Ortstermin
„Links ziehen die Rebterrassen vorbei, rechts liegt die weite Rheinebene, und unter den Gleisen schläft ein erloschener Vulkan.“
Die Kaiserstuhlbahn, einmal rund um den alten Vulkan
→ Ein Ortstermin auf einer Strecke rund um ein Gebirge.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Die Kaiserstuhlbahn umfährt den Kaiserstuhl im Osten, Norden und Westen. Seit 2019 fährt sie elektrisch und gehört zur Breisgau-S-Bahn rund um Freiburg.
Nordwestlich von Freiburg steigt mitten aus der flachen Rheinebene ein kleines Gebirge auf.
Es ist der Kaiserstuhl, entstanden aus Vulkanen, die vor Millionen von Jahren erloschen sind.
Eine Nebenbahn führt auf drei Seiten um ihn herum.

Zwei Strecken, ein Bogen
Die Kaiserstuhlbahn besteht aus zwei Strecken, die sich in Endingen treffen.
Die eine kommt von Gottenheim über Riegel Ort, die andere von Riegel-Malterdingen an der Rheintalbahn.
Von Endingen aus führen die Gleise weiter nach Westen bis Breisach am Rhein.
Zusammen umfahren sie den Kaiserstuhl im Osten, Norden und Westen.

Endingen, das Herz der Bahn
Der wichtigste Bahnhof der Strecke liegt in Endingen.
Dort sitzen die Verwaltung, die Werkstatt und die Hallen für die Fahrzeuge.
Die kleine Stadt hat einen hübschen Marktplatz mit alten Bürgerhäusern.
Viele Fahrten rund um den Kaiserstuhl beginnen oder enden hier.

Gut zu wissen
Die Kaiserstuhlbahn besteht aus den Strecken Gottenheim–Riegel Ort–Endingen und Riegel-Malterdingen–Endingen–Breisach. In Riegel-Malterdingen gibt es Anschluss an die Rheintalbahn, in Gottenheim und Breisach an die Bahn nach Freiburg.
Zwischen 2017 und 2019 wurden beide Strecken elektrifiziert und in die Breisgau-S-Bahn eingebunden. Betriebsmittelpunkt ist der Bahnhof Endingen, an manchen Tagen fährt zusätzlich die Museumsbahn Rebenbummler.
Unter Strom seit 2019
Lange fuhren auf der Kaiserstuhlbahn Züge mit Dieselantrieb.
Zwischen 2017 und 2019 wurden beide Strecken vollständig elektrifiziert.
Seitdem gehört die Bahn zum Netz der Breisgau-S-Bahn rund um Freiburg.
Moderne Elektrotriebwagen fahren nun im Stundentakt um das Gebirge.

Ein Gebirge aus Feuer
Der Kaiserstuhl ist vulkanischen Ursprungs.
Vor vielen Millionen Jahren brodelte hier Lava aus der Erde.
Später wehte der Wind dicke Schichten aus feinem Lössstaub über das Gestein.
Auf diesem Boden wachsen heute Weine, die weit über die Region hinaus bekannt sind.

Terrassen voller Reben
Die Hänge des Kaiserstuhls sind mit Weinbergen überzogen.
Viele davon liegen auf breiten Terrassen, die Menschen in den Löss gebaut haben.
Aus dem Zugfenster sieht die Landschaft aus wie eine riesige Treppe.
Besonders im Herbst leuchten die Reben in warmen Farben.

Eine der wärmsten Ecken Deutschlands
Der Kaiserstuhl gilt als eine der wärmsten Gegenden Deutschlands.
Deshalb leben hier Tiere und Pflanzen, die man sonst eher weiter im Süden findet.
Dazu gehören bunte Bienenfresser und seltene Orchideen.
Naturfreunde steigen deshalb gern an den kleinen Stationen aus.

Der Rebenbummler
Auf der Kaiserstuhlbahn fährt an manchen Tagen auch eine Museumsbahn.
Sie trägt den schönen Namen Rebenbummler.
Mit historischen Fahrzeugen bummelt sie gemächlich durch die Weinberge.
So erlebt man die Strecke in einem Tempo wie vor vielen Jahrzehnten.

Ankunft in Breisach
Im Westen endet die Kaiserstuhlbahn in Breisach am Rhein.
Über der Stadt thront ein mächtiges Münster auf einem Hügel.
Gleich dahinter beginnt Frankreich, nur der Rhein liegt dazwischen.
In Breisach trifft die Strecke auf die Bahn, die am Südrand des Kaiserstuhls nach Freiburg führt.


Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Was ist die Kaiserstuhlbahn?
Wo kann ich umsteigen?
Fährt die Kaiserstuhlbahn elektrisch?
Was ist der Rebenbummler?
Warum ist der Kaiserstuhl so besonders?
Weiterfahrt
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