Talstation der Allmendhubelbahn.

Von hier aus geht es noch ein Stück weiter den Hang hinauf.

So erschließt die kleine Bahn den Aussichtsberg direkt über dem Dorf.

The Allmendhubelbahn, Murren, Switzerland
Foto: Rosser1954, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Zahlen der Strecke

Die Allmendhubelbahn ist nur 551 Meter lang.

Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 257 Metern.

Sie steigt von Mürren auf 1650 Metern zum Allmendhubel auf 1907 Metern.

Die maximale Steigung beträgt 61 Prozent.

Gefahren wird auf Meterspur, also auf einem Gleis von 1000 Millimetern Breite.

Gut zu wissen

Mürren selbst ist autofrei und nur mit Bahn und Seilbahn erreichbar. Die Allmendhubelbahn beginnt mitten im Dorf.

Der Allmendhubel ist Ausgangspunkt mehrerer Wanderwege mit Blick auf die Jungfrau-Region.

Warum 61 Prozent so steil sind

Eine Steigung von 61 Prozent ist im Alltag kaum vorstellbar.

Normale Straßen steigen selten mehr als zehn Prozent an.

Die Bahn klettert den Hang also außergewöhnlich steil hinauf.

Auf der kurzen Strecke gewinnt sie dabei rasch an Höhe.

Möglich ist das nur, weil die Wagen fest an einem Seil hängen.

Eine der kürzeren Bergbahnen

Mit 551 Metern gehört die Bahn zu den kürzeren ihrer Art.

Die Fahrt dauert entsprechend nur wenige Minuten.

In dieser kurzen Zeit wechselt man vom Dorf auf den Aussichtsberg.

Der kurze Weg macht die Bahn zu einem schnellen Zubringer.

Viele Gäste nutzen sie als Start für eine Wanderung.

In Betrieb seit 1912

Die Allmendhubelbahn nahm 1912 ihren Betrieb auf.

Zuerst fuhr sie nur im Winter.

Damals war sie vor allem ein Zubringer für den Wintersport.

Seither bringt sie Jahr für Jahr Gäste auf den Allmendhubel.

Sie gehört damit zu den älteren Bahnen der Region.

Die Panoramawagen von 1999

Lange fuhr die Bahn mit ihren alten roten Wagen.

1999 wurden diese durch neue Panoramawagen ersetzt.

Diese bieten durch große Fenster einen weiten Blick.

So wurde die Fahrt für die Gäste noch angenehmer.

Die Strecke selbst blieb dabei unverändert.

Teil der Schilthornbahn

Die Bahn gehört zur Schilthornbahn AG.

Diese Gesellschaft betreibt mehrere Anlagen rund um Mürren.

Dazu zählt auch die bekannte Seilbahn auf das Schilthorn.

Die Allmendhubelbahn fügt sich so in ein größeres Netz ein.

Gemeinsam erschließen die Bahnen die Berge über dem Lauterbrunnental.

Was oben auf den Gast wartet

Der Allmendhubel liegt auf 1907 Metern über dem Meer.

Von dort reicht der Blick über die Gipfel des Berner Oberlands.

Direkt gegenüber ragen die großen Berge der Jungfrau-Region auf.

Mehrere Wanderwege beginnen an der Bergstation.

Deshalb ist der kleine Gipfel ein beliebtes Ausflugsziel.

Wie eine Standseilbahn funktioniert

Eine Standseilbahn besteht meist aus zwei Wagen an einem Seil.

Fährt der eine Wagen nach oben, rollt der andere nach unten.

So gleichen sich die beiden Wagen in ihrem Gewicht teilweise aus.

Das spart Antriebskraft am steilen Hang.

In der Mitte der Strecke weichen die Wagen einander aus.

Mürren und das Schilthorn

Mürren ist Ausgangspunkt für viele Touren in die Berge.

Über dem Dorf erhebt sich das Schilthorn mit 2970 Metern.

Die Allmendhubelbahn erschließt den näher gelegenen Aussichtsberg.

So ergänzt sie die großen Bahnen auf die höheren Gipfel.

Gäste können beide Ziele gut miteinander verbinden.

Sommer wie Winter beliebt

Anfangs verkehrte die Bahn nur in der Wintersaison.

Mit der Zeit wurde der Allmendhubel auch im Sommer ein Ziel.

Im Winter führen von oben Wege zu den Skihängen.

Im Sommer starten hier beliebte Wanderungen.

So ist der Berg heute zu jeder Jahreszeit gut besucht.

Kurz, aber eindrucksvoll

Die Allmendhubelbahn zeigt, dass kurze Bahnen sehr steil sein können.

Auf nur 551 Metern bewältigt sie 257 Höhenmeter.

Ihre 61 Prozent Steigung sind ein hoher Wert.

Damit zählt sie zu den steileren Standseilbahnen des Landes.

Die kurze Fahrt bleibt vielen Gästen in Erinnerung.

Warum sich die Zahlen lohnen

Die Allmendhubelbahn ist ein kleines, aber feines Stück Bahngeschichte.

Seit 1912 bringt sie Gäste aus dem Dorf auf den Berg.

Ihre Zahlen erklären, warum die Fahrt so steil wirkt.

Und die Panoramawagen machen den kurzen Weg zum Erlebnis.

Wer die Werte kennt, achtet beim nächsten Mal genauer auf die Steigung.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wie steil ist die Allmendhubelbahn?
Die maximale Steigung beträgt 61 Prozent. Das ist für eine Standseilbahn ein hoher Wert.
Wie lang ist die Strecke?
Die Bahn ist nur 551 Meter lang und überwindet dabei 257 Höhenmeter.
Wohin fährt die Bahn?
Sie führt vom Bergdorf Mürren auf 1650 Metern hinauf zum Allmendhubel auf 1907 Metern.
Seit wann gibt es die Bahn?
Die Allmendhubelbahn ist seit 1912 in Betrieb, zunächst nur im Winter. 1999 kamen neue Panoramawagen.
Wem gehört die Bahn?
Sie gehört zur Schilthornbahn AG, die rund um Mürren mehrere Bergbahnen betreibt.

Weiterfahrt

→ Wie lang ist die Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren? – der Weg hinauf nach Mürren

→ Wie steil ist die Stanserhornbahn? – offene Seilbahn in der Zentralschweiz

→ Wie steil ist die Pilatusbahn? – die steilste Zahnradbahn der Welt

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →