Hundert Meldungen über die Bahn, und der Stoff geht nie aus

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Hundert Meldungen über die Bahn, und der Stoff geht nie aus

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Jubiläum verschoben)

Jubiläum Satire: Waschbär steht abends auf einem Bahnsteig neben einem Mülleimer, im Hintergrund Lichter

Hundert Meldungen. Ein Mülleimer. Foto: wpa (Symbolbild)

Gleis 3 (wpa) – Die Waschbär-Presseagentur hat ihre hundertste Meldung veröffentlicht. Gefeiert wurde am Gleis 3.

Die Feier begann mit 40 Minuten Verspätung. Schuld war der Veranstalter.

„Wir wollten realistisch bleiben“, sagt der Chefredakteur zwischen zwei Mülleimern. Realistisch ist die Verspätung zur eigenen Feier.

Gegründet wurde die Agentur im August 2026. Sitz ist ein Bahnsteig in Mitteldeutschland.

Die Redaktion besteht aus einem Waschbären. Er arbeitet ohne feste Zeiten.

Feste Zeiten hätte er von der Bahn nicht lernen können. Er hält sich an keinen, wie sein Gegenstand.

Berichtet wurde bisher über Sperrungen und Umbenennungen. Der Stoff ging nie aus.

Im Gegenteil. Er wuchs schneller als die Redaktion.

Für jede Meldung, die der Waschbär schrieb, lieferte die Bahn drei neue. Er kam nicht hinterher, sie schon.

Hundert Meldungen in gut einem Jahr. Erfunden wurde wenig, übertrieben kaum.

Die Wirklichkeit lieferte die Pointen, der Waschbär ordnete sie nur. Das ist die ganze Redaktionsarbeit.

Der Chefredakteur dankte der Bahn für den Stoff. Ohne sie gäbe es keine Agentur.

Ein Konzern, der eine Satireagentur ganzjährig auslastet, hat viel zu bieten. Der Waschbär bedankt sich, kalt.

Gemessen wird die Zahl der Meldungen, nicht das Ende des Stoffs. Geschrieben sind hundert, in Arbeit ist der Rest.

Für die zweihundertste Meldung gibt es schon Material. Es liegt auf jedem Bahnsteig herum.

Die Feier endete, als der Ersatzverkehr kam. Er hatte Verspätung, wie die Feier.

Ein Jahr, ein Waschbär, hundert Meldungen, ein unerschöpflicher Gegenstand. So sieht die Bilanz aus.

So arbeitet eine Presseagentur über die Bahn, indem sie kaum nachkommt. Der Stoff wächst, die Redaktion nicht.

Hundert Meldungen, Gleis 3, 40 Minuten Verspätung zur eigenen Feier. Das ist das Jubiläum.

Die Waschbär-Presseagentur feiert ihre hundertste Meldung mit 40 Minuten Verspätung am Gleis 3, und der Stoff geht nie aus. Ein Waschbär schreibt, die Bahn liefert, schneller, als eine Redaktion es je könnte.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Hundertste Meldung erschienen – die Feier begann mit 40 Minuten Verspätung +++

+++ Redaktion feiert am Gleis, ein Zug hält dort nicht mehr +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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