Ortstermin
„Nymburk hlavní nádraží, bitte umsteigen in Richtung Mladá Boleslav, Kolín und Děčín.“
Der Bahnhof Nymburk, wo fünf Strecken an der Elbe zusammenlaufen
→ Ein Ortstermin in Mittelböhmen.
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Kurz gesagt
Nymburk ist ein alter Eisenbahnknoten an der Elbe, rund vierzig Kilometer nordöstlich von Prag. Hier treffen mehrere Strecken der früheren Österreichischen Nordwestbahn aufeinander.
Wer in Nymburk aussteigt, steht an einem der verzweigtesten Bahnhöfe Mittelböhmens.
Von hier führen Gleise in fünf Richtungen hinaus in die böhmische Ebene.
Zugleich beginnt gleich hinter dem Empfangsgebäude eine alte Königsstadt an der Elbe.

Eine Königsstadt an der Elbe
Nymburk, auf Deutsch früher Nimburg oder Neuenburg an der Elbe genannt, liegt in der Mittelböhmischen Region.
Die Stadt wurde um das Jahr 1275 vom böhmischen König Přemysl Otakar II. als Königsstadt gegründet.
Sie erhielt damals den deutschen Namen Nuenburch und wurde mit Siedlern aus dem Westen besiedelt.
Im Laufe des 14. Jahrhunderts wuchs der Anteil der tschechischen Bürger stetig an.
Während der hussitischen Zeit stand die Stadt ab 1425 unter der Kontrolle der Taboriten.
Heute leben hier rund fünfzehntausend Menschen am Ufer der Elbe.

Der Knotenpunkt der Nordwestbahn
Die Eisenbahn hat Nymburk im 19. Jahrhundert stark geprägt.
Durch die Stadt verläuft die Strecke von Znojmo nach Nymburk, die ursprünglich die Österreichische Nordwestbahn erbaute.
Diese Linie führte über Havlíčkův Brod, Čáslav und Kolín heran und band die Stadt an ihr weites Streckennetz an.
In Nymburk ging sie in die Strecke nach Děčín an der sächsischen Grenze über.
Damit lag Nymburk an einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung durch Böhmen.
Der Bahnhof entwickelte sich so früh zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Menschen und Güter.

Gut zu wissen
Nymburk liegt rund vierzig Kilometer nordöstlich von Prag an der Mündung der Mrlina in die Elbe.
Der große Bahnhof heißt Nymburk hlavní nádraží und ist ein Knoten mehrerer Strecken der früheren Österreichischen Nordwestbahn.
In der Stadt sind die mittelalterlichen Backsteinmauern, die Kirche des heiligen Ägidius und das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert sehenswert.
Wo die Strecken zusammenlaufen
Vom Hauptbahnhof Nymburk gehen heute mehrere Strecken in verschiedene Richtungen ab.
Eine Linie führt nach Mladá Boleslav im Norden, eine andere nach Děčín an die Elbe.
Von Poříčany her kommt eine weitere Verbindung an, und auch die alte Nordwestbahn aus Richtung Kolín endet hier.
So wird der Bahnhof zu einem Stern, von dem aus Gleise in die ganze Ebene reichen.
Für Reisende bedeutet das viele Umsteigemöglichkeiten an einem einzigen Ort.
Nymburk gilt deshalb bis heute als einer der wichtigen Knoten im böhmischen Netz.

Das Empfangsgebäude und die Gleise
Das Empfangsgebäude steht am Rand der Altstadt und empfängt die Reisenden mit einer weiten Bahnsteighalle.
Vor dem Bahnhof breitet sich ein großzügiges Gleisfeld aus, auf dem Personen- und Güterzüge warten.
Immer wieder rollen moderne Lokomotiven und Regionaltriebwagen durch die Anlage.
Zwischen den Bahnsteigen erkennt man die typische Betriebsamkeit eines Umsteigebahnhofs.
Reisende finden hier Verbindungen in Richtung Prag ebenso wie in den Norden Böhmens.
Der Bahnhof bleibt damit das pochende Herz des Ortes.

Zwei Bahnhöfe, ein Name
In Nymburk gibt es nicht nur einen, sondern zwei Bahnhöfe mit ähnlichem Namen.
Der große Knoten heißt Nymburk hlavní nádraží, also Nymburk Hauptbahnhof.
Daneben besteht der kleinere Bahnhof Nymburk město, der näher an der Innenstadt liegt.
Von Nymburk město zweigt zudem eine eigene Strecke nach Veleliby ab.
Wer in die Stadt will, sollte auf den richtigen der beiden Halte achten.
Dieser Ortstermin gilt dem großen Hauptbahnhof und seinen weit verzweigten Gleisen.

Die Backsteinmauern der Altstadt
Hinter dem Bahnhof beginnt eine der besterhaltenen Stadtbefestigungen Böhmens.
Die mittelalterlichen Mauern aus rotem Backstein umschließen bis heute weite Teile der Altstadt.
Zwischen den Mauern und dem Fluss zieht sich ein schmaler Park entlang.
Mitten im Ort steht die gotische Kirche des heiligen Ägidius, auf Tschechisch kostel svatého Jiljí.
Ihr hoher Bau prägt die Silhouette der Stadt schon von Weitem.
Ein Spaziergang entlang der Mauern führt zurück ins mittelalterliche Nymburk.

Am Wasser von Mrlina und Elbe
Nymburk liegt an der Stelle, an der die Mrlina in die Elbe mündet.
Das Wasser hat die Stadt über Jahrhunderte geprägt und ihr Handel und Fischfang gebracht.
Eine schmale Fußgängerbrücke, die lávka, verbindet die Altstadt mit dem anderen Ufer.
Von der Brücke aus fällt der Blick weit über den ruhigen Strom.
Am Ufer laden Wege zum Spazieren und zum Beobachten der Boote ein.
So verbindet sich in Nymburk die Welt der Schiene mit der des Flusses.

Rathaus, Mariensäule und Markt
Im Zentrum der Altstadt liegt der alte Marktplatz mit seinen Bürgerhäusern.
Dort steht das Rathaus, das im 16. Jahrhundert errichtet wurde.
In der Mitte des Platzes erhebt sich eine Mariensäule aus dem Jahr 1713.
Rund um den Platz reihen sich Cafés und kleine Geschäfte aneinander.
An Markttagen füllt sich der Platz mit Ständen und Menschen.
Von hier sind es nur wenige Minuten zurück zum Bahnhof.

Ankommen in Nymburk
Wer heute in Nymburk ankommt, spürt gleich den Takt eines echten Bahnknotens.
Vom Hauptbahnhof führt ein kurzer Weg an den Mauern entlang in die Altstadt.
Unterwegs wechseln sich Backstein, Fluss und stille Gassen ab.
Die Stadt lässt sich bequem zu Fuß in einem halben Tag erkunden.
Für Bahnfreunde lohnt schon der Blick auf das große Gleisfeld vor der Abreise.
Nymburk bleibt so ein Ort, an dem Stadt und Schiene eng beieinanderliegen.

Häufige Fragen
Wo liegt Nymburk?
Warum ist der Bahnhof Nymburk so wichtig?
Gibt es in Nymburk mehr als einen Bahnhof?
Was kann man in Nymburk besichtigen?
Wann wurde Nymburk gegründet?
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