Stimmt es, dass …?
„Linie 10 nach Degerloch, die Zacke fährt gleich ab Marienplatz bergauf.“
Stimmt es, dass die Stuttgarter Zahnradbahn im Linienverkehr fährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Stuttgarter Zahnradbahn, im Volksmund Zacke genannt, fährt als einzige der vier deutschen Zahnradbahnen im regulären Linienverkehr. Sie ist als Linie 10 Teil des Nahverkehrs.
In Stuttgart gibt es eine Bahn, die liebevoll Zacke genannt wird.
Sie klettert mit einem Zahnrad vom Talkessel auf die Höhe.
Über sie heißt es, sie sei keine reine Touristenbahn, sondern ein echtes Nahverkehrsmittel.

Die Fakten in Zahlen
1884
Eröffnung
in Betrieb seit dem 23. August
Linie 10
Liniennummer
Teil des Stuttgarter Nahverkehrs
17,8 %
Steigung
maximale Steigung der Strecke
Auf 1,7 Kilometern überwindet die Bahn rund 207 Höhenmeter zwischen Marienplatz und Degerloch.
Worum es bei dem Mythos geht
Der Mythos behauptet, die Stuttgarter Zahnradbahn fahre im normalen Linienverkehr.
Zahnradbahnen kennt man sonst vor allem aus den Bergen.
Dort dienen sie meist dem Ausflugsverkehr und dem Tourismus.
Die Frage ist, ob Stuttgart hier eine Ausnahme bildet.
Die Antwort darauf ist eindeutig.

Was die Zacke ist
Die Stuttgarter Zahnradbahn wurde am 23. August 1884 eröffnet.
Sie verbindet den Marienplatz in Stuttgart-Süd mit dem Albplatz in Degerloch.
Damit überbrückt sie den Stuttgarter Talkessel und die höher gelegene Filderebene.
Im Volksmund heißt sie Zacke oder Zacketse.
Sie gilt als ein Wahrzeichen der Stadt.
Gut zu wissen
Das Riggenbach-System ist eine der ältesten Bauformen der Zahnstange im Bahnbau.
Die Zacke ist eine von nur vier Zahnradbahnen, die in Deutschland noch in Betrieb sind.
Warum sie eine Besonderheit ist
In Deutschland gibt es nur noch vier Zahnradbahnen.
Die anderen drei sind die Zugspitzbahn, die Wendelsteinbahn und die Drachenfelsbahn.
Diese drei dienen vor allem touristischen Zwecken.
Die Stuttgarter Zahnradbahn ist als einzige in den regulären Nahverkehr eingebunden.
Damit bestätigt sich der Kern des Mythos.
Die Linie 10 im Nahverkehr
Seit 1978 trägt die Bahn die Liniennummer 10.
Sie ist damit fest in das Liniennetz der Stuttgarter Straßenbahnen eingebunden.
An beiden Endstationen besteht Anschluss an die Stadtbahn.
Fahrgäste nutzen die Zacke also wie jedes andere Nahverkehrsmittel.
Eine Fahrt dauert in jede Richtung etwa zehn Minuten.
Wie steil die Strecke ist
Auf den ersten 1,7 Kilometern ab Marienplatz überwindet die Bahn 207 Höhenmeter.
Sie steigt dabei von 266 auf 473 Meter über dem Meer.
Die maximale Steigung auf der Strecke beträgt 17,8 Prozent.
Auf der Betriebsstrecke zum Depot sind es sogar 20 Prozent.
Solche Steigungen wären ohne Zahnstange nicht sicher zu befahren.
Wie die Technik funktioniert
Die Bahn ist meterspurig und nutzt das Zahnstangensystem nach Riggenbach.
Ein Zahnrad im Fahrzeug greift in eine Zahnstange zwischen den Schienen.
So bringt die Bahn die Kraft sicher auf das Gleis.
Betrieben wird sie von der Stuttgarter Straßenbahnen AG.
Moderne Triebwagen haben die alten Fahrzeuge inzwischen abgelöst.
Die Zacke im Alltag der Stadt
Für viele Anwohner ist die Zacke eine ganz normale Verbindung bergauf.
Berufstätige, Schüler und Einkaufende nutzen sie täglich.
Gerade bei Schnee und Glätte ist die Bahn besonders verlässlich.
Sie ergänzt damit Busse und Stadtbahnen im hügeligen Stuttgart.
So wird die historische Technik zum praktischen Verkehrsmittel.
Was man dabei beachten sollte
Die Zacke ist zwar im Linienverkehr, aber dennoch eine historische Besonderheit.
Sie ist keine schnelle Massenbahn, sondern eine kurze Steilstrecke.
Ihre Bedeutung liegt im Zusammenspiel von Alltag und Technikgeschichte.
Wer von Linienverkehr spricht, meint genau diese alltägliche Nutzung.
Das unterscheidet sie klar von den reinen Ausflugsbahnen.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Die Stuttgarter Zahnradbahn fährt als Linie 10 im regulären Nahverkehr.
Sie ist die einzige der vier deutschen Zahnradbahnen, die diesem Zweck dient.
Gleichzeitig ist sie ein lebendiges Stück Verkehrsgeschichte.
Der Mythos ist damit vollständig bestätigt.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
