Stimmt es, dass eine Standseilbahn in Fribourg mit Abwasser angetrieben wird?

Stimmt es, dass …?

„Bergfahrt frei, sobald der obere Wagen genug Ballast getankt hat.“

Stimmt es, dass eine Standseilbahn in Fribourg mit Abwasser angetrieben wird?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Die Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre in Fribourg ist die letzte Wasserballastbahn der Schweiz. Als Ballast dient tatsächlich Abwasser aus dem oberen Stadtteil.

Standseilbahnen brauchen Kraft, um einen Wagen den Hang hinaufzuziehen.

In Fribourg in der Schweiz liefert diese Kraft ausgerechnet Abwasser.

Was zunächst kurios klingt, ist ein cleveres altes Prinzip.

Funiculaire de Fribourg 2010 08 25 03
Foto: Dinamik, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1898

gebaut

von März bis Dezember

3000 Liter

Tank pro Wagen

mit Abwasser gefüllt

letzte der Schweiz

Wasserballastbahn

heute nationales Kulturgut

Die Bahn verbindet die Unterstadt Neuveville mit der Oberstadt.

Wie eine Wasserballastbahn funktioniert

Zwei Wagen hängen an einem gemeinsamen Seil.

Der obere Wagen bekommt Wasser in einen Tank gefüllt und wird dadurch schwerer.

Sein Gewicht zieht beim Hinabfahren den unteren Wagen nach oben.

Unten wird das Wasser wieder abgelassen, und das Spiel beginnt von vorn.

Funiculaire de Fribourg 2010 08 25 05
Foto: Dinamik, Public domain, via Wikimedia Commons

Der besondere Ballast in Fribourg

In Fribourg ist dieser Ballast kein frisches Quellwasser.

Stattdessen nutzt die Bahn Abwasser aus der Oberstadt.

Jeder Wagen fasst dafür rund 3000 Liter.

So verrichtet das Abwasser auf dem Weg nach unten noch eine nützliche Arbeit.

Gut zu wissen

Wasserballastbahnen brauchen keinen Motor, sondern nutzen allein das Gewicht des Wassers im oberen Wagen.

In Deutschland arbeitet die Nerobergbahn in Wiesbaden nach demselben alten Prinzip.

Eine Bahn aus dem Jahr 1898

Die Bahn wurde von März bis Dezember 1898 gebaut.

Schon damals legte man sie ausdrücklich als mit Abwasser betriebene Bahn an.

Der Bau kostete rund 140000 Schweizer Franken.

Seither verbindet sie die beiden Stadtteile zuverlässig.

Unten und oben in der Stadt

Die Bahn verbindet die tiefer gelegene Unterstadt Neuveville mit der Oberstadt.

Der Höhenunterschied zwischen beiden Teilen ist beträchtlich.

Zu Fuß wäre der Weg steil und mühsam.

Die Standseilbahn überwindet ihn in wenigen Minuten.

Umgangssprachlich heißt sie bei den Einheimischen schlicht Funi.

Die letzte ihrer Art in der Schweiz

In der Schweiz ist die Fribourger Bahn die letzte Standseilbahn mit Wasserballast.

Früher gab es solche Bahnen deutlich häufiger.

Mit der Elektrifizierung verschwanden die meisten von ihnen.

Umso besonderer ist es, dass diese eine bis heute arbeitet.

Ein Denkmal auf Schienen

Die Bahn gehört zum nationalen Kulturgut der Schweiz.

Sie zeigt eine Technik, die anderswo längst ausgestorben ist.

Für Besucher ist die Fahrt ein Stück lebendige Geschichte.

Gerade der ungewöhnliche Antrieb macht sie weltweit bekannt.

Auch in Deutschland gibt es so etwas

Nicht nur die Schweiz kennt die Wasserballastbahn.

In Deutschland fährt die Nerobergbahn in Wiesbaden nach demselben Prinzip.

Sie ist dort die letzte Bahn dieser Bauart.

Beide zusammen halten eine seltene Technik am Leben.

Das Fazit

Die Behauptung stimmt.

Die Standseilbahn in Fribourg wird tatsächlich mit Abwasser als Ballast betrieben.

Rund 3000 Liter pro Wagen liefern die nötige Kraft für die Fahrt.

Die Bahn ist die letzte Wasserballastbahn der Schweiz und ein geschütztes Kulturgut.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wird die Bahn wirklich mit Abwasser angetrieben?
Ja, als Ballast dient Abwasser aus der Oberstadt, rund 3000 Liter pro Wagen.
Wie alt ist die Bahn?
Sie wurde 1898 gebaut und verbindet seither die Unterstadt mit der Oberstadt.
Wie funktioniert der Antrieb?
Der schwerere obere Wagen zieht beim Hinabfahren den unteren Wagen nach oben, ganz ohne Motor.
Ist sie die einzige ihrer Art?
In der Schweiz ist sie die letzte Wasserballastbahn; in Deutschland fährt die Nerobergbahn in Wiesbaden nach demselben Prinzip.
Steht die Bahn unter Schutz?
Ja, sie gehört zum nationalen Kulturgut der Schweiz.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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