Ortstermin
„Nächster Halt Nörten-Hardenberg; die schnellen Züge nach Würzburg fahren nebenan vorbei, wir halten trotzdem.“
Der Bahnhof Nörten-Hardenberg, wo die Schnellfahrstrecke ohne Halt vorbeifährt
→ Ein Ortstermin in Nörten-Hardenberg im Leinetal.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Nörten-Hardenberg liegt gleich an zwei Strecken, der alten Hannöverschen Südbahn mit Bahnsteigen und der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ohne Halt. Über dem Flecken thront die Burgruine Hardenberg mit ihrem Aussichtsturm.
Nörten-Hardenberg ist ein Flecken, also eine alte Marktsiedlung, im Leinetal in Südniedersachsen.
Sein Bahnhof ist etwas Besonderes, weil hier gleich zwei ganz verschiedene Bahnlinien aufeinandertreffen.
Über dem Ort wacht seit dem Mittelalter die Burg Hardenberg.

Ankunft im Leinetal
Der Bahnhof Nörten-Hardenberg liegt im Tal der Leine, das hier von Norden nach Süden verläuft.
Wer aussteigt, sieht auf der einen Seite den Ort und auf der anderen die bewaldeten Hänge.
Ein Flecken ist eine alte Marktsiedlung, größer als ein Dorf und doch keine richtige Stadt.
Über den Dächern erhebt sich schon von weitem die Ruine der Burg Hardenberg.
Der Bahnhof selbst ist unscheinbar, aber verkehrstechnisch überraschend wichtig.

Ein Bahnhof an zwei Strecken
Das Besondere an Nörten-Hardenberg ist, dass hier zwei Bahnstrecken nebeneinander liegen.
Die eine ist die alte Hannöversche Südbahn, an der der Bahnhof seine beiden Bahnsteige hat.
Die andere ist die Schnellfahrstrecke von Hannover nach Würzburg, die ohne Bahnsteige durch den Bahnhof läuft.
Im Bereich des Bahnhofs sind beide Strecken durch eine Reihe von Weichen miteinander verbunden.
So können Züge bei Bedarf von der einen auf die andere Strecke wechseln.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Nörten-Hardenberg liegt an der Hannöverschen Südbahn und an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg; Regionalzüge halten Richtung Northeim und Göttingen.
Die beiden Bahnsteige sind rund 290 Meter lang, während die schnellen Fernzüge ohne Halt vorbeifahren.
Sehenswert sind die Burgruine Hardenberg mit Aussichtsturm, das Schloss Hardenberg und das Kloster Marienstein.
Die schnelle Strecke ohne Halt
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg war eine der ersten Neubaustrecken für schnelle Züge in Deutschland.
Durch Nörten-Hardenberg rauschen ihre Züge, ohne zu halten, denn hier gibt es für sie keine Bahnsteige.
Für die neue Strecke wurde der Bahnhof grundlegend umgebaut und dabei auch die alten Gleise verschoben.
Neben den durchgehenden Gleisen liegen Überholgleise, auf denen langsamere Züge warten können.
Ein kleiner Flecken bekam so einen Bahnhof, an dem die schnellsten Züge des Landes vorbeifahren.

Zwei Bahnsteige, 290 Meter lang
An der alten Südbahn hat der Bahnhof zwei Außenbahnsteige.
Jeder von ihnen ist rund 290 Meter lang und 76 Zentimeter hoch.
Damit passen auch längere Regionalzüge bequem an den Bahnsteig.
Die Nord-Süd-Strecke und die Neubaustrecke laufen im Bahnhof über eine Weile dicht nebeneinander.
Wer hier steht, sieht deshalb manchmal zwei ganz verschiedene Zugwelten auf einmal.

Wer hier heute hält
Gehalten wird in Nörten-Hardenberg von den Regionalzügen der Hannöverschen Südbahn.
Sie verbinden den Flecken nach Norden mit der Kreisstadt Northeim.
Nach Süden führen sie zur bekannten Universitätsstadt Göttingen.
So ist der kleine Ort trotz seiner Größe gut an das Netz angebunden.
Für die schnellen Fernzüge bleibt er dagegen nur ein Punkt am Streckenrand.

Die Burg Hardenberg
Das Wahrzeichen des Ortes ist die Burgruine Hardenberg auf dem Burgberg.
Burg und das benachbarte Schloss tragen den Namen des alten Adelsgeschlechts derer von Hardenberg.
Die Ruine lässt sich im Rahmen von Führungen besichtigen, auch ihr Aussichtsturm ist dann begehbar.
Von oben reicht der Blick weit über das Leinetal.
Unterhalb der Ruine liegt das Schloss Hardenberg mit seinem Park.

Kirchen, Kloster und Warte
Im Ort stehen gleich mehrere sehenswerte Kirchen.
Die katholische Pfarrkirche St. Martin wurde 1894 bis 1895 an der Stelle einer mittelalterlichen Stiftskirche errichtet.
Die evangelische Christuskirche entstand wenig später, von 1902 bis 1904, im neugotischen Stil.
In einem Ortsteil liegt das Kloster Marienstein mit einer mittelalterlichen Krypta.
Auf dem Burgberg steht zudem die Hardenbergwarte, ein etwa 17 Meter hoher Aussichtsturm von 1842.

Ein alter Marktflecken
Die Gegend um Nörten-Hardenberg ist uralt, Funde reichen bis in die Eisenzeit zurück.
Im frühen 8. Jahrhundert wurde die Region von Mainz aus christianisiert.
Der Ort lag günstig an der Gabelung zweier alter Heerstraßen.
Deshalb bildete sich hier schon früh ein Jahrmarkt heraus.
Bis heute liegt der Flecken eingebettet zwischen dem Nörtener Wald und der Leine.

Ankommen in Nörten-Hardenberg
Ankommen in Nörten-Hardenberg heißt, an einem Bahnhof auszusteigen, an dem sich alt und neu begegnen.
Auf der einen Seite hält der gemütliche Regionalzug, auf der anderen fährt der schnelle Fernzug vorbei.
Vom Bahnhof führt der Weg hinauf zur Burgruine und ihrem Aussichtsturm.
Wer mag, besucht danach die alten Kirchen oder das Kloster Marienstein.
Und für die Weiterfahrt genügt ein Blick auf den Fahrplan der Südbahn.

Häufige Fragen
Was ist am Bahnhof Nörten-Hardenberg besonders?
Halten hier ICE-Züge?
Wohin fahren die Züge von Nörten-Hardenberg?
Was kann man in Nörten-Hardenberg besichtigen?
Was ist ein Flecken?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Der Bahnhof Northeim – Die Kreisstadt liegt an der Bahn nur wenige Minuten nördlich im Leinetal.
→ Ortstermin: Göttingen Hauptbahnhof – Die bekannte Universitätsstadt ist in südlicher Richtung rasch erreichbar.
