Ortstermin
„Der EuroCity nach Wien wartet am Bahnsteig, bitte Vorsicht beim Einsteigen.“
Der Bahnhof Prag hlavní nádraží, Fantas Jugendstilbau
→ Ein Ortstermin in Prag, östlich der Altstadt.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Praha hlavní nádraží ist der zentrale Personenbahnhof der tschechischen Hauptstadt. Sein Jugendstilgebäude entwarf Josef Fanta in den Jahren 1901 bis 1909.
Wer mit dem Zug nach Prag fährt, kommt meist unter einer prächtigen Jugendstilkuppel an.
Der Bahnhof Praha hlavní nádraží ist der zentrale Personenbahnhof der tschechischen Hauptstadt.
Dieser Ortstermin führt von der Eröffnung im Jahr 1871 bis zur U-Bahn unter dem Bahnhof.

Prags zentraler Bahnhof
Der Bahnhof Praha hlavní nádraží ist der zentrale Personenbahnhof von Prag.
Auf Deutsch bedeutet sein Name so viel wie Prager Hauptbahnhof.
Er liegt östlich der Altstadt und ist ein Durchgangsbahnhof.
Seine Gleise verlaufen in Südwest-Nordost-Richtung durch das Gelände.
Für viele Reisende aus dem Ausland ist er das Tor zur Goldenen Stadt.

Ein Bahnhof für die Bahn aus Wien
Der Bahnhof wurde im Jahr 1871 eröffnet.
Gebaut wurde er von der Kaiser-Franz-Josephs-Bahn als Endpunkt ihrer Strecke aus Wien.
Entsprechend hieß er zunächst Kaiser-Franz-Joseph-Bahnhof.
Das erste Gebäude entwarfen die Architekten Vojtěch Ignác Ullmann und Anton Viktor Barvitius.
Schon damals war der Bahnhof ein wichtiges Tor nach Wien und in die Donaumonarchie.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Praha hlavní nádraží wurde 1871 als Endpunkt der Bahn aus Wien eröffnet.
Das heutige Jugendstilgebäude entstand zwischen 1901 und 1909 nach Plänen von Josef Fanta.
Nach dem Ersten Weltkrieg hieß der Bahnhof zeitweise Wilson-Bahnhof, seit 1953 wieder Hauptbahnhof.
Das Jugendstilgebäude von Josef Fanta
Zwischen 1901 und 1909 erhielt der Bahnhof ein neues Empfangsgebäude.
Es wurde nach dem Entwurf des bedeutenden Architekten Josef Fanta errichtet.
Der Bau ist ein herausragendes Beispiel für den Jugendstil.
Bis heute wird er nach seinem Architekten Fantova budova genannt.
Er gilt als eines der schönsten Bahnhofsgebäude der Stadt.

Vom Kaiser zum Präsidenten Wilson
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Bahnhof umbenannt.
Er erhielt den Namen des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson.
Wilson hatte sich 1918 für eine unabhängige Tschechoslowakei eingesetzt.
Im Jahr 1953 bekam der Bahnhof wieder den Namen Hauptbahnhof.
An Wilson erinnert seit 2011 eine Statue vor dem Gebäude.

Die Halle und ihre Bahnsteige
Die Bahnsteighalle besteht aus zwei großen Hallenschiffen.
Unter ihnen liegen ein Hausbahnsteig und mehrere Inselbahnsteige.
Weitere Bahnsteige liegen außerhalb der Halle unter einzelnen Dächern.
Erreichbar sind die Bahnsteige über drei Fußgängertunnel im Norden, in der Mitte und im Süden.
Der nördliche Tunnel verbindet den Bahnhof seit 2021 mit der Seifertova-Straße im Stadtteil Žižkov.

Eine Halle aus den 1970er Jahren
In den Jahren 1972 bis 1979 kam eine neue Abfertigungshalle hinzu.
Sie wurde teilweise in den Hang vor dem Bahnhof gebaut.
Ihr Stil gehört zum sogenannten Brutalismus mit viel Sichtbeton.
So treffen am Bahnhof zwei sehr unterschiedliche Baustile aufeinander.
Der alte Jugendstilbau und die moderne Halle stehen direkt nebeneinander.

Direkt an der Metro
Die neue Halle entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Prager U-Bahn.
In ihr liegen die Zugänge zur U-Bahn-Linie C.
Diese Linie ging im Jahr 1974 in Betrieb.
So lässt sich am Bahnhof bequem zwischen Fernzug und U-Bahn wechseln.
Hinter den U-Bahn-Zugängen befinden sich die Fahrkartenschalter.

Der Park vor dem Bahnhof
Vor dem Bahnhof, in Richtung Altstadt, liegt der Park Vrchlického sady.
Er ist nach dem Dichter Jaroslav Vrchlický benannt.
Im Volksmund wird er auch Sherwood Forest genannt.
Durch den Park führt der Weg vom Bahnhof in die Innenstadt.
Die Adresse des Bahnhofs lautet passend dazu Wilsonova 300/8.

Ankommen in Prag
Wer in Praha hlavní nádraží ankommt, ist nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt.
Durch den Park vor dem Bahnhof gelangt man rasch in die Innenstadt.
In wenigen Minuten erreicht man zu Fuß den nahen Wenzelsplatz.
Von dort öffnen sich die Gassen zur historischen Prager Altstadt.
So beginnt der Besuch in Prag gleich hinter dem Jugendstilportal des Bahnhofs.

Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Was bedeutet Praha hlavní nádraží?
Wann wurde der Bahnhof gebaut?
Wer hat das Jugendstilgebäude entworfen?
Warum wurde der Bahnhof nach Woodrow Wilson benannt?
Hält hier die U-Bahn?
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