Ortstermin
„Nara, bitte achten Sie beim Aussteigen auf den Spalt zwischen Zug und Bahnsteig.“
Der Bahnhof Nara, bei den Rehen der alten Hauptstadt
→ Ein Ortstermin in Japan.
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Kurz gesagt
Nara war vor mehr als tausend Jahren die erste feste Hauptstadt Japans. Ihr JR-Bahnhof von 1890 führt mitten in eine Stadt voller Tempel, Rehe und Geschichte.
Wer in Nara aus dem Zug steigt, betritt eine der ältesten Hauptstädte Japans.
Der zentrale Bahnhof der Staatsbahn trägt schlicht den Namen Nara.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig bis zum großen Buddha von Todai-ji.

Der JR-Bahnhof von Nara
Der zentrale Bahnhof der Stadt gehört der Bahngesellschaft JR West.
Seine Gleise liegen heute auf einer erhöhten Ebene über der Straße.
Drei Bahnsteige an fünf Gleisen nehmen die Züge auf.
Vor dem Bahnhof breitet sich ein weiter Platz mit Busbahnhof aus.
Von hier starten viele Reisende zu den Tempeln der Stadt.

Eröffnet 1890
Der Bahnhof Nara wurde am 27. Dezember 1890 eröffnet.
Damit gehört er zu den älteren Bahnhöfen der Region.
Das alte Empfangsgebäude blieb neben dem neuen Bahnhof erhalten.
Mit seinem geschwungenen Dach wirkt es fast wie ein kleiner Tempel.
So stehen altes und neues Gebäude heute dicht beieinander.

Gut zu wissen
Der JR-Bahnhof Nara liegt erhöht über der Straße und hat drei Bahnsteige an fünf Gleisen.
Die Yamatoji-Linie fährt nach Osaka, die Nara-Linie nach Kyoto, die Sakurai-Linie endet hier.
Ein zweiter Bahnhof der Kintetsu-Bahn liegt näher am Park mit den Tempeln.
Linien durch das Yamato-Land
In Nara treffen gleich mehrere Bahnlinien aufeinander.
Die Yamatoji-Linie verbindet die Stadt mit der Großstadt Osaka.
Die Nara-Linie führt nach Norden in Richtung Kyoto.
Die Sakurai-Linie endet hier und zieht durch das alte Yamato-Land.
So ist der Bahnhof ein Knoten im Herzen der Region Kansai.

Zwei Bahnhöfe für Nara
Nara besitzt nicht nur einen, sondern zwei große Bahnhöfe.
Neben dem JR-Bahnhof gibt es den Bahnhof der Kintetsu-Bahn.
Dieser liegt näher am großen Park mit den Tempeln.
Viele Besucher aus Osaka und Kyoto nutzen daher die Kintetsu-Bahn.
Der JR-Bahnhof aber bleibt der zentrale Bahnhof der Stadt.

Der Bahnhof in Zahlen
Rund 34.000 Reisende nutzen den JR-Bahnhof an einem Tag.
Damit ist er gut in das dichte Netz der Region eingebunden.
Von den erhöhten Bahnsteigen fällt der Blick über die Stadt.
Unter den Gleisen reihen sich Läden und Durchgänge aneinander.
Vom Vorplatz sind es nur wenige Minuten in die Innenstadt.

Der große Buddha von Todai-ji
Das berühmteste Bauwerk der Stadt ist der Tempel Todai-ji.
In seiner mächtigen Halle sitzt ein riesiger Buddha aus Bronze.
Die Halle gilt als eines der größten Holzgebäude der Welt.
Schon beim Eintreten wirkt die Figur überwältigend groß.
Seit vielen Jahrhunderten zieht sie Pilger aus ganz Japan an.

Rehe im Park von Nara
Rund um die Tempel erstreckt sich der weite Park von Nara.
In ihm leben viele Hunderte frei umherlaufende Rehe.
Die Tiere gelten seit alters her als Boten der Götter.
Zutraulich kommen sie auf die Besucher zu und betteln um Futter.
So gehören Rehe und Tempel in Nara untrennbar zusammen.

Alte Hauptstadt und Welterbe
Von 710 bis 784 war Nara die Hauptstadt des ganzen Landes.
Damals trug die Stadt den Namen Heijo-kyo.
Aus dieser Zeit stammen viele Tempel und Schreine.
Dazu gehören der Schrein Kasuga-Taisha und der Tempel Kofuku-ji.
Gemeinsam bilden sie heute ein Welterbe der UNESCO.

Ankommen in Nara
Ankommen in Nara heißt, mitten in das alte Japan einzutauchen.
Vom JR-Bahnhof führt eine gerade Straße in Richtung Park.
Nach einem kurzen Weg kommen einem die ersten Rehe entgegen.
Von dort ist es nicht weit bis zur Halle des großen Buddha.
So lässt sich Nara an einem Tag bequem zu Fuß entdecken.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Nara eröffnet?
Welche Linien halten in Nara?
Warum hat Nara zwei Bahnhöfe?
Was macht Nara so besonders?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Osaka, eine Stadt unter Glas – die große Handelsstadt in der Region Kansai
→ Der Bahnhof Kyoto, ein Glaspalast für die Kaiserstadt – die alte Kaiserstadt mit den vielen Tempeln
