Ortstermin
„Bari Centrale, bitte umsteigen Richtung Adria, Altstadt und zum heiligen Nikolaus.“
Ortstermin: Bari Centrale
→ Ein Ortstermin in Apulien.
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Kurz gesagt
Bari Centrale ist seit 1864 der große Bahnknoten im Südosten Italiens und bündelt sieben Strecken an der Piazza Aldo Moro. Von hier sind es nur wenige Minuten in die enge Altstadt, zur Basilika des heiligen Nikolaus und ans Adriatische Meer.
Wer in Bari aus dem Zug steigt, steht sofort mitten in der Hauptstadt Apuliens.
Der Bahnhof Bari Centrale ist der größte im Südosten Italiens und seit über 150 Jahren das Tor zur Stadt.
Von der Piazza Aldo Moro aus sind es nur ein paar Schritte bis zur Altstadt, zum Hafen und zum Meer.

Ein Bahnhof seit 1864
Der Bahnhof Bari Centrale wurde im Jahr 1864 eröffnet.
Er liegt an der Piazza Aldo Moro, einem weiten Platz am Rand des modernen Stadtzentrums.
Damit trennt er die regelmäßig angelegten Straßen des neunzehnten Jahrhunderts von der alten Hafenstadt im Norden.
Heute ist er der wichtigste Bahnhof der gesamten Region Apulien.
Für viele Reisende aus Norditalien ist er der erste Halt im tiefen Süden.
Betrieben wird die Anlage von der italienischen Staatsbahn und der Stationsgesellschaft Grandi Stazioni.

Wo die Adriabahn hält
Bari liegt an der Adriabahn, die von Ancona im Norden bis nach Lecce im Süden führt.
Über diese Küstenstrecke erreichen Fernzüge die Stadt aus Bologna, Rom und dem Norden des Landes.
Von Bari aus zweigen mehrere Linien ins Landesinnere und an die Küsten Apuliens ab.
Dazu gehören die Strecken nach Tarent, nach Barletta und über Martina Franca in die Gegend der Trulli.
Auch eine Verbindung nach Matera in der Nachbarregion Basilikata beginnt hier.
Insgesamt treffen in Bari Centrale sieben Strecken aufeinander.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Bari Centrale wurde 1864 eröffnet und liegt an der Piazza Aldo Moro.
Er bündelt sieben Strecken und verfügt über sechzehn Bahnsteige für den Personenverkehr.
Nach Angaben des Betreibers nutzen ihn jährlich etwa vierzehn Millionen Fahrgäste.
Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien und hat rund 316.000 Einwohner.
Sechzehn Bahnsteige und vier Gesellschaften
Der Bahnhof verfügt über sechzehn Bahnsteige für den Personenverkehr.
Dreizehn davon gehören zum Netz der staatlichen Bahn, drei zu den Ferrovie del Sud Est.
Dazu kommen weitere Gleise der Privatbahnen Ferrotramviaria und Ferrovie Appulo Lucane.
So fahren von einem einzigen Bahnhof aus vier verschiedene Bahngesellschaften in alle Teile der Region.
Nach Angaben des Betreibers nutzen etwa vierzehn Millionen Fahrgäste im Jahr die Station.
Damit zählt Bari Centrale zu den verkehrsreichsten Bahnhöfen Süditaliens.

Umbauten über ein Jahrhundert
Schon in den Jahrzehnten nach der Eröffnung wuchs der Bahnhof stetig.
Zwischen 1865 und 1906 kamen mehrere zusätzliche Bahnsteige hinzu.
In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Anlage weiter vergrößert und erneuert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ab 1946 ein umfassender Wiederaufbau.
Bis 1994 hielt in Bari der internationale Fernzug mit dem Namen Parthenon, der Paris mit Athen verband.
Von diesen langen Verbindungen zeugt heute vor allem noch die Größe der Gleisanlage.

Die Altstadt am Meer
Vom Bahnhof führt die Hauptachse der Stadt fast schnurgerade nach Norden zum Hafen.
Dort beginnt Bari Vecchia, die dicht gebaute Altstadt auf einer Landzunge zwischen zwei Häfen.
Ihre engen Gassen winden sich ohne klaren Plan zwischen weiß getünchten Häusern.
Vor vielen Türen stellen Frauen Tische auf und formen von Hand die typischen Orecchiette-Nudeln.
Die Altstadt gilt als das lebendige Herz von Bari.
Sie liegt nur rund einen Kilometer vom Bahnhof entfernt.

Der heilige Nikolaus und seine Basilika
Im Jahr 1087 brachten Seeleute die Gebeine des heiligen Nikolaus von Myra nach Bari.
Für die Reliquien entstand in der Altstadt die große Basilika San Nicola.
Sie ist bis heute ein bedeutendes Ziel für Pilger aus ganz Europa.
Besonders Gläubige der orthodoxen Kirchen verehren den Heiligen und reisen eigens hierher.
Der Bau gilt als eines der frühen Vorbilder für den romanischen Stil in Apulien.
Nur wenige Schritte entfernt steht die Kathedrale San Sabino.

Ein Kastell aus der Stauferzeit
Am Rand der Altstadt erhebt sich das Castello Svevo, das Schwäbische Kastell.
Seine ältesten Teile gehen auf die Zeit der Normannen zurück.
Im dreizehnten Jahrhundert ließ Kaiser Friedrich II. die Burg ausbauen.
Die mächtigen Mauern sollten die oft aufmüpfige Hafenstadt im Zaum halten.
Heute dient das Kastell als Ausstellungsort und Museum.
Von seinen Mauern reicht der Blick über die Dächer der Altstadt.

Am Wasser entlang
Bari ist seit der Antike eine Hafenstadt an der Adria.
Entlang der Küste zieht sich der Lungomare, eine der längsten Uferpromenaden Italiens.
Südlich der Altstadt liegt das im neunzehnten Jahrhundert gegründete Murat-Viertel mit seinen schachbrettartigen Straßen.
Dort steht auch das Teatro Petruzzelli, eines der großen Opernhäuser des Landes.
Zwischen Promenade und Hafen treffen sich am Abend Einheimische und Reisende.
Das Meer ist in Bari nie weit weg.

Ankommen in Bari
Ankommen in Bari heißt, mitten in Apulien aus dem Zug zu steigen.
Vom Bahnhof an der Piazza Aldo Moro führt die Via Sparano als Einkaufsstraße in Richtung Altstadt.
Nach wenigen Minuten zu Fuß stehen Reisende zwischen den Gassen von Bari Vecchia.
Von hier aus lassen sich der Hafen, die Basilika und das Kastell bequem erlaufen.
Wer weiterreisen will, findet im Bahnhof Anschluss an fast jeden Ort Apuliens.
So ist Bari Centrale zugleich Ankunft und Ausgangspunkt für den gesamten Südosten Italiens.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Bari Centrale eröffnet?
Welche Strecken treffen in Bari zusammen?
Wie viele Bahnsteige hat Bari Centrale?
Was kann man vom Bahnhof aus zu Fuß erreichen?
Warum ist Bari für Pilger wichtig?
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