Die Fichtelbergbahn, mit Dampf in die höchste Stadt Deutschlands

Ortstermin

„Die kleine Dampflok schnauft bergauf, und oben wartet der höchste Berg Sachsens.“

Die Fichtelbergbahn, mit Dampf in die höchste Stadt Deutschlands

→ Ein Ortstermin im oberen Erzgebirge.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Die Fichtelbergbahn ist eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite. Sie führt von Cranzahl über Neudorf nach Oberwiesenthal am Fuß des Fichtelbergs.

Im oberen Erzgebirge, nahe der Grenze zu Tschechien, fährt eine kleine Bahn hinauf in die Berge.

Ihr Ziel ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands.

Und oft zieht sie eine Dampflok, die man weithin hört.

Fichtelbergbahn 2010 (1)
Foto: Harke, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von Cranzahl in die Höhe

Die Fichtelbergbahn beginnt in Cranzahl.

Dort zweigt sie von einer normalspurigen Bahnstrecke nach Annaberg-Buchholz ab.

Über Neudorf klettert sie dann hinauf nach Oberwiesenthal.

Auf der kurzen Strecke überwindet sie einen beachtlichen Höhenunterschied.

Fichtelbergbahn in Neudorf
Foto: Wikijunkie, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Schmal, aber zäh

Die Gleise liegen nur 750 Millimeter auseinander.

Diese schmale Spur war typisch für viele Bahnen in Sachsen.

Sie erlaubte enge Kurven und machte den Bau im Gebirge günstiger.

Die Fichtelbergbahn gehört zu den bekanntesten dieser Bahnen.

Fichtelbergbahn 99 1741 0
Foto: Katpatuka, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Fichtelbergbahn ist eine sächsische Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite. Sie zweigt in Cranzahl von der normalspurigen Strecke nach Annaberg-Buchholz ab und führt über Neudorf nach Oberwiesenthal.

Den Namen Fichtelbergbahn trägt sie seit 1996. Oberwiesenthal ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands, über ihr erhebt sich der Fichtelberg als höchster Berg Sachsens.

Ein Name für die Werbung

Offiziell heißt die Strecke Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal.

Den Namen Fichtelbergbahn bekam sie erst im Jahr 1996.

Er sollte zeigen, wohin die Reise geht.

Heute kennt kaum jemand die Bahn noch unter ihrem langen amtlichen Namen.

Fichtelbergbahn auf Tour am 12. April 2016 (1)
Foto: Fiver, der Hellseher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Über den Hüttenbach

Kurz vor dem Ziel überquert die Bahn ein eindrucksvolles Viadukt aus Stahl.

Es spannt sich in Oberwiesenthal über das Tal des Hüttenbachs.

Fotografen warten hier gern auf den dampfenden Zug.

Der Anblick gehört zu den bekanntesten Motiven im Erzgebirge.

Fichtelbergbahn auf Tour am 12. April 2016 (2)
Foto: Fiver, der Hellseher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die höchste Stadt Deutschlands

Oberwiesenthal liegt auf über 900 Metern Höhe.

Damit ist der Kurort die höchstgelegene Stadt Deutschlands.

Im Winter liegt hier oft viel Schnee, und Skifahrer kommen in Scharen.

Im Sommer wandern Gäste über die blühenden Bergwiesen.

Fichtelbergbahn auf Tour am 12. April 2016 (3)
Foto: Fiver, der Hellseher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Fichtelberg

Über der Stadt erhebt sich der Fichtelberg.

Mit gut 1200 Metern ist er der höchste Berg Sachsens.

Eine alte Schwebebahn bringt Gäste bequem auf den Gipfel.

Von oben reicht der Blick weit über das Erzgebirge bis nach Böhmen.

Neudorf (Sehmatal), Eisenbahnüberführung am km 2,783 der Fichtelbergbahn
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Dampf auch im Winter

Auf der Fichtelbergbahn fahren an vielen Tagen Dampflokomotiven.

Der Dampfbetrieb gehört hier zum gewohnten Bild und nicht nur zu besonderen Festtagen.

Die Züge fahren auch im Winter, wenn Schnee die Berge bedeckt.

Gerade dann bietet die Fahrt einen besonders stimmungsvollen Anblick.

.Fichtelbergbahn. 013
Foto: Bybbisch94, Christian Gebhardt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in den Bergen

Wer in Oberwiesenthal aussteigt, ist mitten im Erzgebirge angekommen.

Berge, Wälder und kleine Orte prägen die Gegend.

Die Fahrt mit der Schmalspurbahn ist dabei schon ein Teil des Erlebnisses.

So wird der Weg selbst zum Ziel.

Fichtelbergbahn 2021 (4)
Foto: MOs810, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Fichtelbergbahn 2021 (3)
Foto: MOs810, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Wo fährt die Fichtelbergbahn?
Von Cranzahl über Neudorf nach Oberwiesenthal im oberen Erzgebirge.
Wie breit ist die Spur?
Die Gleise liegen 750 Millimeter auseinander, wie bei vielen sächsischen Schmalspurbahnen.
Seit wann heißt die Bahn Fichtelbergbahn?
Seit 1996. Offiziell heißt sie Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal.
Was ist das Besondere an Oberwiesenthal?
Es ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands und liegt am Fuß des Fichtelbergs.
Fahren dort Dampfloks?
Ja, an vielen Tagen werden die Züge von Dampflokomotiven gezogen.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Annaberg-Buchholz – die nächste größere Stadt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Zittau, wo die Dampfbahn in die Berge fährt – eine weitere Dampfbahn in die Berge

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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