Der Bahnhof Dingolfing, Haltepunkt zwischen Isarstadt und Autowerk

Ortstermin

„Auf Gleis eins hat Einfahrt der Regionalzug nach Plattling, Halt in Dingolfing.“

Der Bahnhof Dingolfing, Haltepunkt zwischen Isarstadt und Autowerk

→ Ein Ortstermin in Niederbayern.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Dingolfing liegt an der elektrifizierten Strecke Landshut–Plattling, die seit 1880 durch das Isartal führt. Für den Güterverkehr ist bis heute die Anbindung an das große BMW-Werk bedeutsam.

Dingolfing ist die Kreisstadt des Landkreises Dingolfing-Landau im Regierungsbezirk Niederbayern.

Die Stadt liegt an der Isar und ist vor allem als großer Standort der Automobilindustrie bekannt.

Wer am Bahnhof ankommt, steht zwischen einer alten Isarstadt und einem der größten Industriewerke Europas.

Bahnhof Dingolfing
Foto: MaxEmanuel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Kreisstadt an der Isar

Dingolfing liegt im niederbayerischen Isartal, etwa auf halbem Weg zwischen Landshut und Plattling.

Die Stadt ist Verwaltungssitz des Landkreises Dingolfing-Landau.

Ihr historischer Kern erhebt sich über dem Fluss und wird von der alten Herzogsburg überragt.

Zugleich ist Dingolfing durch die Automobilindustrie zu einer wichtigen Arbeitsstadt geworden.

Der Bahnhof verbindet beide Seiten dieser Stadt, die alte Residenz und das moderne Werk.

Dingolfing, Bahnhof, 2
Foto: Renardo la vulpo, CC0, via Wikimedia Commons

Die Strecke Landshut–Plattling

Der Bahnhof Dingolfing liegt an der Bahnstrecke Landshut–Plattling, die in Landshut von der Linie München–Regensburg abzweigt.

Von dort führt sie durch Niederbayern über Dingolfing, Landau an der Isar und Plattling weiter bis zur Staatsgrenze bei Bayerisch Eisenstein.

Die Konzession für den Bau erhielt die Aktiengesellschaft der Bayerischen Ostbahnen im November 1872.

Die eigentlichen Bauarbeiten begannen im Jahr 1874.

Der Abschnitt Landshut–Pilsting, auf dem auch Dingolfing liegt, wurde am 15. Mai 1880 eröffnet.

Bahnhof Dingolfing von der Gleisseite
Foto: -wuppertaler, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Dingolfing liegt an der Bahnstrecke Landshut–Plattling, die in Landshut von der Linie München–Regensburg abzweigt.

Der Abschnitt Landshut–Pilsting mit Dingolfing wurde am 15. Mai 1880 eröffnet; die Konzession stammt von 1872.

Der Abschnitt Landshut–Plattling ist elektrifiziert; für den Güterverkehr ist die Anbindung an das BMW-Werk bedeutsam.

Das BMW Group Werk Dingolfing gilt als größter Produktionsstandort von BMW in Europa und geht auf die Hans Glas GmbH zurück.

Die spätgotische Herzogsburg beherbergt heute das Museum Dingolfing.

Ein elektrifizierter Abschnitt

Der Abschnitt zwischen Landshut und Plattling ist elektrifiziert.

Damit verkehren auf diesem Teil der Strecke moderne Regionalzüge.

Dingolfing ist so ohne Umweg mit den größeren Knoten Landshut und Plattling verbunden.

Über Landshut besteht Anschluss an die Hauptstrecke München–Regensburg.

Für die vielen Berufspendler der Region ist die Bahn damit eine wichtige Verbindung.

Dingolfing Oberdingolfing nördl Dingolfing v SO 03
Foto: Flodur63, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Güterverkehr zum Werk

Neben dem Personenverkehr spielt in Dingolfing der Güterverkehr eine besondere Rolle.

Für ihn ist vor allem die Anbindung an das BMW-Werk in Dingolfing bedeutsam.

Über die Schiene gelangen Teile und Fahrzeuge zu und von dem großen Standort.

So verbindet die Strecke das Isartal nicht nur mit anderen Städten, sondern auch mit der Industrie.

Der Bahnhof steht damit sinnbildlich für die enge Verzahnung von Bahn und Automobilbau.

Dingolfing Oberdingolfing Dingolfing v SO, BMW Werk 01
Foto: Flodur63, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vom Goggomobil zum Autokonzern

Das BMW Group Werk Dingolfing gilt als der größte Produktionsstandort von BMW in Europa.

Seine Ursprünge gehen auf die Hans Glas GmbH zurück, die seit 1905 in Dingolfing ansässig war.

Berühmt wurde das Unternehmen vor allem durch den Kleinwagen Goggomobil.

Im Jahr 1967 übernahm die BMW AG die Hans Glas GmbH.

Noch bis 1969 lief in Dingolfing die Produktion des Goggomobils weiter, ehe die Marke BMW übernahm.

Dingolfing Ansicht 1792 mod
Foto: unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons

Die spätgotische Herzogsburg

Das Wahrzeichen der Altstadt ist die Herzogsburg, ein zweigeschossiger spätgotischer Backsteinbau.

Mit ihrem Treppengiebel und den Zierzinnen erinnert sie an die holländische Backsteingotik.

Im Jahr 1483 wurde der Burg eine Kapelle angebaut.

Dahinter liegt der frühere Getreidekasten, der 1477 und 1478 als Teil der Stadtmauer errichtet wurde.

Heute beherbergt die Herzogsburg das Museum Dingolfing.

GER Dingolfing, Landratsamt Dingolfing Landau 0001
Foto: -wuppertaler, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Durch die alte Isarstadt

Vom Bahnhof aus ist die historische Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Sie liegt oberhalb der Isar und bewahrt bis heute Reste ihrer alten Befestigung.

Rund um die Herzogsburg führen enge Gassen durch den ältesten Teil der Stadt.

Von den erhöhten Lagen öffnet sich der Blick über das weite Isartal.

Die Nähe zum Fluss macht Dingolfing zu einem guten Ausgangspunkt für Spaziergänge am Wasser.

Stadtpfarrkirche in Dingolfing
Foto: The original uploader was Sue107 at German Wikiped, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Landau und Plattling

Von Dingolfing aus erreicht man auf der Strecke rasch Landau an der Isar.

Diese Nachbarstadt gibt dem Landkreis Dingolfing-Landau seinen zweiten Namen.

In Plattling am anderen Ende der Strecke treffen mehrere Bahnlinien zusammen.

Von dort führt die Bahn weiter in den Bayerischen Wald bis nach Bayerisch Eisenstein.

Dingolfing liegt damit an einer Strecke, die Flusstal und Mittelgebirge miteinander verbindet.

Getreidekasten an der Herzogsburg in Dingolfing
Foto: FrAnneser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Dingolfing

Wer in Dingolfing aus dem Zug steigt, steht zwischen zwei Welten.

Auf der einen Seite liegt die alte Isarstadt mit ihrer Herzogsburg und den engen Gassen.

Auf der anderen Seite erstreckt sich eines der größten Autowerke Europas.

Die Bahn verbindet beide und bringt zugleich Pendler, Reisende und Güter durch das Isartal.

So erzählt dieser Ortstermin von einer Stadt, in der Geschichte und moderne Industrie dicht beieinander liegen.

Kirche Sankt Josef in Dingolfing
Foto: Elcom.stadler, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

An welcher Strecke liegt der Bahnhof Dingolfing?
Er liegt an der Bahnstrecke Landshut–Plattling, die in Landshut von der Linie München–Regensburg abzweigt und durch Niederbayern führt.
Seit wann hat Dingolfing einen Bahnanschluss?
Der Abschnitt Landshut–Pilsting, auf dem Dingolfing liegt, wurde am 15. Mai 1880 eröffnet; die Konzession stammt aus dem Jahr 1872.
Welche Rolle spielt das BMW-Werk für die Bahn?
Für den Güterverkehr ist die Anbindung an das große BMW-Werk in Dingolfing bis heute bedeutsam.
Was war vor BMW in Dingolfing?
In Dingolfing war seit 1905 die Hans Glas GmbH ansässig, bekannt für das Goggomobil; 1967 übernahm die BMW AG das Unternehmen.
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Zu Fuß erreichbar ist die Altstadt mit der spätgotischen Herzogsburg, in der heute das Museum Dingolfing untergebracht ist.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Bahnhof Landshut – Landshut ist der nächste große Knoten, wo die Strecke von der Linie München–Regensburg abzweigt.

→ Ortstermin: Der Bahnhof Landshut – Plattling am anderen Ende ist ein wichtiger Bahnknoten in Niederbayern.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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