Ortstermin
„Endstation Norwich, bitte alle aussteigen, zur Kathedrale und zur Burg geht es durch die Schalterhalle.“
Der Bahnhof Norwich, ein Uhrturm am Ende der Linie
→ Ein Ortstermin in Norfolk.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Norwich ist der wichtigste Bahnhof im Osten Englands und ein Kopfbahnhof. Das heutige Empfangsgebäude mit seinem Uhrturm wurde am 3. Mai 1886 eröffnet.
Wer nach Norwich fährt, erreicht eine alte Stadt im flachen Osten Englands.
Der Bahnhof empfängt die Reisenden mit einer breiten Fassade und einem Uhrturm.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die Stadt in Norfolk vor.

Ein Bahnhof mit Uhrturm
Das heutige Empfangsgebäude des Bahnhofs Norwich wurde am 3. Mai 1886 eröffnet.
Damals wurde der Bahnhof an seinen heutigen Platz verlegt.
Den Entwurf lieferten der Ingenieur John Wilson und der Architekt William Neville Ashbee.
Das Gebäude hat einen mittigen Uhrturm mit zwei Flügeln und einer Vorhalle.
So empfängt der Bahnhof seine Gäste mit einem markanten Gesicht.

Von Norwich Thorpe zum heutigen Namen
Der erste Bahnhof an diesem Ort wurde bereits 1844 eröffnet.
Ab 1849 trug er den Namen Norwich Thorpe nach seinem Stadtteil.
Erst im Jahr 1969 erhielt er wieder den schlichten Namen Norwich.
Über die Jahrzehnte wuchs der Bahnhof mit dem Verkehr der Region.
Heute ist er der zentrale Bahnhof der ganzen Grafschaft Norfolk.

Gut zu wissen
Das heutige Empfangsgebäude wurde am 3. Mai 1886 eröffnet.
Der Bahnhof hat sechs Bahnsteige und wird von Greater Anglia verwaltet.
Die Stadt Norwich zählte im Jahr 2025 rund 146.000 Einwohner.
Wohin die Züge fahren
Norwich ist der östliche Endpunkt der großen Strecke aus London.
Zweimal in der Stunde fahren Züge nach London Liverpool Street.
Eine weitere Linie führt über die Breckland-Strecke nach Cambridge.
Richtung Küste geht es nach Great Yarmouth und nach Sheringham.
So ist der Bahnhof das Tor zwischen der Hauptstadt und der Nordseeküste.

Der Betrieb heute
Der Bahnhof wird von der Gesellschaft Greater Anglia verwaltet.
Sie betreibt auch die meisten Züge, die hier halten.
Daneben hält hier die Gesellschaft East Midlands Railway.
Der Bahnhof verfügt über sechs Bahnsteige.
An ihnen enden die Linien aus dem Süden und beginnen die Fahrten zur Küste.

Ein Kopfbahnhof am Fluss
Norwich ist ein Kopfbahnhof, die Gleise enden also vor dem Gebäude.
Reisende verlassen den Bahnhof über die große Schalterhalle.
Gleich daneben fließt der Fluss Wensum durch die Stadt.
Über eine Brücke gelangt man vom Bahnhof ins Zentrum.
So liegt der Bahnhof am Rand der Altstadt und doch mitten im Geschehen.

Die normannische Kathedrale
Das größte Bauwerk der Stadt ist die Kathedrale von Norwich.
Sie zählt zu den großen normannischen Kirchen Englands.
Ihr Bau begann im Jahr 1096 unter Bischof Herbert de Losinga.
Für die Mauern wurde Kalkstein aus dem französischen Caen herangeschafft.
Bis heute prägt ihr hoher Turm die Silhouette der Stadt.

Die Burg über der Stadt
Auf einem Hügel über dem Zentrum steht die Burg von Norwich.
Ihr mächtiger Bergfried stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Sie wurde kurz nach der normannischen Eroberung gegründet.
Von ihrer Höhe reicht der Blick über die Dächer der Stadt.
Die Burg ist eines der Wahrzeichen von Norwich.

Markt, Gassen und alte Mauern
Im Zentrum liegt der Markt von Norwich mit seinen bunten Ständen.
Er gilt als der größte überdachte Dauermarkt Europas.
Die kopfsteingepflasterte Gasse Elm Hill führt durch das mittelalterliche Norwich.
Zwischen 1280 und 1340 wurde die Stadt mit einer langen Mauer umgeben.
Diese Mauer umschloss ein größeres Gebiet als die Londoner City.

Ankommen in Norwich
Ankommen in Norwich heißt, vom Uhrturm des Bahnhofs direkt in eine alte Stadt zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten über den Fluss ins Zentrum.
Die Kathedrale, die Burg und der Markt liegen alle in Gehweite.
Von hier aus erreicht man mit dem Zug auch die Küste der Nordsee.
So ist der Bahnhof ein freundlicher Auftakt für einen Besuch in Norfolk.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Eine Stadt der Weber
Im Mittelalter lebte Norwich vor allem vom Handel mit Wolle.
Im Jahr 1567 kamen flämische und wallonische Weber in die Stadt.
Sie brachten neue Techniken und prägten das Handwerk über Generationen.
Heute ist Norwich auch ein Hochschulstandort mit der Universität von East Anglia.
So verbindet die Stadt altes Handwerk mit jungem Leben.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Norwich gebaut?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Wohin fahren die Züge von Norwich?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Wie heißt der Fluss in Norwich?
Weiterfahrt
→ London St Pancras, viktorianische Halle und Eurostar-Terminal – die Hauptstadt am anderen Ende der Strecke
→ Ortstermin: London King’s Cross – eine weitere große Bahnstadt im Norden Englands
