Ortstermin: Lübeck Hauptbahnhof

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Lübeck Hauptbahnhof. Sie betreten ein Empfangsgebäude im Jugendstil.“

Ortstermin: Lübeck Hauptbahnhof

→ Ein Empfangsgebäude wie eine Brücke über den Gleisen – 1908 im Jugendstil erbaut.

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Kurz gesagt

Der Lübecker Hauptbahnhof von 1908 ist ein Schmuckstück im Jugendstil, entworfen vom Architekten Fritz Klingholz. Sein Empfangsgebäude spannt sich wie eine Brücke über die Gleise, darunter liegt eine vierschiffige Bahnsteighalle. Zehn Gleise, das Tor zur Ostsee.

Lübeck, die alte Hansestadt, empfängt ihre Bahnreisenden standesgemäß: mit einem prächtigen Bahnhof im Jugendstil. Er ist das Tor zur Ostsee – und selbst ein kleines Kunstwerk.

Das Empfangsgebäude des Lübecker Hauptbahnhofs. Foto: Hasenstadt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eröffnet wurde der Bahnhof am 1. Mai 1908, gebaut von der Lübeck-Büchener Eisenbahn. Den Entwurf lieferte der Architekt Fritz Klingholz. Derselbe Architekt hatte kurz zuvor den prunkvollen Wiesbadener Hauptbahnhof gestaltet.

Der Lübecker Hauptbahnhof in der Ansicht. Foto: Jorge Franganillo, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fassade ist ein Fest des Jugendstils: geschwungene Formen, Türmchen und Verzierungen. Über dem Eingang wölbt sich ein mächtiges Bogenfenster. Schon von außen wird klar, dass hier kein Zweckbau steht, sondern ein Prachtstück.

Der Bahnhof aus einer weiteren Perspektive. Foto: Fred Romero, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Bau von 1908

Das Besondere ist die Bauform: Das Empfangsgebäude spannt sich wie eine Brücke quer über die Gleise. Man betritt es von der Stadtseite und steigt dann hinab zu den Bahnsteigen, die darunter liegen.

Die Front des Lübecker Hauptbahnhofs. Foto: 1970gemini, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Unter dem Gebäude erstreckt sich eine vierschiffige Bahnsteighalle. Vier große Hallendächer überspannen die Gleise und schützen die Reisenden. Das Licht fällt durch hohe Fenster – eine luftige, weite Halle.

Die Bahnsteighalle des Lübecker Hauptbahnhofs. Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Zehn Gleise nehmen den Verkehr auf. Der Bahnhof verbindet Lübeck mit Hamburg, mit der Ostseeküste und dem Umland. Als Knoten im Norden ist er für die ganze Region wichtig.

Die vierschiffige Halle mit ihren Dächern. Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Tor zur Ostsee

Lübeck ist das Tor zur Ostsee. Von hier fahren Züge nach Travemünde ans Meer und weiter in Richtung der Fährhäfen. Für viele Urlauber beginnt hier die Reise an die Küste.

Ein Detail der Bahnhofshalle in Lübeck. Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

An den Bahnsteigen halten Fern- und Regionalzüge. Über die Jahre haben hier viele Zuggenerationen gehalten – heute prägen moderne Triebwagen und Lokomotiven das Bild des Bahnhofs.

Eine Lokomotive im Lübecker Hauptbahnhof. Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Als Kopf des regionalen Netzes ist Lübeck ein wichtiger Umsteigepunkt. Wer von der Küste in die Stadt oder weiter nach Hamburg will, kommt an diesem Bahnhof kaum vorbei.

Ein Triebwagen im Lübecker Hauptbahnhof. Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

So verbindet der Lübecker Hauptbahnhof Schönheit und Funktion: ein Jugendstil-Juwel, das seit über hundert Jahren als Tor zur Ostsee dient. Wer hier ankommt, wird von einem der schönsten Bahnhöfe des Nordens empfangen.

Das Bahnhofsschild des Lübecker Hauptbahnhofs. Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Lübeck war jahrhundertelang die Königin der Hanse, ein reicher Handelsknoten an der Ostsee. Dieses Selbstbewusstsein spiegelt sich im Bahnhof: Er sollte der bedeutenden Stadt würdig sein und die Reisenden angemessen empfangen.

Die Lübeck-Büchener Eisenbahn, die den Bahnhof baute, war eine der letzten großen Privatbahnen Deutschlands. Sie leistete sich mit diesem Prachtbau ein Aushängeschild – und der Architekt Fritz Klingholz lieferte Kunst statt bloßer Technik.

Bis heute steht der Bahnhof unter Denkmalschutz. Immer wieder wurde er saniert, um sein historisches Gesicht zu bewahren. Wer genau hinsieht, entdeckt in Fassade und Halle die liebevollen Details des Jugendstils.

Zugleich ist er ein moderner Verkehrsknoten. Unter dem historischen Dach halten heutige Züge, es gibt Aufzüge, Anzeigen und Geschäfte. Alt und neu greifen ineinander, ohne dass das eine das andere verdrängt.

Für die Stadt ist der Bahnhof das Tor zur Welt. Von hier reisen die Lübecker nach Hamburg zur Arbeit, und von hier kommen die Touristen, die die berühmte Altstadt mit dem Holstentor besuchen wollen.

So verbindet der Lübecker Hauptbahnhof Geschichte, Kunst und Alltag. Er ist einer jener Bahnhöfe, bei denen das Ankommen schon zum Erlebnis wird – ein würdiges Entree für eine der schönsten Städte des Nordens.

Ein Detail begeistert Bahnfreunde besonders: die vierschiffige Bahnsteighalle. Vier parallele Hallendächer aus Stahl und Glas überspannen die Gleise. Solche großen Hallen sind selten geworden – Lübeck hat seine bewahrt.

Bei Sonne fällt das Licht in breiten Bahnen durch die Glasflächen auf die Bahnsteige. Dann zeigt sich, warum man solche Hallen einst „Kathedralen des Verkehrs“ nannte – weit, hell und feierlich.

Zum Einordnen

Eröffnet am 1. Mai 1908 im Jugendstil, entworfen von Fritz Klingholz.

Das Empfangsgebäude spannt sich wie eine Brücke über die Gleise; darunter eine vierschiffige Bahnsteighalle.

Zehn Gleise; wichtiger Knoten im Norden und Tor zur Ostsee.

Häufige Fragen

Wer hat den Lübecker Hauptbahnhof gebaut?
Der Architekt Fritz Klingholz entwarf das Empfangsgebäude im Jugendstil, eröffnet wurde es 1908.
Was ist das Besondere an der Bauform?
Das Empfangsgebäude spannt sich wie eine Brücke über die Gleise; darunter liegt eine vierschiffige Bahnsteighalle.
Wie viele Gleise gibt es?
Zehn Gleise. Der Bahnhof ist ein wichtiger Knoten im Norden.
Warum gilt er als Tor zur Ostsee?
Von Lübeck fahren Züge nach Travemünde ans Meer und in Richtung der Fährhäfen.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Magdeburg Hauptbahnhof – ein Inselbahnhof

→ Ortstermin: Kiel Hauptbahnhof – noch ein Tor zur Ostsee

→ Welcher ist der schönste Bahnhof? – zum Vergleich

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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