Zahlen, bitte!
„Nächster Halt Dschidda, der Haramain-Zug verbindet Mekka und Medina mit bis zu dreihundert Kilometern pro Stunde.“
Wie schnell fährt der Haramain-Zug in Saudi-Arabien?
→ Eine Wüstenstrecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Haramain-Hochgeschwindigkeitszug fährt mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde. Er verbindet die Städte Mekka und Medina auf einer rund 449 Kilometer langen Strecke.
In der Wüste Saudi-Arabiens fährt einer der schnellsten Züge der arabischen Welt.
Er heißt Haramain-Hochgeschwindigkeitszug und verbindet zwei heilige Städte.
Zwischen Mekka und Medina erreicht er beachtliches Tempo.

Die wichtigsten Zahlen
300 km/h
Höchstgeschwindigkeit
im Fahrgastbetrieb
449 km
Streckenlänge
zwischen Mekka und Medina
2018
Eröffnung
für den Publikumsverkehr
Für die rund 449 Kilometer braucht der Zug nur gut zwei Stunden statt vieler Stunden mit dem Auto.
300 Kilometer pro Stunde durch die Wüste
Der Haramain-Hochgeschwindigkeitszug erreicht im Betrieb bis zu 300 Kilometer pro Stunde.
Damit gehört er zu den schnellsten Zügen im Nahen Osten.
Seine Strecke führt mitten durch die Wüste Saudi-Arabiens.
Für diese Umgebung musste die Technik besonders angepasst werden.

Zwischen zwei heiligen Städten
Die Strecke verbindet die Städte Mekka und Medina.
Beide Orte sind für Millionen muslimischer Pilger von großer Bedeutung.
Unterwegs hält der Zug unter anderem in Dschidda.
So entsteht eine schnelle Verbindung für sehr viele Reisende.
Gut zu wissen
Der Zug ist nach den beiden heiligen Städten benannt, die er verbindet.
Während der Pilgerzeit fährt er besonders häufig, um die vielen Reisenden zu bewältigen.
Wie lang die Strecke ist
Die Hauptstrecke misst rund 449 Kilometer.
Mit dem Auto dauert diese Fahrt viele Stunden.
Der Zug schafft sie in gut zwei Stunden.
Das verändert das Reisen zwischen den beiden Städten grundlegend.
Welcher Zug hier fährt
Auf der Strecke fahren Züge vom Typ Talgo 350.
Für Saudi-Arabien wurde eine besondere Version entwickelt.
Sie trägt den Zusatz SRO und ist für die Wüste gerüstet.
Spezielle Filter und Dichtungen halten den feinen Sand fern.
So bleibt die empfindliche Technik auch bei Sandstürmen geschützt.
Seit wann der Zug fährt
Der Haramain-Zug nahm am 11. Oktober 2018 den Publikumsverkehr auf.
Zuvor hatte der Bau viele Jahre gedauert.
Die Wüste stellte die Ingenieure vor große Herausforderungen.
Seit der Eröffnung ist der Zug ein wichtiges Verkehrsmittel des Landes.
Ein Zug gegen Hitze und Sand
Die größte Schwierigkeit in der Wüste sind Hitze und Sand.
Hohe Temperaturen belasten Motoren und Klimaanlagen.
Feiner Sand kann in jede Ritze dringen.
Die Züge sind deshalb besonders robust gebaut.
Entlastung für die Pilgerreise
Jedes Jahr reisen sehr viele Pilger zwischen Mekka und Medina.
Früher waren dafür vor allem Busse und Autos im Einsatz.
Die Straßen waren oft überlastet.
Der schnelle Zug nimmt nun einen großen Teil dieses Verkehrs auf.
Das macht die Reise sicherer und bequemer.
Wie viele Züge beschafft wurden
Für den Betrieb wurden rund 35 Züge bestellt.
Jeder einzelne kann viele Hundert Reisende aufnehmen.
So lässt sich auch in Spitzenzeiten ein dichter Fahrplan anbieten.
Gerade während der Pilgerzeit ist das wichtig.
Der Talgo 350 und seine Herkunft
Der Talgo 350 stammt ursprünglich aus Spanien.
Dort fährt er unter dem Spitznamen El Pato, zu Deutsch die Ente.
Seinen Namen verdankt er der auffälligen Form der Lokomotive.
In Saudi-Arabien zeigt der bewährte Zug seine Stärken unter neuen Bedingungen.
Vergleich mit Europa
Mit 300 Kilometern pro Stunde ist der Haramain-Zug so schnell wie viele europäische Hochgeschwindigkeitszüge.
Der deutsche ICE erreicht ein ähnliches Tempo.
Auch der spanische AVE fährt in diesem Bereich.
Die Wüstenstrecke steht dem europäischen Maßstab also kaum nach.
Was die Zahlen bedeuten
300 Kilometer pro Stunde über 449 Kilometer Wüste sind eine starke Leistung.
Sie zeigen, dass Hochgeschwindigkeit auch unter harten Bedingungen gelingt.
Für die Pilger bedeutet der Zug vor allem Zeitgewinn und Sicherheit.
Die Zahlen erzählen von einer modernen Verbindung in einer alten Region.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
