Zahlen, bitte!
„Hoch über dem Paznaun: 87 Meter über der Trisanna, vorbei an Schloss Wiesberg auf der Arlbergbahn.“
Wie hoch ist die Trisannabrücke?
→ Eine Brücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Trisannabrücke der Arlbergbahn führt 87 Meter hoch über die Trisanna. 87 Meter über dem Fluss spannt sich der 230 Meter lange Übergang am Eingang des Paznauns.
Im Tiroler Oberland klettert die Arlbergbahn in Kehren und über Brücken ins Gebirge.
An einer besonders eindrucksvollen Stelle überspannt sie das tief eingeschnittene Tal der Trisanna.
Die Trisannabrücke gilt vielen Fachleuten als Meisterwerk des 19. Jahrhunderts.

Die wichtigsten Zahlen
87 m
Höhe über der Trisanna
am Eingang des Paznauns
230 m
Länge
zwischen Pians und Strengen
120 m
Spannweite
Stahlbogen in der Mitte
Bei ihrer Fertigstellung 1884 galt die Brücke als die weitest gespannte Eisenbahnbrücke Österreichs.
Siebenundachtzig Meter über dem Fluss
Die Trisannabrücke führt 87 Meter hoch über die Trisanna.
Sie liegt am Eingang des Paznauns im Tiroler Oberland.
Von der Brücke blickt man tief hinab auf Fluss und Straße.
Diese Höhe macht das Bauwerk zu einem der eindrucksvollsten der Arlbergbahn.

Eine Länge von 230 Metern
Von einem Widerlager zum anderen misst die Brücke 230 Meter.
Sie überspannt in einem Zug das breite und tiefe Tal.
Das Bauwerk ist für ein einziges Gleis ausgelegt.
Die Züge fahren daher einzeln über den hohen Übergang.
Gut zu wissen
Die Arlbergbahn überwindet mit der Trisannabrücke und dem Arlbergtunnel gleich mehrere große Hindernisse auf engem Raum.
Weil die Brücke in einer Neigung liegt, mussten die Ingenieure das Gewicht der Züge und die Kräfte in der Steigung besonders sorgfältig berücksichtigen.
Der Stahlbogen in der Mitte
Das Kernstück der Brücke ist ein stählerner Stabbogen.
Dieser Bogen spannt in der Mitte 120 Meter weit.
Er trägt die Hauptlast über dem tiefsten Punkt des Tals.
Sein weiter Schwung prägt das Bild der Brücke.
Steinerne Bogen an den Seiten
An die stählerne Mitte schließen beidseits steinerne Bogen an.
Auf der Ostseite sind es drei, auf der Westseite vier Bogen.
Jeder dieser Bogen hat eine lichte Weite von neun Metern.
So verbindet die Brücke Stein und Stahl zu einem Ganzen.
Zwischen Pians und Strengen
Die Brücke liegt bei Bahnkilometer 80,3 der Arlbergbahn.
Sie befindet sich zwischen den Bahnhöfen Pians und Strengen.
Ganz in der Nähe lag die frühere Haltestelle Wiesberg.
Die Strecke gewinnt hier rasch an Höhe in Richtung Arlberg.
Was die Brücke überspannt
Unter der Brücke fließt der Fluss Trisanna.
Zugleich quert das Bauwerk die B188, die Silvretta Straße.
Direkt unterhalb liegt außerdem ein Wasserkraftwerk.
Die Brücke bündelt so den Übergang über mehrere Hindernisse.
Schloss Wiesberg am Brückenkopf
Am östlichen Ende der Brücke steht Schloss Wiesberg.
Schloss und Brücke bilden zusammen ein bekanntes Motiv.
Viele Fotografen suchen genau diesen Blick.
Das Bild gehört zu den vertrauten Ansichten der Arlbergbahn.
Teil der Arlbergbahn
Die Trisannabrücke ist ein Bauwerk der Arlbergbahn.
Diese Strecke verbindet Tirol mit Vorarlberg über den Arlberg.
Die Arlbergbahn wurde im Jahr 1884 eröffnet.
Ohne hohe Brücken wie diese wäre die Gebirgsstrecke nicht möglich gewesen.
Mit Gefälle über das Tal
Die Brücke liegt nicht waagrecht, sondern in einer Neigung.
Über die ganze Länge fällt die Strecke mit etwa 26 Promille ab.
Das Gefälle weist in Richtung Innsbruck.
Es zeigt, wie steil die Arlbergbahn in diesem Abschnitt verläuft.
Gebaut 1883 und 1884
Die Brücke wurde 1883 im Zuge des Baus der Arlbergbahn errichtet.
Nach nur einem Jahr Bauzeit war sie 1884 fertiggestellt.
Damals galt sie als die weitest gespannte Eisenbahnbrücke Österreichs.
Im September 1884 konnte der Zugverkehr offiziell aufgenommen werden.
Im Jahr 1923 verstärkt
Mit der Zeit wurden die Züge schwerer und die Lasten größer.
Das machte 1923 eine Verstärkung der Brücke nötig.
Dafür wurde ein sogenannter Fischbauchträger ergänzt.
So konnte das Bauwerk den gestiegenen Anforderungen standhalten.
Immer wieder erneuert
Auch später wurde der stählerne Teil der Brücke erneuert.
Ziel war es, weiterhin schwerere Züge sicher tragen zu können.
So blieb die alte Brücke über viele Jahrzehnte in Betrieb.
Alt und neu greifen bei diesem Bauwerk eng ineinander.
Europabrücke des 19. Jahrhunderts
Unter Eisenbahn-Historikern genießt die Brücke hohes Ansehen.
Sie gilt manchen als die Europabrücke des 19. Jahrhunderts.
Gemeint ist damit ihre herausragende Rolle im Brückenbau jener Zeit.
Bis heute zählt sie zu den berühmten Bauwerken der Alpenbahnen.
Das Fazit
Die Trisannabrücke führt 87 Meter hoch und 230 Meter weit über das Tal der Trisanna.
In der Mitte spannt ein stählerner Bogen 120 Meter weit.
Seit 1884 trägt das Bauwerk die Arlbergbahn über den Eingang des Paznauns.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
