Der Bahnhof Lecce, Endstation im barocken Süden

Ortstermin

„Endstation Lecce, bitte alle aussteigen, zur barocken Altstadt geht es geradeaus durch die Halle.“

Der Bahnhof Lecce, Endstation im barocken Süden

→ Ein Ortstermin in Apulien.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Lecce wurde 1866 eröffnet und ist der südliche Endpunkt der langen Adria-Bahn. Von hier gehen auch die Regionalstrecken der Ferrovie del Sud Est ins Salento aus.

Wer bis in den tiefen Süden Italiens fährt, endet oft in Lecce, der Hauptstadt des Salento.

Die Stadt ist für ihren überschwänglichen Barock aus hellem Stein berühmt.

Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die barocke Stadt vor.

Cartelli FSE stazione Lecce
Foto: Terrasque, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Ende der Adria-Bahn

Der Bahnhof Lecce wurde am 15. Januar 1866 eröffnet.

Anlass war die Fertigstellung des letzten Abschnitts der Adria-Bahn zwischen Brindisi und Lecce.

Damit ist Lecce der südliche Endpunkt dieser langen Strecke von Ancona herab.

Über die Adria-Bahn ist die Stadt mit Bari und dem übrigen Italien verbunden.

So endet in Lecce eine der großen Küstenstrecken des Landes.

Trenitalia, Lecce
Foto: Chris0693, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Bahnen ins Salento

In Lecce beginnen außerdem mehrere Regionalstrecken.

Sie führen hinaus in die Landschaft des Salento, der Spitze des italienischen Stiefels.

Eine Linie verbindet die Stadt mit Otranto an der Ostküste.

Eine weitere führt über das Land nach Martina Franca.

Betrieben werden diese Strecken von der Gesellschaft Ferrovie del Sud Est.

FSE at Lecce
Foto: Chris0693, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Lecce wurde am 15. Januar 1866 eröffnet.

Er ist der südliche Endpunkt der Adria-Bahn und Ausgangspunkt der Strecken ins Salento.

Lecce wird wegen seines Barocks das Florenz des Südens genannt.

Zwei Bahngesellschaften an einem Ort

Am Bahnhof Lecce treffen zwei Bahngesellschaften zusammen.

Die Fernzüge der Adria-Bahn fahren im Auftrag der Trenitalia.

Die Regionalzüge ins Salento übernimmt die Ferrovie del Sud Est.

Der Bahnhof verfügt über acht Bahnsteige.

So ist er der wichtigste Umsteigepunkt im Süden Apuliens.

Lecce Station
Foto: Haragayato, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wer den Bahnhof verwaltet

Für die Anlagen ist die staatliche Rete Ferroviaria Italiana zuständig.

Im Netz trägt der Bahnhof das Kürzel LCZ.

Fern- und Regionalverkehr laufen hier unter einem Dach zusammen.

Der Bahnhof liegt südlich der Altstadt.

Von hier führt eine gerade Straße ins historische Zentrum.

Lecce stazione ferroviaria automotrice FSE Ad 06 30 06 1986
Foto: Gabriele Fontana, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Vom Bahnhof in die Altstadt

Vom Bahnhofsvorplatz sind es nur wenige Minuten bis zur barocken Altstadt.

Unterwegs ändert sich das Stadtbild zu engen, hellen Gassen.

Der Stein der Häuser leuchtet in einem warmen Goldton.

Dieser weiche Kalkstein lässt sich leicht bearbeiten.

So ist schon der Weg vom Bahnhof ein erster Eindruck von Lecce.

ATR 220 Lecce 2
Foto: Saggittarius A, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Florenz des Südens

Wegen seiner reichen Bauten wird Lecce das Florenz des Südens genannt.

Überall in der Stadt zeigt sich der üppige Barock des 17. Jahrhunderts.

Dieser Stil wird nach der Stadt der Barocco leccese genannt.

Möglich wurde er durch den weichen Stein, die pietra leccese.

Aus ihm schnitten die Bildhauer Blüten, Figuren und Fratzen.

ATR 220 Lecce 1
Foto: Saggittarius A, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Basilika Santa Croce

Das berühmteste Bauwerk ist die Basilika Santa Croce.

Ihr Bau begann 1353 und zog sich über Jahrhunderte hin.

Erst 1695 wurde die reich verzierte Fassade vollendet.

Tiere, Figuren und Fabelwesen bedecken ihre Front.

Sie gilt als Höhepunkt des Lecce-Barocks.

ATR 220 Lecce 3
Foto: Saggittarius A, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Dom, Amphitheater und Platz

Im Herzen der Stadt liegt der Domplatz mit der Kathedrale.

Deren hoher Glockenturm wurde im 17. Jahrhundert von Giuseppe Zimbalo errichtet.

Auf dem Platz Sant’Oronzo liegen die Reste eines römischen Amphitheaters.

Es stammt aus dem 2. Jahrhundert und bot einst über 25.000 Zuschauern Platz.

Heute ist nur noch ein Teil davon freigelegt.

Lecce Van Hool trolleybus 12 on Viale Oronzo Quarta, on route M1 (2022)
Foto: Steve Morgan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Lecce

Ankommen in Lecce heißt, am Ende einer langen Bahnstrecke in eine barocke Stadt zu treten.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Platz Sant’Oronzo.

Die Basilika Santa Croce und der Dom liegen in bequemer Gehweite.

Von hier aus erreicht man mit der Regionalbahn auch die Küsten des Salento.

So ist der Bahnhof das Tor zum barocken Süden Italiens.

Basilica di Santa Croce e Celestini Lecce
Foto: Lupiae, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Lecce eröffnet?
Der Bahnhof wurde am 15. Januar 1866 mit dem letzten Abschnitt der Adria-Bahn eröffnet.
Ist Lecce das Ende einer Bahnstrecke?
Ja, Lecce ist der südliche Endpunkt der Adria-Bahn von Ancona.
Welche Bahnen fahren ins Salento?
Die Regionalstrecken der Ferrovie del Sud Est führen unter anderem nach Otranto und Martina Franca.
Warum heißt Lecce das Florenz des Südens?
Wegen seiner vielen prächtigen Barockbauten aus hellem Stein.
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Die Basilika Santa Croce, den Dom und das römische Amphitheater am Platz Sant’Oronzo.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Bari Centrale – die Hauptstadt Apuliens an der Adria

→ Ortstermin: Neapel Centrale – die Hafenstadt weiter nördlich an der Strecke

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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