Ortstermin
„Der Amtrak-Zug nach Washington fährt von Gleis sieben, bitte Vorsicht beim Einsteigen.“
Der Bahnhof New York Penn Station, einst ein Palast
→ Ein Ortstermin in New York, mitten in Manhattan.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Die New York Penn Station ist der meistgenutzte Bahnhof der westlichen Hemisphäre. Ihr prächtiges Empfangsgebäude von 1910 wurde 1963 abgerissen.
Wer in New York mit dem Fernzug ankommt, steigt meist tief unter Manhattan aus.
Die Pennsylvania Station ist der meistgenutzte Bahnhof der westlichen Hemisphäre.
Dieser Ortstermin führt vom prächtigen Palast von 1910 bis zur neuen Halle von 2021.

Der meistgenutzte Bahnhof der westlichen Hemisphäre
Die Pennsylvania Station liegt im Westen des New Yorker Stadtbezirks Manhattan.
Kurz wird sie meist nur Penn Station genannt.
An einem Werktag nutzen sie rund 650.000 Fahrgäste.
Damit gilt sie als der Verkehrsknoten mit dem höchsten Aufkommen in der westlichen Hemisphäre.
Betrieben wird der Bahnhof von der Gesellschaft Amtrak, dazu kommen NJ Transit und die Long Island Rail Road.

Erst mit der Fähre über den Hudson
Lange hatte die Pennsylvania Railroad keine direkte Verbindung nach Manhattan.
Ihre Züge endeten am Westufer des Hudson in Jersey City.
Von dort mussten die Reisenden mit einer Fähre über den Fluss setzen.
Der Hudson ist an dieser Stelle mehr als einen Kilometer breit.
Die Konkurrenz fuhr dagegen mit dem Grand Central schon mitten nach Manhattan.

Gut zu wissen
Die New York Penn Station wurde 1910 eröffnet und ist der meistgenutzte Bahnhof der westlichen Hemisphäre.
Ihr berühmtes Empfangsgebäude von McKim, Mead and White wurde 1963 abgerissen, der heutige Bahnhof 1968 fertiggestellt.
Betrieben wird der Bahnhof von Amtrak; 2021 kam mit der Moynihan Train Hall eine neue Halle hinzu.
Ein Tunnel unter den Fluss
Um 1901 begann die Bahn mit der Planung des New York Tunnel Extension.
Nach dem Kauf der Long Island Railroad besaß sie Netze östlich und westlich von Manhattan.
So wurde ein Durchgangsbahnhof mitten in der Stadt möglich.
Die Zufahrt führt durch Tunnel unter dem Hudson und dem East River.
Erst der elektrische Betrieb machte die rauchfreien Tunnel überhaupt möglich.

Ein Palast im Stil der Antike
Das Empfangsgebäude von 1910 entwarf das berühmte Büro McKim, Mead and White.
Es galt als ein Meisterwerk des sogenannten Beaux-Arts-Stils.
Rosa Granit und Säulenkolonnaden im griechisch-römischen Stil prägten den Bau.
Die Bahnsteighallen bestanden aus Stahl und Glas.
Die riesige Haupthalle war den antiken Caracalla-Thermen in Rom nachempfunden.

Der Abriss von 1963
In Manhattan stiegen die Grundstückspreise immer weiter.
Zugleich stand die Pennsylvania Railroad finanziell schlecht da.
Deshalb begann 1963 der Abriss des prächtigen Empfangsgebäudes.
An seiner Stelle sollten ertragreiche Immobilien entstehen.
Der Abriss geschah trotz heftiger Kritik vieler New Yorker.

Wie ein Bahnhof die Denkmalpflege veränderte
Der Verlust des Bahnhofs führte zur Gründung einer Bürgerbewegung.
Diese setzte sich für den Schutz bedeutender Bauwerke ein.
In der Folge wurde das New Yorker Denkmalschutzrecht geändert.
Dadurch konnte in den 1970er Jahren das Grand Central Terminal gerettet werden.
So wirkt der Abriss der Penn Station bis heute nach.

Ein Bahnhof unter dem Madison Square Garden
Auf dem Gelände des alten Bahnhofs entstand bis 1968 der vierte Madison Square Garden.
Dazu kamen Teile des Hochhaus-Ensembles Pennsylvania Plaza.
Der Bahnhof selbst liegt seitdem unter diesen Bauten unter der Erde.
Das heutige Empfangsgebäude wurde 1968 fertiggestellt.
Von der Pracht des alten Baus war darin lange nichts mehr zu spüren.

Die neue Moynihan Train Hall
Gegenüber dem bisherigen Bahnhof liegt ein altes Postgebäude.
In ihm entstand eine neue, lichtdurchflutete Halle.
Sie trägt den Namen Moynihan Train Hall.
Im Jahr 2021 wurde sie für die Reisenden eröffnet.
So erhielt die Penn Station nach langer Zeit wieder eine große, helle Halle.

Ankommen in New York
Wer in der Penn Station ankommt, steht mitten in Manhattan.
Direkt über dem Bahnhof liegt der Madison Square Garden.
Nur wenige Straßen entfernt erhebt sich das Empire State Building.
Ganz in der Nähe liegt zudem der belebte Herald Square.
So beginnt der Besuch in New York gleich unter den Häusern von Midtown.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen nutzen die Penn Station?
Was geschah mit dem alten Bahnhofsgebäude?
Wer hat das historische Gebäude entworfen?
Was ist die Moynihan Train Hall?
Welche Züge halten in der Penn Station?
Weiterfahrt
