Die Lößnitzgrundbahn, der Dackel zwischen Weinbergen und Schloss Moritzburg

Ortstermin

„Der kleine Zug zuckelt durch den Grund, und hinter dem Wald taucht ein Schloss im Wasser auf.“

Die Lößnitzgrundbahn, der Dackel zwischen Weinbergen und Schloss Moritzburg

→ Ein Ortstermin vor den Toren Dresdens.

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Kurz gesagt

Die Lößnitzgrundbahn ist eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite. Sie verbindet Radebeul Ost über Moritzburg mit Radeburg, und im Volksmund heißt sie liebevoll Lößnitzdackel.

Gleich neben Dresden beginnt in Radebeul eine kleine Bahn auf schmaler Spur.

Sie fährt durch einen stillen Grund, vorbei an Teichen und Wäldern.

Und sie führt zu einem der schönsten Schlösser Sachsens.

Radebeul Loessnitzdackel
Foto: X-Weinzar, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Dackel

Offiziell heißt die Strecke Schmalspurbahn Radebeul Ost–Radeburg.

Den Namen Lößnitzgrundbahn trägt sie offiziell erst seit 1998.

Im Volksmund heißt sie dagegen meist Lößnitzdackel oder einfach Dackel.

Früher sprach man auch vom Grundwurm.

Lößnitzgrundbahn 4
Foto: Michael Gäbler, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Durch den Lößnitzgrund

Von Radebeul Ost fährt der Zug zuerst durch die Stadt.

Dann taucht er in den Lößnitzgrund ein, ein bewaldetes Tal.

Ein kleiner Bach begleitet die Gleise ein gutes Stück.

Die Stadt wirkt plötzlich weit weg, obwohl sie nur wenige Minuten entfernt ist.

Radebeul Weißes Ross Lößnitzgrundbahn (1)
Foto: Jbergner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Lößnitzgrundbahn ist eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite von Radebeul Ost über Moritzburg nach Radeburg. Den Namen trägt sie offiziell seit 1998, im Volksmund heißt sie Lößnitzdackel.

Bekannt ist sie für den Traditionsverkehr mit historischen Fahrzeugen, den es seit 1974 gibt. Die gesamte Strecke samt Gleisen und Fernmeldeleitung ist ein Kulturdenkmal.

Weinberge in Radebeul

Radebeul ist für seine Weinberge bekannt.

An den Hängen über der Elbe wächst sächsischer Wein.

Das sächsische Weinland gehört zu den nördlichsten Weinbaugebieten Europas.

Wer mit dem Zug anreist, kann den Ausflug mit einem Glas Wein verbinden.

Radebeul Weißes Ross Lößnitzgrundbahn (2)
Foto: Jbergner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Schloss im Teich

Die bekannteste Station der Strecke ist Moritzburg.

Dort steht ein prächtiges Jagdschloss mitten in einem großen Teich.

Es wirkt, als würde es auf dem Wasser schwimmen.

Vielen ist das Schloss aus einem berühmten Märchenfilm bekannt.

Lößnitzgrundbahn 2017 02
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Teiche und Wälder

Rund um Moritzburg liegt eine Landschaft voller Teiche.

Die Bahn fährt an einigen von ihnen vorbei.

Bei ruhigem Wetter spiegeln sich Bäume und Himmel im Wasser.

Viele Fotografen warten hier auf den dampfenden Zug.

Lößnitzgrundbahn 2017 13
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Traditionszüge seit 1974

Die Bahn ist weit über Sachsen hinaus bekannt.

Das liegt vor allem am Traditionsverkehr, den es seit 1974 gibt.

Dabei fahren historische Lokomotiven und Wagen aus der Frühzeit der sächsischen Schmalspurbahnen.

Wer mitfährt, reist wie vor mehr als hundert Jahren.

Lößnitzgrundbahn 2017 16
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Denkmal auf ganzer Länge

Die ganze Strecke steht als Kulturdenkmal unter Schutz.

Dazu gehören nicht nur Bahnhöfe, sondern auch Gleise und sogar eine alte Fernmeldeleitung.

In Radebeul, Moritzburg und Radeburg gibt es viele einzelne Denkmale entlang der Bahn.

So bleibt ein Stück sächsischer Technikgeschichte erhalten.

Lößnitzgrundbahn A13 Richtung Berlin
Foto: Herbert Kaufmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Radeburg

Am Ende der Strecke liegt die kleine Stadt Radeburg.

Hier endet die gemütliche Fahrt durch Grund, Wald und Teichland.

Wer mag, fährt mit dem nächsten Zug zurück oder wandert ein Stück.

So bietet die kleine Bahn einen ganzen Ausflugstag vor den Toren Dresdens.

DR Reichenberg (Moritzburg) Schefflermühle
Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Lößnitzgrundbahn 2023 spring by MOs810 (22)
Foto: MOs810, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wo fährt die Lößnitzgrundbahn?
Von Radebeul Ost bei Dresden über Moritzburg nach Radeburg.
Warum heißt sie Dackel?
Lößnitzdackel oder Dackel ist ihr liebevoller Spitzname im Volksmund.
Was ist der Traditionsverkehr?
Seit 1974 fahren historische Lokomotiven und Wagen aus der Frühzeit der sächsischen Schmalspurbahnen.
Lohnt sich ein Halt in Moritzburg?
Ja. Dort steht ein prächtiges Jagdschloss mitten in einem großen Teich.
Ist die Bahn denkmalgeschützt?
Ja. Die gesamte Strecke ist als Sachgesamtheit ein Kulturdenkmal.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Dresden Hauptbahnhof – wo die Fahrt beginnt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Freital bei Dresden – die nahe Landeshauptstadt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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