Ortstermin
„Im Rabenauer Grund rauscht die Weißeritz neben den Gleisen, und man ahnt kaum, welche Kraft dieser Fluss haben kann.“
Die Weißeritztalbahn, die Dienstälteste, die das Hochwasser überstand
→ Ein Ortstermin im Osterzgebirge.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Die Weißeritztalbahn gilt als dienstälteste öffentlich betriebene Schmalspurbahn Deutschlands. Das Hochwasser von 2002 zerstörte sie schwer, seit 2017 fährt sie wieder bis Kurort Kipsdorf.
Am Rand von Dresden beginnt eine Bahn mit einer bewegten Geschichte.
Sie folgt dem Tal der Roten Weißeritz hinauf ins Osterzgebirge.
Und sie hat eine der schlimmsten Fluten der letzten Jahrzehnte überstanden.

Von Freital hinauf
Die Weißeritztalbahn beginnt im Bahnhof Freital-Hainsberg.
Dort zweigt sie von der großen Strecke zwischen Dresden und Werdau ab.
Über Dippoldiswalde und Schmiedeberg führt sie nach Kipsdorf.
Die Gleise liegen dabei nur 750 Millimeter auseinander.

Die Dienstälteste
Die Strecke gilt als dienstälteste öffentlich betriebene Schmalspurbahn Deutschlands.
Ihre ersten Züge fuhren schon zu Beginn der 1880er Jahre.
Seitdem hat sie viele Epochen der Eisenbahn erlebt.
Kaum eine andere kleine Bahn blickt auf eine so lange Geschichte zurück.

Gut zu wissen
Die Weißeritztalbahn führt als Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite von Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde und Schmiedeberg nach Kurort Kipsdorf. Sie gilt als dienstälteste öffentlich betriebene Schmalspurbahn Deutschlands.
Beim Hochwasser im August 2002 wurde die Strecke schwer beschädigt. Seit Dezember 2008 fahren die Züge wieder bis Dippoldiswalde, seit Juni 2017 wieder bis Kurort Kipsdorf.
Durch den Rabenauer Grund
Kurz hinter Freital fährt die Bahn in den Rabenauer Grund.
Das enge Tal ist von steilen Felsen und dichtem Wald gesäumt.
Die Gleise folgen fast jeder Biegung des Flusses.
Für viele Fahrgäste ist das der schönste Teil der Strecke.

Die Flut von 2002
Im August 2002 traf ein gewaltiges Hochwasser die Region.
Die sonst so friedliche Weißeritz wurde zu einem reißenden Strom.
Sie spülte Dämme weg, beschädigte Brücken und riss Gleise mit sich.
Der Bahnverkehr musste vollständig eingestellt werden.

Ein langer Wiederaufbau
Der Wiederaufbau zog sich über viele Jahre hin.
Im Dezember 2008 fuhren die Züge wieder bis Dippoldiswalde.
Erst im Juni 2017 wurde auch der Abschnitt bis Kurort Kipsdorf wieder in Betrieb genommen.
Für die Menschen in der Region war das ein Freudentag.

Am Stausee vorbei
Auf dem Weg nach Dippoldiswalde fährt die Bahn an der Talsperre Malter vorbei.
Der Stausee liegt still zwischen bewaldeten Hängen.
Im Sommer kommen viele Badegäste und Wanderer hierher.
Die Talsperre dient unter anderem dem Schutz vor Hochwasser.

Kipsdorf im Erzgebirge
Endpunkt der Strecke ist Kurort Kipsdorf.
Der Ort liegt schon tief im Osterzgebirge.
Früher kamen viele Sommerfrischler und Wintersportler mit der Bahn hierher.
Heute bringt die Schmalspurbahn wieder Ausflügler in die Berge.

Ankommen nach der Flut
Wer heute mit der Weißeritztalbahn fährt, reist auf einer Strecke voller Geschichte.
Sie erzählt von Pionierzeit, Zerstörung und Neubeginn.
Jeder Zug, der Kipsdorf erreicht, ist auch ein kleiner Sieg über das Wasser.
Diese Geschichte fährt immer ein bisschen mit.


Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wo fährt die Weißeritztalbahn?
Warum heißt sie die Dienstälteste?
Was geschah 2002?
Seit wann fährt sie wieder?
Was ist der Rabenauer Grund?
Weiterfahrt
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