Ortstermin
„Auf Gleis eins hat Einfahrt die Bayerische Regiobahn nach Bayrischzell, Halt in Miesbach.“
Der Bahnhof Miesbach, Endstation der alten Kohlenbahn im Oberland
→ Ein Ortstermin im oberbayerischen Oberland.
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Kurz gesagt
Miesbach liegt an der eingleisigen Strecke Holzkirchen–Schliersee und wird im Stundentakt von der Bayerischen Regiobahn bedient. Die Bahn entstand einst, um die Kohle aus Miesbach und Hausham abzutransportieren.
Miesbach ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im oberbayerischen Alpenvorland.
Mit rund 11.500 Einwohnern ist sie die kleinste Kreisstadt Oberbayerns und zugleich eine der höchstgelegenen Kreisstädte Deutschlands.
Wer mit dem Zug anreist, steht an einem Bahnhof, dessen Geschichte eng mit dem Bergbau der Region verbunden ist.

Die höchstgelegene Kreisstadt
Miesbach liegt auf rund 700 Metern über dem Meer am Rand der bayerischen Alpen.
Durch die Stadt fließt die Schlierach, die dem benachbarten Schliersee entspringt.
Die Lage im Oberland macht Miesbach zu einem beliebten Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge.
Trotz ihrer geringen Größe ist die Stadt Verwaltungssitz eines ganzen Landkreises.
Der Bahnhof liegt am Rand der historischen Altstadt und ist zu Fuß schnell mit ihr verbunden.

Eine Bahn für die Kohle
Der Bahnhof Miesbach liegt an der Bahnstrecke Holzkirchen–Schliersee, die von Holzkirchen über Miesbach und Hausham führt.
Ihren Ursprung hat die Strecke in der 1857 gebauten Bayerischen Maximiliansbahn von München über Holzkirchen nach Rosenheim.
In den 1860er Jahren entstand die Verbindung nach Miesbach, um die in Miesbach und Hausham geförderte Kohle abzutransportieren.
Im Jahr 1868 wurde die Strecke zunächst bis Hausham und kurz darauf weiter ins Oberland verlängert.
So wuchs aus einer reinen Industriebahn allmählich eine Linie für den Reiseverkehr.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Miesbach liegt an der eingleisigen, nicht elektrifizierten Strecke Holzkirchen–Schliersee.
Die Linie geht auf die 1857 gebaute Bayerische Maximiliansbahn zurück und diente zunächst dem Kohletransport.
Heute bedient das Oberland-Netz der Bayerischen Regiobahn die Stadt im Stundentakt nach München und Bayrischzell.
Von den alten Betriebsanlagen sind nur zwei Bahnsteiggleise geblieben; auf dem Ladebahnhof steht seit 2008 ein Einkaufszentrum.
Die historische Altstadt steht unter Ensembleschutz, und Miesbach gilt als Zentrum der Miesbacher Tracht.
Der Bahnhof heute
Die Strecke Holzkirchen–Schliersee ist bis heute eingleisig und nicht elektrifiziert.
Von den früheren Betriebsanlagen in Miesbach sind nur noch zwei Bahnsteiggleise erhalten.
Der übrige Teil des Geländes wurde über die Jahre zurückgebaut.
Auf dem Areal des ehemaligen Ladebahnhofs steht seit 2008 ein Einkaufszentrum.
Damit erzählt schon das Bahnhofsumfeld von einem Wandel vom Güter- zum Personenverkehr.

Im Stundentakt ins Oberland
Heute wird Miesbach vom Oberland-Netz der Bayerischen Regiobahn bedient.
Die Züge verkehren im Stundentakt und verbinden die Stadt mit München auf der einen Seite.
In die andere Richtung führen die Zugläufe über Schliersee bis nach Bayrischzell.
Für Pendler und Ausflügler ist der Bahnhof damit ein verlässlicher Taktpunkt.
Gerade an Wochenenden bringt die Bahn viele Wanderer und Wintergäste ins Oberland.

Eine Altstadt unter Ensembleschutz
Die historische Altstadt mit Stadtplatz, Marktplatz und Marienplatz ist die Hauptsehenswürdigkeit Miesbachs.
Sie steht als Ganzes unter Ensembleschutz und beherbergt zahlreiche Baudenkmäler.
Der obere Stadtplatz und der Marktplatz bilden ein Altstadtensemble von hohem städtebaulichem Reiz.
Von erhöhten Lagen ergeben sich immer wieder reizvolle Blicke auf die alten Dächer.
Der Wasserlauf der Schlierach und der begleitende Baumbestand ergänzen das Bild.

Kirche und Handwerk
Weithin sichtbar ist die exponiert gelegene Stadtpfarrkirche über der Altstadt.
Im 17. und 18. Jahrhundert erlangte Miesbach Bedeutung durch die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes.
Hinzu kam das Kunsthandwerk, das der Stadt über ihre Grenzen hinaus einen Namen gab.
Entlang der Ledererstraße reihen sich bis heute zahlreiche historische Gebäude.
Diese Gassen laden zu einem ruhigen Bummel abseits der großen Durchgangsstraßen ein.

Die Heimat der Miesbacher Tracht
Miesbach gilt als ein Zentrum der bayerischen Brauchtumspflege und der Volkstracht.
Besonders bekannt ist die sogenannte Miesbacher Tracht, die weit über die Region hinaus wirkt.
Sie prägt bis heute viele Trachtenvereine im gesamten Alpenraum.
Wer zu einem Volksfest anreist, erlebt die Tracht in ihrer ursprünglichen Umgebung.
So ist Miesbach nicht nur ein Bahnhof im Oberland, sondern auch ein Stück gelebte Kultur.

Rund um den Schliersee
Die Bahnstrecke verbindet Miesbach direkt mit dem nahen Schliersee.
Dieser ist eines der bekanntesten Ausflugsziele im bayerischen Oberland.
Von dort aus sind viele Wanderwege und Berggipfel gut erreichbar.
Auch der Weg zurück Richtung Holzkirchen führt durch eine abwechslungsreiche Voralpenlandschaft.
Der Bahnhof Miesbach ist damit ein guter Startpunkt für Touren in alle Richtungen.

Ankommen in Miesbach
Wer in Miesbach aus dem Zug steigt, erreicht eine kleine, aber lebendige Kreisstadt am Fuß der Alpen.
Vom Bahnsteig sind es nur wenige Schritte bis in die denkmalgeschützte Altstadt.
Die eingleisige Strecke erinnert noch an die Zeit, als hier vor allem Kohle unterwegs war.
Heute bringt die Bayerische Regiobahn im Stundentakt Pendler, Wanderer und Kulturgäste.
So fügt sich dieser Ortstermin aus Bergbaugeschichte, Tracht und Voralpenlandschaft zu einem runden Bild.

Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt der Bahnhof Miesbach?
Warum wurde die Bahn nach Miesbach gebaut?
Wer betreibt heute die Züge?
Was steht auf dem alten Bahngelände?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Holzkirchen, Drehscheibe zwischen München und dem Oberland – Holzkirchen ist der Abzweigbahnhof weiter nördlich, wo die Strecke ins Oberland beginnt.
→ Ortstermin: Bahnhof Rosenheim – Schliersee am Ende der Strecke ist ein bekanntes Ausflugsziel im Oberland.
