Ortstermin
„Eurostar nach Paris, bitte vorher einchecken: Dieser Ortstermin hält in London St Pancras.“
London St Pancras, viktorianische Halle und Eurostar-Terminal
→ Ein Ortstermin in London.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof London St Pancras eröffnete 1868 und gilt als Meisterwerk der viktorianischen Baukunst. Seine 74 Meter weite Barlow-Halle überspannt heute die Bahnsteige der Eurostar-Züge nach Paris und Brüssel.
Nur wenige Bahnhöfe tragen ihre Geschichte so sichtbar wie London St Pancras.
Hinter einer neugotischen Fassade verbirgt sich eine der kühnsten Bahnhofshallen des neunzehnten Jahrhunderts.
Dieser Ortstermin geht der Frage nach, wie aus einem viktorianischen Kopfbahnhof das Londoner Tor zum Festland wurde.

Eröffnung im Jahr 1868
Der Bau des Bahnhofs geht auf die Initiative der Gesellschaft Midland Railway zurück.
Im Oktober 1868 konnte der Bahnhof eingeweiht werden, auch wenn er da noch nicht ganz fertig war.
Von Anfang an war er der Londoner Ausgangspunkt der Midland Main Line.
Damit reihte er sich in die große Zeit der britischen Eisenbahnarchitektur ein.

Die Halle von William Henry Barlow
Chefingenieur William Henry Barlow entwarf die Bahnhofshalle mit einem einzigen, 74 Meter breiten Bogen.
Zur Zeit ihrer Errichtung war sie das größte Bauwerk dieser Art auf der ganzen Welt.
Nach ihrem Erbauer wird sie bis heute Barlow Trainshed genannt.
Der weite, lichtdurchflutete Raum überspannt die Gleise ohne eine einzige Stütze in der Mitte.

Gut zu wissen
Der Bahnhof London St Pancras wurde im Oktober 1868 eröffnet und gilt als Meisterwerk des viktorianischen Zeitalters.
Die Bahnhofshalle von William Henry Barlow überspannt die Gleise mit einem einzigen, 74 Meter breiten Bogen.
Seit November 2007 ist St Pancras International der Londoner Endbahnhof der Eurostar-Züge nach Paris und Brüssel.
Bahnsteige über der Straße
Die Bahnsteige liegen rund sechs Meter über dem Straßenniveau.
Darunter öffnet sich ein weites Untergeschoss, das einst der Lagerung von Bierfässern diente.
Heute beherbergt dieser Raum den Check-in-Bereich, Läden und die Zugänge zu den Gleisen.
So verbindet der Bahnhof zwei Ebenen zu einem einzigen, lebendigen Bauwerk.

Das Midland Grand Hotel
Vor die Halle setzte der Architekt George Gilbert Scott einen prächtigen neugotischen Hotelbau.
Das Midland Grand Hotel wurde im Mai 1873 eröffnet und galt als eines der elegantesten Häuser seiner Zeit.
Nach einer langen Schließung erstrahlt es heute als St Pancras Renaissance London Hotel wieder.
Seine Turmfront prägt bis heute das Bild des Bahnhofs zur Straße hin.

Endstation des Eurostar
Seit dem 9. November 2007 ist St Pancras International der Londoner Endpunkt der Strecke High Speed 1.
Auf dieser Linie verkehren die Eurostar-Züge nach Paris und Brüssel.
Weil für diese Züge besondere Sicherheitsregeln gelten, checken die Reisenden vorher mit ihrem Ticket ein.
Die Eurostar-Gleise sind durch Glaswände vom übrigen Bahnhof abgetrennt.

Züge in die East Midlands
St Pancras ist die Londoner Endstation der Schnellzüge der East Midlands Railway.
Diese fahren unter anderem nach Leicester, Nottingham, Derby und Sheffield.
Mehrere Gleise sind für schnelle Regionalzüge nach Kent vorgesehen, die bis zu 225 Kilometer pro Stunde erreichen.
Während der Olympischen Spiele 2012 fuhr von hier der Pendelzug Olympic Javelin nach Stratford International.

Zwischen zwei Nachbarn
Der Bahnhof liegt im Stadtbezirk Camden, eingebettet zwischen zwei bekannten Nachbarn.
Im Westen grenzt der Neubau der British Library an, im Osten der Bahnhof King’s Cross.
Im Jahr 2013 nutzten mehr als 24 Millionen Fahrgäste die Station.
So treffen hier Fernverkehr, Vorortzüge und internationale Linien auf engem Raum zusammen.

Ein Bahnhof als Treffpunkt
Nach ihrer Sanierung ist die große Halle zu einem lebendigen öffentlichen Ort geworden.
Unter dem gusseisernen Dach reihen sich Geschäfte, Cafés und Bars aneinander.
Viele Besucher kommen hierher, ohne überhaupt einen Zug nehmen zu wollen.
Der Bahnhof ist damit zugleich Verkehrsbau und Ziel für sich.

Ankommen in London
Ankommen in London St Pancras heißt, aus einer viktorianischen Halle mitten in die Gegenwart zu treten.
Gleich nebenan laden die British Library und das Viertel Bloomsbury zum Verweilen ein.
Die Londoner U-Bahn verbindet den Bahnhof in wenigen Minuten mit dem Zentrum.
Und wer weiterreisen möchte, sitzt kurz darauf im Eurostar Richtung Festland.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Wann wurde London St Pancras eröffnet?
Was macht die Bahnhofshalle besonders?
Fährt der Eurostar von St Pancras?
Welche weiteren Züge halten hier?
Was liegt in der Nähe?
Weiterfahrt
