Ortstermin
„Nächster Halt: Žatec. Bitte den Duft von Hopfen in der Luft nicht mit einer Panne verwechseln.“
Der Bahnhof Žatec, zwei Gleise mitten im Hopfen
→ Ein Ortstermin in Nordwestböhmen.
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Kurz gesagt
Žatec, deutsch Saaz, ist im Nordwesten Böhmens das Zentrum des Hopfenanbaus. Seit 1872 hat die Stadt Eisenbahnanschluss und besitzt zwei Bahnhöfe, und rund um den Ringplatz erzählt alles vom Hopfen und vom Bier.
Es gibt Städte, die riecht man schon, bevor man sie sieht.
Žatec ist zur Erntezeit von Hopfen umgeben, dessen Duft über die Felder zieht.
Dieser Ortstermin führt von zwei Bahnhöfen in die berühmteste Hopfenstadt Böhmens.

Die Stadt des Hopfens
Žatec, auf Deutsch Saaz, liegt im Nordwesten Böhmens in der Aussiger Region.
Die Stadt ist weit über die Landesgrenzen hinaus als Zentrum des Hopfenanbaus bekannt.
Schon König Ottokar II. Přemysl erhob Žatec im Jahr 1265 zur königlichen Stadt.
Ihr historisches Zentrum steht seit 1961 als städtisches Denkmalreservat unter Schutz.
Wer im Spätsommer anreist, kann in der Luft den Duft des reifen Hopfens wahrnehmen.
Vom Bahnhof aus führt der Weg in eine Stadt, die vom Bier und seinen Zutaten erzählt.

Zwei Bahnhöfe und eine frühe Bahn
Žatec besitzt zwei Bahnhöfe, die früher Saaz Stadt und Saaz West hießen.
Heute tragen sie die Namen Žatec und Žatec západ.
Den Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt die Stadt in den Jahren 1872 und 1873.
Damals verband die Buschtěhrader Eisenbahn Prag mit Komotau und berührte dabei Saaz.
Hinzu kam die Bahn von Pilsen in Richtung Dux, die ebenfalls durch die Stadt führte.
So wurde Žatec früh zu einem Knoten im Netz Nordwestböhmens.

Gut zu wissen
Žatec, deutsch Saaz, liegt im Nordwesten Böhmens und ist ein Zentrum des Hopfenanbaus.
Die Stadt erhielt 1872 und 1873 Eisenbahnanschluss und besitzt mit Žatec und Žatec západ zwei Bahnhöfe.
Das historische Zentrum steht seit 1961 unter Denkmalschutz, König Ottokar II. erhob Žatec 1265 zur königlichen Stadt.
Zwischen Pilsen und Prag
Von den alten Strecken sind bis heute wichtige Verbindungen erhalten geblieben.
Die Bahnstrecke Plzeň–Duchcov führt von Pilsen bis in das nördliche Böhmen.
Die Bahnstrecke Praha–Chomutov verbindet die Hauptstadt Prag mit Komotau.
Beide Linien berühren Žatec und halten die Stadt im Netz.
Reisende können so aus mehreren Richtungen bequem anreisen.
Für Ausflüge in die Hopfenregion ist die Bahn ein guter Begleiter.

Als der Hopfen die Bahn füllte
Der Hopfen hat das Leben in Žatec über Jahrhunderte geprägt.
Mit der Bahn ließ sich die empfindliche Ernte schneller zu den Brauereien bringen.
Händler aus vielen Ländern kamen zur Erntezeit in die Stadt.
Die gute Anbindung an Prag und Pilsen half beim Handel mit dem begehrten Gut.
So verbanden sich Landwirtschaft und Eisenbahn zu einem festen Kreislauf.
Noch heute erinnert vieles in der Stadt an diese enge Bindung an den Hopfen.

Der Ringplatz und das Rathaus
Das Zentrum von Žatec bildet der weite Ringplatz.
Dort steht das Rathaus mit seinem markanten Turm.
In der Mitte des Platzes erhebt sich die Säule der Heiligen Dreifaltigkeit.
Rund um den Platz reihen sich Bürgerhäuser aus mehreren Jahrhunderten.
Der Platz ist bis heute der belebte Mittelpunkt der Altstadt.
Von hier aus erschließen sich die Gassen und weiteren Sehenswürdigkeiten.

Tore, Kirche und Synagoge
Von der alten Stadtbefestigung sind mehrere Tore erhalten.
Das Priestertor wird auch Brückentor genannt.
Hinzu kommt das Branka-Tor, das frühere Libotschaner Tor.
Über der Stadt erhebt sich die Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt als Stadtpfarrkirche.
Die Synagoge von 1872 zählt zu den großen jüdischen Gotteshäusern des Landes.
Diese Bauten erzählen von der langen und vielfältigen Geschichte der Stadt.

Königsstadt und Hopfenhandel
Die fruchtbare Saazer Ebene war schon früh besiedelt.
Unter König Ottokar II. wurde Žatec 1265 mit besonderen Privilegien zur königlichen Stadt.
Bis 1848 war die Stadt das Verwaltungszentrum des Saazer Kreises.
Im Jahr 1868 wurde sie Sitz einer Bezirkshauptmannschaft.
Über die Jahrhunderte blieb der Hopfenhandel eine Grundlage ihres Wohlstands.
So verband sich die Rolle als Verwaltungsort mit der des Marktplatzes für den Hopfen.

Rund um den Hopfen
Rund um Žatec breitet sich eine weite Landschaft aus Hopfengärten aus.
Die hohen Gerüste der Hopfenfelder prägen das Bild der Umgebung.
In der Stadt widmen sich eigene Einrichtungen der Geschichte des Hopfens und des Bieres.
Ein Museum erzählt auf humorvolle Weise von den Menschen rund um den Hopfen.
Die Saazer Sorte gilt als eine der feinsten und ältesten der Welt.
Wer die Stadt besucht, taucht unweigerlich in die Welt des Brauens ein.

Ankommen in Žatec
Ankommen in Žatec heißt, vom Bahnhof den Weg in die Altstadt zu nehmen.
Der Weg führt hinein zum weiten Ringplatz mit dem Rathausturm.
Von dort sind die Tore, die Kirche und die Synagoge in kurzer Zeit erreicht.
Ein Abstecher zu den Einrichtungen rund um den Hopfen lohnt sich besonders.
Im Spätsommer begleitet der Duft der Ernte den Spaziergang durch die Stadt.
Der Rückweg zum Bahnhof schließt den Ausflug in die Hopfenstadt ab.

Häufige Fragen
Wo liegt Žatec?
Seit wann hat Žatec eine Bahn?
Hat Žatec mehrere Bahnhöfe?
Wofür ist Žatec bekannt?
Was kann man in Žatec sehen?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Prag hlavní nádraží, Fantas Jugendstilbau – Von Žatec führt die Bahnstrecke in Richtung der Hauptstadt Prag.
→ Der Bahnhof Tábor, Umsteigepunkt zwischen Prager Hauptstrecke und der ältesten Elektrobahn Böhmens – ein weiterer Ortstermin in der Nähe
