Ortstermin
„Endstation Lecce, bitte alle aussteigen, zur barocken Altstadt geht es geradeaus durch die Halle.“
Der Bahnhof Lecce, Endstation im barocken Süden
→ Ein Ortstermin in Apulien.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Lecce wurde 1866 eröffnet und ist der südliche Endpunkt der langen Adria-Bahn. Von hier gehen auch die Regionalstrecken der Ferrovie del Sud Est ins Salento aus.
Wer bis in den tiefen Süden Italiens fährt, endet oft in Lecce, der Hauptstadt des Salento.
Die Stadt ist für ihren überschwänglichen Barock aus hellem Stein berühmt.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die barocke Stadt vor.

Das Ende der Adria-Bahn
Der Bahnhof Lecce wurde am 15. Januar 1866 eröffnet.
Anlass war die Fertigstellung des letzten Abschnitts der Adria-Bahn zwischen Brindisi und Lecce.
Damit ist Lecce der südliche Endpunkt dieser langen Strecke von Ancona herab.
Über die Adria-Bahn ist die Stadt mit Bari und dem übrigen Italien verbunden.
So endet in Lecce eine der großen Küstenstrecken des Landes.

Die Bahnen ins Salento
In Lecce beginnen außerdem mehrere Regionalstrecken.
Sie führen hinaus in die Landschaft des Salento, der Spitze des italienischen Stiefels.
Eine Linie verbindet die Stadt mit Otranto an der Ostküste.
Eine weitere führt über das Land nach Martina Franca.
Betrieben werden diese Strecken von der Gesellschaft Ferrovie del Sud Est.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Lecce wurde am 15. Januar 1866 eröffnet.
Er ist der südliche Endpunkt der Adria-Bahn und Ausgangspunkt der Strecken ins Salento.
Lecce wird wegen seines Barocks das Florenz des Südens genannt.
Zwei Bahngesellschaften an einem Ort
Am Bahnhof Lecce treffen zwei Bahngesellschaften zusammen.
Die Fernzüge der Adria-Bahn fahren im Auftrag der Trenitalia.
Die Regionalzüge ins Salento übernimmt die Ferrovie del Sud Est.
Der Bahnhof verfügt über acht Bahnsteige.
So ist er der wichtigste Umsteigepunkt im Süden Apuliens.

Wer den Bahnhof verwaltet
Für die Anlagen ist die staatliche Rete Ferroviaria Italiana zuständig.
Im Netz trägt der Bahnhof das Kürzel LCZ.
Fern- und Regionalverkehr laufen hier unter einem Dach zusammen.
Der Bahnhof liegt südlich der Altstadt.
Von hier führt eine gerade Straße ins historische Zentrum.

Vom Bahnhof in die Altstadt
Vom Bahnhofsvorplatz sind es nur wenige Minuten bis zur barocken Altstadt.
Unterwegs ändert sich das Stadtbild zu engen, hellen Gassen.
Der Stein der Häuser leuchtet in einem warmen Goldton.
Dieser weiche Kalkstein lässt sich leicht bearbeiten.
So ist schon der Weg vom Bahnhof ein erster Eindruck von Lecce.

Das Florenz des Südens
Wegen seiner reichen Bauten wird Lecce das Florenz des Südens genannt.
Überall in der Stadt zeigt sich der üppige Barock des 17. Jahrhunderts.
Dieser Stil wird nach der Stadt der Barocco leccese genannt.
Möglich wurde er durch den weichen Stein, die pietra leccese.
Aus ihm schnitten die Bildhauer Blüten, Figuren und Fratzen.

Die Basilika Santa Croce
Das berühmteste Bauwerk ist die Basilika Santa Croce.
Ihr Bau begann 1353 und zog sich über Jahrhunderte hin.
Erst 1695 wurde die reich verzierte Fassade vollendet.
Tiere, Figuren und Fabelwesen bedecken ihre Front.
Sie gilt als Höhepunkt des Lecce-Barocks.

Dom, Amphitheater und Platz
Im Herzen der Stadt liegt der Domplatz mit der Kathedrale.
Deren hoher Glockenturm wurde im 17. Jahrhundert von Giuseppe Zimbalo errichtet.
Auf dem Platz Sant’Oronzo liegen die Reste eines römischen Amphitheaters.
Es stammt aus dem 2. Jahrhundert und bot einst über 25.000 Zuschauern Platz.
Heute ist nur noch ein Teil davon freigelegt.

Ankommen in Lecce
Ankommen in Lecce heißt, am Ende einer langen Bahnstrecke in eine barocke Stadt zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Platz Sant’Oronzo.
Die Basilika Santa Croce und der Dom liegen in bequemer Gehweite.
Von hier aus erreicht man mit der Regionalbahn auch die Küsten des Salento.
So ist der Bahnhof das Tor zum barocken Süden Italiens.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Lecce eröffnet?
Ist Lecce das Ende einer Bahnstrecke?
Welche Bahnen fahren ins Salento?
Warum heißt Lecce das Florenz des Südens?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Bari Centrale – die Hauptstadt Apuliens an der Adria
→ Ortstermin: Neapel Centrale – die Hafenstadt weiter nördlich an der Strecke
