Die Selketalbahn, das älteste Stück der Harzer Schmalspur

Ortstermin

„Die Dampflok pfeift, der Zug biegt ins Tal, und neben den Gleisen plätschert die Selke durch den Wald.“

Die Selketalbahn, das älteste Stück der Harzer Schmalspur

→ Ein Ortstermin im Unterharz.

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Kurz gesagt

Die Selketalbahn ist der älteste Teil der Harzer Schmalspurbahnen. Die Meterspurbahn führt von Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad bis Hasselfelde und Eisfelder Talmühle.

Im Unterharz, zwischen Quedlinburg und den Wäldern um Hasselfelde, fährt eine kleine Bahn auf schmaler Spur.

Sie folgt über viele Kilometer einem munteren Fluss.

Und sie ist älter als die berühmte Bahn auf den Brocken.

Station Gernrode (1)
Foto: Frans Bosch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Bahn auf Meterspur

Die Selketalbahn fährt auf Gleisen mit einem Meter Spurweite.

Das ist deutlich schmaler als bei der normalen Eisenbahn.

So konnten die Erbauer engere Kurven legen und dem Tal besser folgen.

Heute gehört die Strecke zum Netz der Harzer Schmalspurbahnen.

The Selketalbahn at Gernrode May 1990
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gebaut vor mehr als 130 Jahren

Die ersten Abschnitte gingen Ende der 1880er Jahre in Betrieb.

Eine eigene Eisenbahngesellschaft aus Gernrode und Harzgerode trieb den Bau voran.

Bis Anfang der 1890er Jahre wuchs die Strecke Stück für Stück weiter in den Harz hinein.

Damit ist sie der älteste Teil des heutigen Harzer Schmalspurnetzes.

The Selketalbahn bei Alexisbad. May 1990
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Selketalbahn verbindet Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad mit Hasselfelde und Eisfelder Talmühle. Die Meterspurbahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Abschnitten eröffnet und ist der älteste Teil der Harzer Schmalspurbahnen.

1946 wurde die Strecke großteils demontiert und bald darauf wieder aufgebaut. Die kurze Stichstrecke von Alexisbad nach Harzgerode ist seit dem Frühjahr 2025 betrieblich gesperrt.

Abgebaut und wieder aufgebaut

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Bahn einen tiefen Einschnitt.

Im Jahr 1946 ließ die sowjetische Besatzungsmacht große Teile der Strecke abbauen.

Kurz darauf wurde sie fast vollständig wieder aufgebaut.

Ab 1949 gehörte sie dann zur Deutschen Reichsbahn.

Ausfahrt Alexisbad, Harz. Die Selketalbahn, Lok 99 7237 3. UP15 Film
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Immer an der Selke entlang

Ihren Namen verdankt die Bahn dem Fluss Selke.

Zwischen Mägdesprung und Albrechtshaus folgen die Gleise eng dem Wasser.

Der Zug fährt hier durch dichten Wald und an steilen Hängen vorbei.

Dieser Abschnitt gilt als einer der schönsten der ganzen Strecke.

Selketalbahn near Mägdesprung, DDR, May 1990
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Alexisbad, der Knoten im Tal

In Alexisbad teilt sich die Strecke.

Von hier zweigt eine kurze Stichstrecke nach Harzgerode ab.

Dieser kurze Abschnitt ist allerdings seit dem Frühjahr 2025 gesperrt.

Die Hauptstrecke führt weiter hinauf in Richtung Hasselfelde.

Mägdesprung, DDR May 1990 on ORWO UP15
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Von der Welterbestadt in den Wald

Heute beginnt die Selketalbahn in Quedlinburg.

Die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern gehört zum Welterbe der UNESCO.

Von dort geht es über Gernrode hinauf in den Harz.

Am anderen Ende erreicht die Bahn Eisfelder Talmühle, wo sie auf die Harzquerbahn trifft.

99 7237 3 .Die Selketalbahn DDR. ORWO UP15 ,May 1990 (1)
Foto: Felix O, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Dampf im Unterharz

Auf der Selketalbahn fahren oft Dampflokomotiven.

Ihre Pfiffe hallen weit durch die stillen Täler.

Viele Fahrgäste stehen gern am offenen Fenster und genießen den Geruch von Kohle und Wald.

So wird die Fahrt zu einer kleinen Zeitreise.

99 6102 Gernrode 30.07.06 w
Foto: Wassen, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen im stillen Harz

Wer mit der Selketalbahn fährt, erlebt den Harz von seiner ruhigen Seite.

Hier gibt es weniger Trubel als am Brocken, aber viel Natur.

Kleine Bahnhöfe laden zum Aussteigen und Wandern ein.

Und am Ende des Tages bringt der Zug einen gemütlich zurück.

Gernrode mit 99 6102 30.07.06 w
Foto: Carsten Krüger Wassen, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Hasselfelde mit 187 017 02.08.06 w
Foto: Carsten Krüger Wassen, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Häufige Fragen

Wo fährt die Selketalbahn?
Im Unterharz, von Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad nach Hasselfelde und Eisfelder Talmühle.
Wie breit ist die Spur?
Die Bahn fährt auf Meterspur, also mit einem Meter Abstand zwischen den Schienen.
Warum heißt sie Selketalbahn?
Weil sie zwischen Mägdesprung und Albrechtshaus eng dem Fluss Selke folgt.
Fährt der Zug noch nach Harzgerode?
Die kurze Stichstrecke nach Harzgerode ist seit dem Frühjahr 2025 gesperrt.
Wem gehört die Bahn?
Seit 1993 gehört sie zu den Harzer Schmalspurbahnen.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Quedlinburg – wo die Strecke heute beginnt

→ Ortstermin: Harzer Schmalspurbahnen – das ganze Netz im Überblick

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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