Ortstermin
„Der Shinkansen nach Tokio fährt von Gleis elf, bitte Vorsicht beim Einsteigen.“
Der Bahnhof Kyoto, ein Glaspalast für die Kaiserstadt
→ Ein Ortstermin in Kyoto, der alten Kaiserstadt Japans.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Kyoto ist der Hauptbahnhof der alten japanischen Kaiserstadt. Sein heutiges, 470 Meter langes Gebäude wurde 1997 von Hiroshi Hara entworfen.
Wer in Kyoto aus dem Zug steigt, steht in einem gewaltigen Bau aus Glas und Stahl.
Der Bahnhof Kyōto ist der Hauptbahnhof der alten japanischen Kaiserstadt.
Dieser Ortstermin führt vom ersten Bahnhof des Jahres 1877 bis zum futuristischen Bau von 1997.

Kyotos Tor zur alten Kaiserstadt
Der Bahnhof Kyōto ist der Hauptbahnhof der japanischen Stadt Kyoto.
Er zählt zu den verkehrsreichsten Bahnhöfen des Landes.
Über 200.000 Reisende nutzen allein die Züge der JR West an einem Tag.
Damit war er 2016 nach Osaka der zweitstärkste Bahnhof im Netz der JR West.
Für Millionen Besucher ist er das Tor zur alten Kaiserstadt.

Der erste Bahnhof von 1877
Im September 1876 wurde Kyoto an das Netz des japanischen Eisenbahnministeriums angebunden.
Weil der Bahnhof noch nicht fertig war, diente zunächst ein Behelfsbahnhof.
Der erste richtige Bahnhof von Kyoto wurde am 5. Februar 1877 eröffnet.
Die Eröffnung erfolgte durch einen Erlass von Kaiser Meiji.
Damit war die alte Hauptstadt an das moderne Verkehrsnetz angeschlossen.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Kyōto ist der Hauptbahnhof der alten japanischen Kaiserstadt und einer der verkehrsreichsten des Landes.
Der erste Bahnhof wurde 1877 eröffnet, das heutige futuristische Gebäude stammt von 1997 und wurde von Hiroshi Hara entworfen.
Hier halten der Tōkaidō-Shinkansen, mehrere Linien der JR West sowie die U-Bahn und viele Busse.
Am Tōkaidō und den Privatbahnen
1889 wurde die Strecke Teil der wichtigen Tōkaidō-Hauptlinie.
Diese Linie verbindet bis heute die großen Städte Japans.
Der Bahnhof wurde zudem Endstation zweier Privatbahnen.
1895 kam die Nara-Bahn hinzu, 1897 die Kyoto-Bahn.
Sie verbanden den Bahnhof mit dem Norden und Süden der Präfektur.

Von Gebäude zu Gebäude
Das erste Empfangsgebäude wurde 1914 durch einen Bau im Renaissance-Stil ersetzt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg nutzten kaiserliche Wagenkolonnen oft den Bahnhofsplatz.
Hier reiste Kaiser Hirohito zwischen Kyoto und Tokio.
1950 brannte das Empfangsgebäude ab.
1952 wurde es durch einen schlichten Betonbau ersetzt.

Der futuristische Bau von 1997
Zum 1200. Geburtstag der Stadt wurde 1997 ein neues Bahnhofsgebäude eingeweiht.
Es wurde vom Architekten Hiroshi Hara entworfen.
Der Bau ist 70 Meter hoch, 470 Meter lang und überdeckt eine riesige Fläche.
Seine leicht unregelmäßige Glasfassade ruht auf einem Stahlskelett.
Der Bau war sehr umstritten und wurde von Protesten begleitet.

Eine Stadt unter einem Dach
Der Bahnhof ist weit mehr als nur ein Ort zum Umsteigen.
In dem riesigen Gebäude befinden sich ein Hotel und ein Einkaufszentrum.
Dazu kommen Restaurants, Imbisse und viele weitere Läden.
Über große Treppen gelangt man hinauf unter das gläserne Dach.
Auf dem Dach lädt eine Aussichtsterrasse zum Blick über die Stadt ein.

Shinkansen und viele Linien
Der Bahnhof ist an den Tōkaidō-Shinkansen angebunden.
Mit diesem schnellen Zug erreicht man Tokio und Osaka in kurzer Zeit.
Dazu kommen mehrere Hauptlinien der Bahngesellschaft JR West.
Auch die private Kintetsu-Linie nach Nara beginnt hier.
So laufen am Bahnhof Fern- und Nahverkehr dicht zusammen.

Mit U-Bahn und Bus
Unter dem Bahnhof hält die Karasuma-Linie der Kyotoer U-Bahn.
Sie wurde 2016 täglich von über 120.000 Fahrgästen genutzt.
Vor dem Bahnhof liegt zudem ein großer Busbahnhof.
Von dort fahren die Busse zu den vielen Tempeln der Stadt.
So ist der Bahnhof der zentrale Knoten des Kyotoer Nahverkehrs.

Ankommen in Kyoto
Wer in Kyoto ankommt, steht mitten in der alten Kaiserstadt Japans.
Gegenüber dem Bahnhof ragt der Kyoto Tower in die Höhe.
Von hier aus erreicht man zahlreiche Tempel und Schreine der Stadt.
Viele von ihnen gehören zum UNESCO-Welterbe.
So beginnt der Besuch in Kyoto gleich unter dem großen Glasdach des Bahnhofs.

Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Kyoto eröffnet?
Wer hat das heutige Bahnhofsgebäude entworfen?
Was gibt es im Bahnhofsgebäude?
Hält hier der Shinkansen?
Wie viele Menschen nutzen den Bahnhof?
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