Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug bringt Sie in gut zwei Stunden quer durchs Land – von der Hauptstadt bis ans Meer.“
Wie lang ist das Schienennetz Südkoreas?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Südkorea betreibt rund 4.285 Kilometer Strecke (Stand 2020), davon fast drei Viertel elektrifiziert. Auf den Schnellfahrstrecken fährt der KTX mit bis zu 305 Kilometern pro Stunde.
Südkorea ist nicht groß, aber dicht bevölkert und voller Berge.
Sein Bahnnetz ist entsprechend kompakt und zugleich sehr modern.
Fast alles darauf fährt elektrisch, vieles davon ausgesprochen schnell.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 4.285 km
Streckennetz
Stand 2020
≈ 74 %
elektrifiziert
rund 3.187 km
305 km/h
Höchsttempo KTX
auf den Schnellfahrstrecken
1435 mm
Spurweite
Normalspur wie in Deutschland
Quellen: Wikipedia zum Schienenverkehr in Südkorea und zu Korail. Werte gerundet, Stand 2020 bzw. 2018.
Die kurze Antwort
Das südkoreanische Streckennetz ist rund 4.285 Kilometer lang.
Die staatliche Korail befuhr davon zuletzt gut 4.000 Kilometer im regulären Betrieb.
Für ein kleines Land ist das ein kompaktes, aber sehr intensiv genutztes Netz.

Was die Zahl genau meint
Gemeint ist die Streckenlänge der Eisenbahn, ohne die großen U-Bahn-Netze der Städte.
Allein die U-Bahn von Seoul ist so umfangreich, dass sie getrennt gezählt wird.
Die Zahl beschreibt also das Fernnetz zwischen den Städten.
Gut zu wissen
Der KTX war der erste Hochgeschwindigkeitszug Asiens außerhalb Japans, der auf eigenen Schnellfahrstrecken fuhr.
Seine Technik geht auf den französischen TGV zurück, wurde aber in Südkorea weiterentwickelt und selbst gebaut.
Fast alles unter Strom
Rund 74 Prozent des Netzes sind elektrifiziert, etwa 3.187 Kilometer.
Das ist ein sehr hoher Anteil, deutlich über dem vieler großer Bahnländer.
Der Rest wird nach und nach ebenfalls mit Oberleitung ausgerüstet.
Der KTX
Seit 2004 fährt der KTX, Südkoreas Hochgeschwindigkeitszug.
Seine Technik stammt ursprünglich vom französischen TGV.
Auf eigenen Schnellfahrstrecken erreicht er bis zu 305 Kilometer pro Stunde.
Von Seoul nach Busan
Die wichtigste Achse führt von der Hauptstadt Seoul in die Hafenstadt Busan.
Rund 400 Kilometer legt der KTX dabei in etwa zweieinhalb Stunden zurück.
Auf dieser Strecke bündelt sich ein großer Teil des gesamten Verkehrs.
Klein, aber dicht befahren
Das Land ist gebirgig, deshalb drängt sich der Verkehr auf wenigen Tälern und Küsten.
Die Hauptstrecken sind entsprechend stark ausgelastet.
Viele Tunnel und Brücken führen die Gleise durch das bergige Gelände.
Im Vergleich mit Deutschland
Das deutsche Netz ist mit gut 33.000 Kilometern rund achtmal so lang.
Südkorea ist allerdings viel kleiner und konzentriert seine Gleise auf wenige Achsen.
Beim Anteil der elektrischen Strecken liegen beide Länder nah beieinander.
Wie alt das Netz ist
Die erste Strecke führte 1899 von Seoul zum Hafen von Incheon.
Das Netz entstand in einer Zeit starken ausländischen Einflusses auf der Halbinsel.
Nach dem Krieg Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es im Süden neu aufgebaut und ausgebaut.
Wer die Züge fährt
Den größten Teil des Verkehrs betreibt die staatliche Korail.
Auf den schnellsten Strecken fährt daneben ein zweiter Betreiber mit eigenen Zügen.
Die U-Bahnen der Städte werden wiederum von eigenen Gesellschaften geführt.
Die Grenze im Norden
Im Norden endet der reguläre Betrieb an der Grenze zu Nordkorea.
Zwei Linien reichen bis an die Grenze, werden aber nicht für durchgehenden Verkehr genutzt.
Das Netz ist dadurch faktisch ein Inselnetz am Ende der Halbinsel.
Der Ausbau geht weiter
Südkorea baut sein Schnellnetz und seine Vorortbahnen stetig aus.
Rund um Seoul entstehen neue Express-Linien tief unter der Stadt.
Ziel ist, noch mehr Regionen schnell an die Hauptstadt anzubinden.
Was die Zahl für Reisende heißt
Wer in Südkorea Bahn fährt, erlebt ein pünktliches, sauberes und schnelles System.
Vom Zentrum Seouls erreicht man die meisten Großstädte in wenigen Stunden.
Das kurze Netz bündelt den Verkehr so, dass fast jede wichtige Stadt direkt am Gleis liegt.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Wie lang ist das südkoreanische Schienennetz?
Wie schnell fährt der KTX?
Wie viel des Netzes ist elektrifiziert?
Welche Spurweite hat Südkorea?
Fahren Züge bis nach Nordkorea?
Weiterfahrt
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