Stimmt es, dass Marokko den ersten Hochgeschwindigkeitszug Afrikas fahren lässt?

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Stimmt es, dass Marokko den ersten Hochgeschwindigkeitszug Afrikas fahren lässt?

Während man Hochgeschwindigkeitszüge vor allem mit Europa und Asien verbindet, fährt der schnellste Zug des afrikanischen Kontinents durch Marokko.

Bei Hochgeschwindigkeitszügen denkt man meist an Frankreich, Japan oder China.

Der afrikanische Kontinent taucht in dieser Aufzählung normalerweise nicht auf.

Dabei fährt ausgerechnet in Marokko der erste echte Hochgeschwindigkeitszug Afrikas.

Er trägt den Namen Al Boraq und ist seit dem Jahr 2018 im Einsatz.

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Foto: NicholasNCE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Kurz erklärt

Ja. Mit dem Al Boraq fährt in Marokko seit 2018 der erste Hochgeschwindigkeitszug des afrikanischen Kontinents. Er verbindet Tanger und Casablanca mit bis zu 320 Stundenkilometern und verkürzt die Reise auf wenige Stunden.

  • Zug: Al Boraq
  • Land: Marokko
  • Seit: 2018
  • Strecke: Tanger – Casablanca
  • Tempo: bis 320 km/h

Was Al Boraq bedeutet

Der Name Al Boraq stammt aus der arabischen Überlieferung und steht für ein sagenhaftes, blitzschnelles Reittier.

Dieses Wesen soll in der Legende weite Strecken in Windeseile zurückgelegt haben.

Ein passenderer Name für einen Hochgeschwindigkeitszug ist kaum denkbar.

Schon im Namen klingt also das Versprechen großer Geschwindigkeit mit.

Marokko verbindet damit moderne Technik mit der eigenen Kultur.

Die Strecke im Norden

Der Al Boraq verbindet die Hafenstadt Tanger im Norden mit der Wirtschaftsmetropole Casablanca.

Dazwischen hält er unter anderem in der Hauptstadtregion und in Kénitra.

Diese Achse gehört zu den wichtigsten und am dichtesten besiedelten des Landes.

Genau dort bringt ein schneller Zug den größten Nutzen für viele Menschen.

Die Verbindung ist damit das Rückgrat des marokkanischen Fernverkehrs.

Tempo und Zeitgewinn

Auf eigens gebauten Schnellfahrabschnitten erreicht der Zug bis zu dreihundertzwanzig Stundenkilometer.

Dadurch schrumpft die Reisezeit zwischen Tanger und Casablanca ganz erheblich.

Was früher viele Stunden dauerte, ist nun in deutlich kürzerer Zeit zu schaffen.

Für Pendler und Geschäftsreisende ist das ein gewaltiger Fortschritt.

Die beiden Städte rücken so spürbar näher zusammen.

Technik aus Frankreich

Für den Bau und die Züge arbeitete Marokko eng mit französischen Partnern zusammen.

Die Fahrzeuge beruhen auf der bewährten Technik des französischen TGV.

Auch beim Bau der Strecke und bei der Ausbildung flossen europäische Erfahrungen ein.

So konnte Marokko auf jahrzehntelanges Wissen zurückgreifen.

Zugleich baute das Land eigenes Fachwissen für die Zukunft auf.

FIRST CLASS COACH MOROCCAN RAILWAYS LOCO HAULED TRAIN 1135 DEPARTURE TO CASAVOYAGUERS STATION AT TANGER VILLE STATION MOROCCO APRIL 2013 (8699171153)
Foto: calflier001, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Prestigeprojekt

Der Al Boraq ist für Marokko weit mehr als nur ein schneller Zug.

Er gilt als sichtbares Zeichen für den Aufbruch und die Modernisierung des Landes.

Zur Eröffnung gab es große Feierlichkeiten und viel internationale Aufmerksamkeit.

Das Projekt sollte zeigen, wozu Marokko technisch in der Lage ist.

Entsprechend stolz wird der Zug im eigenen Land präsentiert.

Auch Kritik am Projekt

Wie bei vielen großen Vorhaben gab es auch hier kritische Stimmen.

Gegner verwiesen auf die hohen Kosten eines solchen Prestigeprojekts.

Sie fragten, ob das Geld nicht in einfachere Verkehrsmittel besser angelegt wäre.

Befürworter hielten dagegen, dass eine moderne Verbindung die ganze Region voranbringt.

Diese Debatte kennt man von Hochgeschwindigkeitsprojekten überall auf der Welt.

Vorbild für den Kontinent

Mit dem Al Boraq nimmt Marokko eine Vorreiterrolle in ganz Afrika ein.

Andere Länder beobachten genau, wie sich der Betrieb bewährt.

Der Zug könnte so zum Vorbild für weitere Projekte auf dem Kontinent werden.

Afrika zeigt damit, dass auch dort moderne Bahntechnik ihren Platz hat.

Der erste Schritt ist jedenfalls eindrucksvoll gelungen.

Mehr als nur Geschwindigkeit

Ein schneller Zug verändert nicht nur Reisezeiten, sondern auch das Leben entlang der Strecke.

Menschen können weiter entfernt arbeiten, studieren oder Verwandte besuchen.

Regionen rücken enger zusammen und profitieren voneinander.

So wirkt der Al Boraq weit über die reine Technik hinaus.

Er verändert, wie die Menschen ihr Land erleben.

Ein Zug schreibt Geschichte

Der Al Boraq hat sich seinen Platz in der Verkehrsgeschichte bereits gesichert.

Als erster Hochgeschwindigkeitszug Afrikas markiert er einen echten Meilenstein.

Er zeigt, dass schnelle Bahnen längst nicht mehr nur eine Sache weniger Länder sind.

Ein Symbol des Aufbruchs

Für Marokko ist der schnelle Zug weit mehr als ein praktisches Verkehrsmittel zwischen zwei Städten.

Er steht sichtbar für den Willen des Landes, technisch und wirtschaftlich nach vorn zu kommen.

Zur Eröffnung zeigte man stolz, dass auch ein afrikanisches Land solche Großprojekte stemmen kann.

Diese Botschaft richtete sich ebenso an die eigene Bevölkerung wie an das Ausland.

Der Al Boraq wurde damit zu einem rollenden Zeichen für Selbstbewusstsein und Fortschritt.

Was ein schneller Zug verändert

Eine Hochgeschwindigkeitsverbindung verändert nicht nur Reisezeiten, sondern das ganze Leben entlang der Strecke.

Menschen können nun weiter entfernt arbeiten, studieren oder ihre Familien besuchen, ohne umzuziehen.

Städte an der Strecke rücken enger zusammen und profitieren wirtschaftlich voneinander.

Zugleich entlastet der Zug die Straßen und bietet eine umweltfreundlichere Art zu reisen.

So wirkt der Al Boraq weit über die reine Geschwindigkeit hinaus in den Alltag hinein.

Mehr als ein Prestigeobjekt

Kritiker und Befürworter streiten bis heute, ob sich ein so teures Großprojekt für Marokko wirklich lohnt.

Unbestritten ist jedoch, dass der schnelle Zug den Alltag vieler Menschen bereits spürbar verändert hat.

Pendler, Studierende und Geschäftsreisende nutzen die kurze Reisezeit zwischen den großen Städten gern.

Zugleich sammelt das Land wertvolles eigenes Wissen über den Bau und Betrieb moderner Bahnen.

Dieses Fachwissen könnte sich für künftige Projekte als ebenso wertvoll erweisen wie die Strecke selbst.

Ein Blick über die eigenen Grenzen

Andere afrikanische Länder beobachten sehr genau, wie sich der schnelle Zug in Marokko bewährt.

Als Vorreiter könnte das Land zum Vorbild für weitere Hochgeschwindigkeitsprojekte auf dem Kontinent werden.

Schon jetzt zeigt der Al Boraq, dass moderne Bahntechnik längst nicht mehr nur wenigen Nationen vorbehalten ist.

Gelingt der Betrieb dauerhaft, dürfte das anderswo Mut für ähnliche Vorhaben machen.

So reicht die Wirkung dieses Zuges weit über Marokkos eigene Grenzen hinaus.

Merke: Ja, Marokko lässt mit dem Al Boraq seit 2018 den ersten Hochgeschwindigkeitszug Afrikas fahren – bis zu 320 km/h schnell zwischen Tanger und Casablanca.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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