Stimmt es, dass …?
„Nächster Halt Netzschkau, werfen Sie beim Überqueren ruhig einen Blick nach unten in das Tal der Göltzsch.“
Stimmt es, dass die größte Ziegelbrücke der Welt in Sachsen steht?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: Die Göltzschtalbrücke im Vogtland gilt als größte Ziegelstein-Brücke der Welt. Das 78 Meter hohe Viadukt mit 98 Bögen entstand zwischen 1846 und 1851 und trägt bis heute die Bahnstrecke Leipzig-Hof.
Im sächsischen Vogtland spannt sich ein gewaltiges Viadukt über ein tiefes Flusstal.
Es besteht fast vollständig aus gebrannten Ziegeln und gilt als Wahrzeichen der ganzen Region.
Doch trägt es wirklich den Weltrekord als größte Ziegelbrücke der Erde?

Die Fakten in Zahlen
78 m
Höhe
das Viadukt überspannt das Göltzschtal
98
Bögen
der weitaus größte Teil aus Ziegelstein
1846–1851
Bauzeit
fertig am 15. Juli 1851
Auf der Baustelle wurden zeitweise täglich rund 50.000 Ziegel vermauert.
Der Mythos auf dem Prüfstand
Die Behauptung ist schnell geprüft und erweist sich als wahr.
Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis gilt als die größte Ziegelstein-Brücke der Welt.
Sie überspannt zweigleisig das Tal der Göltzsch zwischen Reichenbach im Vogtland und Netzschkau.
Damit ist der Weltrekord kein Werbespruch, sondern eine anerkannte Tatsache.

Ein Rekord aus Ziegeln
Das Viadukt ist 78 Meter hoch und besitzt insgesamt 98 Bögen.
Es gehört zu den eindrucksvollsten Ingenieurbauten der frühen deutschen Eisenbahn.
Von unten betrachtet wirkt das Bauwerk wie ein steinernes Netz aus übereinandergestellten Torbögen.
Bis heute gilt es als Wahrzeichen des gesamten Vogtlandes.
Gut zu wissen
Die Göltzschtalbrücke überspannt das Tal der Göltzsch zwischen Reichenbach im Vogtland und Netzschkau und liegt an der wichtigen Strecke von Leipzig über Hof bis Nürnberg.
Nur etwa zehn Kilometer entfernt steht die ähnliche, aber kleinere Elstertalbrücke, und beide Viadukte wurden am selben Tag, dem 15. Juli 1851, fertiggestellt.
Warum ausgerechnet Ziegel?
Der Planer sah Ziegel als Hauptbaustoff vor, weil in der Region große Lehmvorkommen lagen.
Dadurch ließen sich die Ziegel kostengünstig und schnell in der Nähe der Baustelle herstellen.
Naturstein hätte man dagegen aufwendig heranschaffen müssen.
So wurde aus der Not der Umgebung die Grundlage für einen Weltrekord.
Der Bau von 1846 bis 1851
Den Bau begann 1846 die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn-Compagnie.
Im folgenden Jahr übernahm die Sächsisch-Bayerische Staatseisenbahn den Weiterbau.
Am 15. Juli 1851 war das Bauwerk schließlich fertig.
Für die damalige Zeit war das eine technische und organisatorische Meisterleistung.
Eine besondere Mischung
Für das Mauerwerk kam ein eigens entwickelter Spezialmörtel zum Einsatz.
Er bestand aus einer Mischung von Kalk, Sand, Ziegelmehl, Schlacke und Wasser.
Entwickelt hatte ihn der Reichenbacher Apotheker Heinrich Carl eigens für dieses Bauwerk.
In der Hochphase vermauerten die Arbeiter täglich rund 50.000 Ziegel im besonderen Dresdner Format.
Teil einer großen Magistrale
Die Brücke liegt an der Bahnstrecke von Leipzig über Plauen und Hof bis nach Nürnberg.
Diese Linie heißt heute Sachsen-Franken-Magistrale.
Mit ihrer Fertigstellung schloss sich eine wichtige Lücke im frühen deutschen Eisenbahnnetz.
Das Tal der Göltzsch war dabei eines der größten Hindernisse überhaupt.
Die kleinere Schwester
Rund zehn Kilometer südwestlich steht die ähnliche, aber kleinere Elstertalbrücke.
Auch sie wurde aus Ziegeln errichtet und überspannt ein tiefes Tal.
Beide Viadukte wurden am selben Tag feierlich fertiggestellt.
Zusammen bilden sie ein berühmtes Paar der sächsischen Eisenbahngeschichte.
Wahrzeichen und Denkmal
Bis heute trägt die Göltzschtalbrücke zweigleisig den Zugverkehr.
Gleichzeitig ist sie ein beliebtes Ausflugsziel und ein geschütztes Baudenkmal.
Von Aussichtspunkten im Tal lässt sich die ganze Höhe des Bauwerks erfassen.
Fotografinnen und Fotografen schätzen besonders das Zusammenspiel aus Technik und Landschaft.
Das Fazit
Die Antwort lautet eindeutig: Ja, die größte Ziegelbrücke der Welt steht in Sachsen.
Es handelt sich um die Göltzschtalbrücke im Vogtland, 78 Meter hoch und mit 98 Bögen.
Gebaut wurde sie zwischen 1846 und 1851 aus Millionen vor Ort gebrannter Ziegel.
Der Mythos stimmt und beschreibt ein echtes Wahrzeichen der Eisenbahngeschichte.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
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Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
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So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
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Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
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So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
