Zahlen, bitte!
„Langsame Fahrt über die Sitter: 99 Meter über dem Talgrund, auf der höchsten Eisenbahnbrücke der Schweiz.“
Wie hoch ist der Sitterviadukt?
→ Eine Brücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Sitterviadukt bei St. Gallen ist mit 99 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz. 99 Meter über dem Talgrund führt das Gleis über das Tal der Sitter.
Bei St. Gallen überquert eine schmale Bahnstrecke ein tief eingeschnittenes Flusstal.
Weit unten fließt die Sitter, hoch oben rollt der Zug über einen langen Viadukt.
Der Sitterviadukt ist die höchste Eisenbahnbrücke der ganzen Schweiz.

Die wichtigsten Zahlen
99 m
größte Höhe
höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz
365 m
Länge
über das Tal der Sitter
1910
fertiggestellt
Baubeginn 1908
In der Mitte überspannt ein 120 Meter langer stählerner Fachwerkträger das Tal, der weitest gespannte Träger einer Schweizer Eisenbahnbrücke.
Neunundneunzig Meter über dem Talgrund
Der Sitterviadukt ragt an seiner höchsten Stelle 99 Meter über den Talgrund.
Damit ist er die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz.
Tief unten fließt der Fluss Sitter durch das Tal.
Von der Brücke aus eröffnet sich ein weiter Blick über die Landschaft.

Ein Viadukt von 365 Metern
Von einem Ende zum anderen misst der Viadukt 365 Meter.
Über diese Länge führt er das Gleis in einem Zug über das Tal.
Das Bauwerk ist nur für ein einziges Gleis ausgelegt.
Die Züge fahren daher einzeln und mit mäßigem Tempo hinüber.
Gut zu wissen
Der Fluss Sitter hat sich bei St. Gallen tief in das Gelände eingegraben, weshalb an dieser Stelle eine besonders hohe Brücke nötig war.
Neben der Eisenbahnbrücke gibt es über die Sitter noch weitere Viadukte, etwa für die Autobahn, die nicht mit dem Bahnviadukt verwechselt werden sollten.
Der stählerne Träger in der Mitte
In der Mitte überspannt ein 120 Meter langer Stahlträger das Tal.
Es handelt sich um einen genieteten Fachwerkträger.
Seine Unterkante ist nach unten gewölbt und bis zu 12,5 Meter hoch.
Dieser Teil trägt die Hauptlast über dem tiefsten Punkt des Tals.
Der weitest gespannte Träger der Schweiz
Der stählerne Träger ist bis heute eine Besonderheit.
Er gilt als der am weitesten gespannte Träger einer Schweizer Eisenbahnbrücke.
Seine Spannweite war zur Bauzeit eine technische Spitzenleistung.
Bis heute hat ihn kein anderer Träger im Land übertroffen.
Steinerne Bogen an den Rändern
An beiden Seiten schließen Vorlandbrücken aus Steingewölben an.
Auf der Seite Herisau folgen zwei Bogen mit 25 Metern und fünf Bogen mit 12 Metern Weite.
Auf der Seite St. Gallen sind es vier Bogen mit je 25 Metern Weite.
Diese gemauerten Bogen tragen das Gleis bis an den Stahlträger heran.
Eine Brücke in der Kurve
Der Viadukt verläuft nicht gerade, sondern in Kurven.
Auf der Seite Herisau liegt er in einer Kurve mit 350 Metern Radius.
Auf der Seite St. Gallen ist die Kurve mit 1000 Metern Radius weiter.
Über die ganze Länge steigt die Strecke zudem mit 16 Promille an.
Der höchste Pfeiler
Einer der Pfeiler steht unmittelbar neben dem Kubelkraftwerk.
Dieser Pfeiler ist 93 Meter hoch.
Damit gilt er als das höchste Bauwerk der Stadt St. Gallen.
Er zeigt eindrucksvoll, wie tief das Tal an dieser Stelle ist.
Gebaut zwischen 1908 und 1910
Der Bau des Viadukts begann im Jahr 1908.
Im Jahr 1910 war das Bauwerk fertiggestellt.
In nur wenigen Jahren entstand so eine der kühnsten Brücken der Schweiz.
Seither trägt sie den Bahnverkehr über das Tal der Sitter.
Von der Bodensee-Toggenburg-Bahn
Erbaut wurde der Viadukt für die Bodensee-Toggenburg-Bahn.
Diese Gesellschaft verband St. Gallen mit dem Toggenburg.
Der Sitterviadukt war das größte Bauwerk ihrer Strecke.
Ohne ihn hätte die Bahn das tiefe Tal nicht überwinden können.
Heute Teil der Südostbahn
Inzwischen gehört der Viadukt zur Südostbahn.
Er liegt an der Strecke von St. Gallen nach Wattwil.
Die Bahn verbindet die Ostschweiz mit dem Voralpenraum.
Der alte Viadukt trägt dabei weiterhin den täglichen Verkehr.
Der Voralpen-Express fährt darüber
Über den Viadukt verkehrt unter anderem der Voralpen-Express.
Dieser Zug verbindet St. Gallen mit Luzern.
Für die Fahrgäste ist die Überquerung ein kurzer Höhepunkt der Reise.
Der Blick in das tiefe Tal bleibt vielen in Erinnerung.
Eingleisig über das Tal
Der Viadukt trägt nur ein einziges Gleis.
Begegnungen zweier Züge sind auf der Brücke daher nicht möglich.
Die Fahrpläne sind so abgestimmt, dass immer nur ein Zug hinüberfährt.
Das passt zur schmalen und kurvenreichen Strecke in der Ostschweiz.
Ein Wahrzeichen bei St. Gallen
Der Sitterviadukt ist weithin sichtbar und gut bekannt.
In der Nähe liegt das Kubelkraftwerk am Fluss.
Wanderer und Fotografen suchen die Stelle gezielt auf.
Für die Region ist der Viadukt ein vertrautes Bild.
Das Fazit
Der Sitterviadukt ist mit 99 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz.
Über 365 Meter führt er das Gleis in Kurven über das Tal der Sitter.
Seit 1910 trägt das Bauwerk den Bahnverkehr bei St. Gallen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
