Ortstermin
„Rakovník, Endstation, bitte umsteigen in Richtung Beroun, Louny und Bečov nad Teplou.“
Der Bahnhof Rakovník, Endpunkt vieler Nebenbahnen im Westen Böhmens
→ Ein Ortstermin in Mittelböhmen.
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Kurz gesagt
Rakovník ist eine alte Hopfen- und Keramikstadt rund fünfzig Kilometer nordwestlich von Prag. Der Bahnhof ist Endpunkt gleich mehrerer Nebenbahnen durch das westliche Böhmen.
Rakovník ist ein Ort, an dem viele Nebenbahnen aufeinandertreffen und enden.
Von hier führen Strecken in mehrere Richtungen durch das hügelige Westböhmen.
Gleich in der Nähe bewahrt ein großes Eisenbahnmuseum die Geschichte dieser Bahnen.

Eine Hopfenstadt im Westen Böhmens
Rakovník, auf Deutsch früher Rakonitz genannt, ist eine Bezirksstadt in der Mittelböhmischen Region.
Die Stadt liegt etwa fünfzig Kilometer nordwestlich von Prag und zählt rund siebzehntausend Einwohner.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Handelssiedlung im Jahr 1257.
Im Jahr 1286 erhielt der Ort das Stadtrecht.
Kaiser Rudolf II. erhob Rakovník 1588 zur königlichen Stadt.
Lange prägten der Hopfenanbau und die Bierbrauerei das Leben der Stadt.

Endpunkt vieler Nebenbahnen
Der Bahnhof Rakovník ist ein Treffpunkt gleich mehrerer Strecken.
Eine Linie kommt aus Beroun im Süden, eine andere führt nach Louny im Norden.
Nach Westen zieht sich die Strecke in Richtung Bečov nad Teplou ins Böhmische Bäderland.
Dazu kommt die kurze Verbindung von Lužná u Rakovníka her.
So laufen in Rakovník mehrere Nebenbahnen zusammen, die das westliche Böhmen erschließen.
Für Ausflügler ist der Bahnhof damit ein guter Ausgangspunkt in eine stille Landschaft.

Gut zu wissen
Rakovník liegt rund fünfzig Kilometer nordwestlich von Prag und hat etwa siebzehntausend Einwohner.
Am Bahnhof treffen mehrere Nebenbahnen zusammen, darunter die Strecken aus Beroun, Louny und Richtung Bečov nad Teplou.
In Lužná u Rakovníka in der Nähe steht das größte Eisenbahnmuseum Tschechiens nach dem Technischen Nationalmuseum in Prag.
Die Spur der Buschtěhrader Bahn
Viele Strecken der Region gehen auf die alte Buschtěhrader Eisenbahn zurück.
Diese private Gesellschaft baute im 19. Jahrhundert zahlreiche Linien im Nordwesten Böhmens.
Sie verband vor allem die Kohlenreviere und Industrieorte mit Prag.
Auch die Bahnen rund um Rakovník gehören zu diesem Erbe.
In der Landschaft lassen sich bis heute alte Bahnbauten aus jener Zeit entdecken.
So erzählt schon die Streckenführung von der Geschichte des böhmischen Eisenbahnbaus.

Das Eisenbahnmuseum vor den Toren
Nur wenige Kilometer entfernt liegt in Lužná u Rakovníka ein großes Eisenbahnmuseum.
Es gehört den Tschechischen Eisenbahnen und steht auf dem Gelände eines einstigen Bahnbetriebswerks.
Dieses Betriebswerk gehörte früher zur Buschtěhrader Eisenbahn.
Nach dem Technischen Nationalmuseum in Prag beherbergt es die größte Sammlung historischer Eisenbahnfahrzeuge in Tschechien.
Alte Dampflokomotiven, Waggons und Triebwagen stehen dort in langen Reihen.
Von Rakovník aus ist das Museum mit einem kurzen Zug gut zu erreichen.

Vom Bahnsteig in die Altstadt
Das Empfangsgebäude von Rakovník steht am Rand des alten Stadtkerns.
Vom Bahnsteig aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Marktplatz.
Der Weg führt an der alten Stadtbefestigung entlang in die Gassen hinein.
Vor dem Bahnhof breiten sich die Gleise der verschiedenen Nebenbahnen aus.
Regionalzüge warten hier auf ihre Abfahrt in die umliegenden Täler.
So liegt die Schiene in Rakovník ganz nah an der historischen Stadt.

Zwei Tore und eine Mauer
Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind in Rakovník noch zwei Tore erhalten.
Besonders bekannt ist die Pražská brána, das Prager Tor mit seinem hohen Turm.
Daneben steht die Vysoká brána, das Hohe Tor am Rand der Altstadt.
Zwischen den Toren haben sich Reste der alten Stadtmauer erhalten.
Die Tore markieren bis heute die einstigen Zugänge in die Stadt.
Für Besucher sind sie ein eindrucksvolles Zeugnis des alten Rakovník.

Kirchen, Synagoge und Marktplatz
Im Zentrum der Stadt erhebt sich die Kirche des heiligen Bartholomäus.
In ihrer Nähe steht eine kleinere Kirche, die dem heiligen Ägidius geweiht ist.
Von der jüdischen Geschichte der Stadt zeugen eine barocke Synagoge und ein alter Friedhof.
Auf dem langgestreckten Marktplatz reihen sich Bürgerhäuser und eine Mariensäule aneinander.
Rund um den Platz laden Cafés und Geschäfte zum Verweilen ein.
Von hier ist es nur ein kurzer Weg zurück zum Bahnhof.

Keramik, Hopfen und Bier
Rakovník ist bis heute für seine Keramik bekannt.
In den Werken der Stadt werden vor allem Fliesen und andere keramische Erzeugnisse hergestellt.
Daneben gibt es Betriebe für Kosmetik und für landwirtschaftliche Motoren.
Historisch war die Stadt ein Zentrum des Hopfenanbaus.
Aus dem Hopfen entstand über Jahrhunderte ein reges Brauwesen.
So verbinden sich in Rakovník altes Handwerk und moderne Industrie.

Ankommen in Rakovník
Wer in Rakovník ankommt, steht an einem ruhigen Knoten westböhmischer Nebenbahnen.
Vom Bahnhof führt ein kurzer Weg vorbei an den alten Toren in die Altstadt.
Unterwegs begegnen einem Stadtmauer, Kirchen und der weite Marktplatz.
Für einen Ausflug lohnt sich die Fahrt weiter zum Eisenbahnmuseum in Lužná.
Die Stadt lässt sich bequem an einem Tag zu Fuß erkunden.
Rakovník bleibt so ein lohnendes Ziel für Freunde stiller Bahnstrecken.

Häufige Fragen
Wo liegt Rakovník?
Welche Bahnstrecken treffen in Rakovník zusammen?
Gibt es ein Eisenbahnmuseum in der Nähe?
Was kann man in Rakovník besichtigen?
Wofür ist Rakovník bekannt?
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