Ortstermin
„Gleis 1, Richtung Genfersee: Willkommen in Lausanne, wo die einzige U-Bahn der Schweiz unter dem Bahnhof hält.“
Ortstermin: Lausanne
→ Ein Ortstermin in der Westschweiz.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Lausanne ist der zentrale Knoten der Waadtländer Hauptstadt am Genfersee und wurde am 5. Mai 1856 eröffnet. Heute fahren rund 700 Züge am Tag durch die Station, die bis etwa 2036 umfassend saniert wird.
Lausanne steht an einem steilen Hang über dem Genfersee.
Die Stadt ist die viertgrößte der Schweiz und der Hauptort des Kantons Waadt.
Mitten in der Stadt liegt der Bahnhof, über den täglich rund 700 Züge rollen.
Von hier aus lässt sich eine Stadt erkunden, die sich olympische Hauptstadt nennen darf.

Ein Knoten am Genfersee
Der Bahnhof Lausanne ist der wichtigste Schienenknoten der Westschweiz.
Er gehört den Schweizerischen Bundesbahnen und wird vor allem von deren Zügen bedient.
Dazu kommen die Hochgeschwindigkeitszüge von Lyria aus Frankreich.
Lyria ist das gemeinsame Angebot der Schweizer und der französischen Bahn.
Über die Gleise fahren nach Angaben der Bahn rund 700 Züge pro Tag.
Die Strecken führen nach Genf, nach Bern, nach Biel und Olten sowie nach Brig.
Der Bahnhof liegt dabei zwischen dem höher gelegenen Zentrum und dem Seeufer.
Damit ist er das Tor zwischen dem Genferseebogen und dem übrigen Land.

Der erste Bahnhof von 1856
Eröffnet wurde die Station am 5. Mai 1856.
Gebaut hatte sie die Compagnie de l’Ouest Suisse.
Diese Gesellschaft war eine der frühen Bahnpioniere der Westschweiz.
Die erste Strecke kam aus Yverdon über Renens heran.
Ein schlichtes erstes Empfangsgebäude nahm die Reisenden auf.
Lausanne lag damit früh am neuen Netz der Westschweiz.
Von diesem bescheidenen Anfang an wuchs der Knoten rasch.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Lausanne wurde am 5. Mai 1856 eröffnet und gehört heute den Schweizerischen Bundesbahnen; über seine Gleise fahren nach Angaben der Bahn rund 700 Züge am Tag.
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1916, und bis etwa 2036 wird der Bahnhof für geplante rund 1,7 Milliarden Franken umgebaut.
Unter dem Bahnhof hält die 2008 eröffnete Métro m2, nach Angaben der Betreiber die erste und bisher einzige U-Bahn der Schweiz.
Lausanne ist mit rund 146.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt der Schweiz und der Hauptort des Kantons Waadt.
Wie der Knoten wuchs
Schon 1858 folgte die Verbindung nach Genf.
1861 kam die Strecke nach Villeneuve am oberen See hinzu.
1862 band eine Linie die Stadt Fribourg an das Netz an.
Bereits 1863 mussten die Anlagen erweitert werden.
Als 1906 der Simplontunnel bevorstand, war ein größerer Umbau nötig.
Mit dem Tunnel rückte auch Italien näher an Lausanne heran.
Lausanne wurde zum unverzichtbaren Scharnier im Westen des Landes.

Das Empfangsgebäude von 1916
Zuerst wurden von 1908 an die Gleisanlagen völlig neu geordnet.
Dann schrieb die Bahn einen Wettbewerb für die Fassaden aus.
So entstand ein repräsentativer Bau im Stil seiner Zeit.
Im Januar 1911 begannen die Arbeiten am neuen Gebäude.
Für den Verkehr diente in dieser Zeit ein Provisorium.
Das alte Haus konnte so abgebrochen werden.
Im April 1916 war das heutige Empfangsgebäude fertig.

Die große Sanierung bis 2036
Der Bahnhof platzt heute aus allen Nähten.
Deshalb wird er in einem großen Programm umgebaut.
Die Bahn rechnet nach eigenen Angaben mit rund 1,7 Milliarden Franken.
Die Arbeiten sollen bis etwa 2036 dauern.
Breitere Bahnsteige und neue Unterführungen sind geplant.
Der Betrieb läuft für die Reisenden während der Bauzeit weiter.
So soll der Knoten für die wachsenden Fahrgastzahlen gerüstet werden.

Die einzige U-Bahn der Schweiz
Unter dem Bahnhof hält eine Besonderheit, die Métro m2.
Sie ist nach Angaben der Betreiber die erste und bislang einzige U-Bahn der Schweiz.
Die Linie fährt vollautomatisch und ohne Fahrer.
Eröffnet wurde sie im September 2008.
Sie entstand aus dem Umbau der alten Zahnradbahn nach Ouchy.
Vom Seeufer bis zu den Höhen überwindet sie einen großen Höhenunterschied.
Heute verbindet sie den See bei Ouchy mit den Höhen von Epalinges.

Hinauf zur Kathedrale
Vom Bahnhof geht es steil bergauf in die Altstadt.
Über den Dächern thront die Kathedrale Notre-Dame.
Sie wurde zwischen 1170 und 1230 erbaut.
Sie gilt als die bedeutendste gotische Kathedrale der Schweiz.
In den 1870er Jahren leitete Eugène Viollet-le-Duc eine Restaurierung.
Von der Terrasse neben der Kirche fällt der Blick weit über die Dächer.
Rund um die Kathedrale hat sich das mittelalterliche Quartier de la Cité erhalten.

Die olympische Hauptstadt am See
Lausanne trägt seit 1994 offiziell den Titel olympische Hauptstadt.
Schon im Ersten Weltkrieg zog das Internationale Olympische Komitee hierher.
Pierre de Coubertin verlegte seinen Sitz von Paris an den Genfersee.
Rund um den See haben sich viele internationale Sportverbände angesiedelt.
Unten am Wasser in Ouchy steht das Olympische Museum.
Es erzählt die Geschichte der neuzeitlichen Spiele.
Der Blick reicht von dort über den See bis zu den Bergen am französischen Ufer.

Ankommen in Lausanne
Ankommen in Lausanne heißt, zwischen See und Hügeln anzukommen.
Wer aus dem Bahnhof tritt, hat die Wahl in zwei Richtungen.
Nach oben führt der Weg zur Altstadt und zur Kathedrale.
Nach unten bringt die m2 in wenigen Minuten ans Seeufer.
Beide Male ist der Bahnhof der ruhige Dreh- und Angelpunkt.
So verbindet er die olympische Hauptstadt mit dem ganzen Land.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Lausanne eröffnet?
Wie viele Züge fahren täglich durch Lausanne?
Stimmt es, dass Lausanne eine U-Bahn hat?
Warum wird der Bahnhof umgebaut?
Was kann man vom Bahnhof aus entdecken?
Weiterfahrt
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