Ortstermin
„Die Dampflok pfeift, der Zug biegt ins Tal, und neben den Gleisen plätschert die Selke durch den Wald.“
Die Selketalbahn, das älteste Stück der Harzer Schmalspur
→ Ein Ortstermin im Unterharz.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Die Selketalbahn ist der älteste Teil der Harzer Schmalspurbahnen. Die Meterspurbahn führt von Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad bis Hasselfelde und Eisfelder Talmühle.
Im Unterharz, zwischen Quedlinburg und den Wäldern um Hasselfelde, fährt eine kleine Bahn auf schmaler Spur.
Sie folgt über viele Kilometer einem munteren Fluss.
Und sie ist älter als die berühmte Bahn auf den Brocken.

Eine Bahn auf Meterspur
Die Selketalbahn fährt auf Gleisen mit einem Meter Spurweite.
Das ist deutlich schmaler als bei der normalen Eisenbahn.
So konnten die Erbauer engere Kurven legen und dem Tal besser folgen.
Heute gehört die Strecke zum Netz der Harzer Schmalspurbahnen.

Gebaut vor mehr als 130 Jahren
Die ersten Abschnitte gingen Ende der 1880er Jahre in Betrieb.
Eine eigene Eisenbahngesellschaft aus Gernrode und Harzgerode trieb den Bau voran.
Bis Anfang der 1890er Jahre wuchs die Strecke Stück für Stück weiter in den Harz hinein.
Damit ist sie der älteste Teil des heutigen Harzer Schmalspurnetzes.

Gut zu wissen
Die Selketalbahn verbindet Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad mit Hasselfelde und Eisfelder Talmühle. Die Meterspurbahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Abschnitten eröffnet und ist der älteste Teil der Harzer Schmalspurbahnen.
1946 wurde die Strecke großteils demontiert und bald darauf wieder aufgebaut. Die kurze Stichstrecke von Alexisbad nach Harzgerode ist seit dem Frühjahr 2025 betrieblich gesperrt.
Abgebaut und wieder aufgebaut
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Bahn einen tiefen Einschnitt.
Im Jahr 1946 ließ die sowjetische Besatzungsmacht große Teile der Strecke abbauen.
Kurz darauf wurde sie fast vollständig wieder aufgebaut.
Ab 1949 gehörte sie dann zur Deutschen Reichsbahn.

Immer an der Selke entlang
Ihren Namen verdankt die Bahn dem Fluss Selke.
Zwischen Mägdesprung und Albrechtshaus folgen die Gleise eng dem Wasser.
Der Zug fährt hier durch dichten Wald und an steilen Hängen vorbei.
Dieser Abschnitt gilt als einer der schönsten der ganzen Strecke.

Alexisbad, der Knoten im Tal
In Alexisbad teilt sich die Strecke.
Von hier zweigt eine kurze Stichstrecke nach Harzgerode ab.
Dieser kurze Abschnitt ist allerdings seit dem Frühjahr 2025 gesperrt.
Die Hauptstrecke führt weiter hinauf in Richtung Hasselfelde.

Von der Welterbestadt in den Wald
Heute beginnt die Selketalbahn in Quedlinburg.
Die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern gehört zum Welterbe der UNESCO.
Von dort geht es über Gernrode hinauf in den Harz.
Am anderen Ende erreicht die Bahn Eisfelder Talmühle, wo sie auf die Harzquerbahn trifft.

Dampf im Unterharz
Auf der Selketalbahn fahren oft Dampflokomotiven.
Ihre Pfiffe hallen weit durch die stillen Täler.
Viele Fahrgäste stehen gern am offenen Fenster und genießen den Geruch von Kohle und Wald.
So wird die Fahrt zu einer kleinen Zeitreise.

Ankommen im stillen Harz
Wer mit der Selketalbahn fährt, erlebt den Harz von seiner ruhigen Seite.
Hier gibt es weniger Trubel als am Brocken, aber viel Natur.
Kleine Bahnhöfe laden zum Aussteigen und Wandern ein.
Und am Ende des Tages bringt der Zug einen gemütlich zurück.


Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Häufige Fragen
Wo fährt die Selketalbahn?
Wie breit ist die Spur?
Warum heißt sie Selketalbahn?
Fährt der Zug noch nach Harzgerode?
Wem gehört die Bahn?
Weiterfahrt
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