Ortstermin
„In diesem Bahnhof wartet man nicht mehr in der Halle, sondern schaut dort Bilder an.“
Der Bahnhof Teterow, mit Galerie im Empfangsgebäude
→ Ein Ortstermin in der Mecklenburgischen Schweiz.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Teterow wurde 1864 gebaut, als die Strecke von Güstrow nach Neubrandenburg eröffnet wurde. Empfangsgebäude, Wasserturm und zwei Stellwerke stehen unter Denkmalschutz.
In der Mecklenburgischen Schweiz, zwischen Hügeln und Seen, liegt die Stadt Teterow.
Sie ist bekannt für ihren See mit der Burgwallinsel und für Motorradrennen, die jedes Jahr viele Besucher anlocken.
Ihr Bahnhof ist fast so alt wie die Eisenbahn in Mecklenburg selbst.

Eröffnet im November 1864
Der Bahnhof Teterow wurde im Jahr 1864 gebaut.
Am 14. November 1864 wurde die Bahnstrecke von Güstrow nach Neubrandenburg eingeweiht.
Sie war ein Teil der Verbindung von Hamburg und Lübeck nach Stettin.
Heute gehört der Bahnhof zur Strecke von Lübeck nach Strasburg.

Eine Bahn nach Gnoien
Am 5. November 1884 kam eine weitere Bahn hinzu.
Sie verband Teterow mit der Kleinstadt Gnoien im Norden.
Bis zum 1. Juni 1996 fuhren dort Züge.
Danach wurde die Strecke stillgelegt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Teterow wurde 1864 gebaut, am 14. November 1864 wurde die Strecke Güstrow–Neubrandenburg eingeweiht. Empfangsgebäude, Wasserturm und die Stellwerke Ost und West stehen unter Denkmalschutz.
Im Empfangsgebäude sind heute ein Restaurant und die Galerie des Kunstvereins. Stündlich hält der RE 4 zwischen Bützow und Pasewalk.
Ein Denkmal mit Wasserturm
Das Empfangsgebäude stammt aus der Entstehungszeit der Bahn.
Zusammen mit dem Wasserturm und den Stellwerken Ost und West steht es unter Denkmalschutz.
Der Bahnhof zeigt so noch gut, wie eine Station im 19. Jahrhundert aussah.
Die Stellwerke erinnern an die Zeit, als Weichen noch vor Ort gestellt wurden.

Galerie statt Wartesaal
Das Empfangsgebäude wird seit dem Umbau nicht mehr von der Eisenbahn genutzt.
Heute befinden sich darin ein Restaurant und die Galerie des Kunstvereins Teterow.
Wer auf den Zug wartet, kann also Kunst anschauen.
Das alte Haus hat damit eine lebendige neue Aufgabe.

Stündlich mit dem RE 4
Heute halten in Teterow die Züge der Regional-Express-Linie RE 4.
Zwischen Bützow, Güstrow, Teterow, Neubrandenburg und Pasewalk fahren sie stündlich.
Nach Lübeck, Ueckermünde und Stettin gibt es alle zwei Stunden eine Verbindung.
In Teterow kreuzen sich die Züge der beiden Richtungen.

Der See und die Burgwallinsel
Der Teterower See ist das Naturjuwel der Stadt.
Auf einer Insel im See liegt ein alter slawischer Burgwall.
Eine kleine Fähre bringt Besucher hinüber.
Von dort hat man einen schönen Blick über das Wasser.

Die Kirche mit den Fresken
Die Stadtkirche St. Peter und Paul entstand um 1270.
Ihre ältesten Teile zeigen noch spätromanische Formen, der Rest ist gotisch.
Im Chor sind wertvolle Fresken aus der Zeit um 1350 erhalten.
Auch der Taufstein aus gotländischem Kalkstein stammt aus dem Mittelalter.

Motorräder am Bergring
Überregional bekannt ist Teterow für seine jährlichen Motorradrennen.
Sie finden auf einem Grasbahnkurs in der hügeligen Landschaft statt.
Dann kommen viele tausend Zuschauer in die kleine Stadt.
Für Teterow ist das jedes Jahr ein großes Fest.

Ankommen in Teterow
Vom Bahnhof ist die Altstadt mit ihren alten Stadttoren gut erreichbar.
Der See liegt nicht weit entfernt und lädt zu Spaziergängen ein.
Rundherum beginnt die Mecklenburgische Schweiz mit ihren Hügeln und Wäldern.
So ist Teterow ein guter Start für Wanderungen und Radtouren.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Seit wann hat Teterow einen Bahnhof?
Was ist im Empfangsgebäude?
Welche Züge halten hier?
Gab es eine Bahn nach Gnoien?
Wofür ist Teterow bekannt?
Weiterfahrt
→ Ortstermin Neubrandenburg: Bahnhof der Stadt der vier Tore – die Barlachstadt im Westen
