Zahlen, bitte!
„Bitte zurückbleiben: Die fahrerlose Metro Dubai fährt auf fast neunzig Kilometern durch die Wüstenmetropole.“
Wie lang ist das Netz der Metro Dubai?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Netz der Metro Dubai ist mit beiden Linien zusammen rund 89,6 Kilometer lang. Die Rote Linie bildet mit 67,1 Kilometern das Rückgrat, die Grüne Linie ergänzt 22,5 Kilometer.
Die Metro Dubai ist das jüngste große U-Bahn-System am Persischen Golf und fährt vollständig ohne Fahrer.
Wer wissen will, wie groß dieses Netz ist, landet schnell bei einer klaren Zahl aus zwei Linien.
Zusammen bringen es die Rote und die Grüne Linie auf knapp neunzig Kilometer Streckenlänge.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 89,6 km
Gesamtlänge beider Linien
Rote + Grüne Linie
67,1 km
Rote Linie
die längere Achse
225 Mio.
Fahrgäste 2022
pro Jahr
Rund 17,6 Prozent der Strecke verlaufen im Tunnel, der große Rest liegt auf Stelzen über der Stadt.
Knapp neunzig Kilometer durch die Wüstenstadt
Das Netz der Metro Dubai besteht aus zwei Linien, der Roten und der Grünen Linie.
Die Rote Linie ist 67,1 Kilometer lang, die Grüne Linie 22,5 Kilometer.
Zusammengerechnet ergibt das eine Streckenlänge von rund 89,6 Kilometern.
Für ein System, das erst 2009 den Betrieb aufnahm, ist das eine beachtliche Länge.

Die Rote Linie als Rückgrat
Die Rote Linie ist mit 67,1 Kilometern die mit Abstand längere der beiden Strecken.
Sie verläuft als lange Achse quer durch die Stadt, vom Südwesten bis in den Nordosten.
Ein Endpunkt liegt nahe dem großen Hafen Dschabal Ali, der andere beim Stadtteil Al Rashidiya nahe dem Flughafen.
Davon führen nur 7,9 Kilometer durch den Tunnel, der Rest liegt aufgeständert über den Straßen.
Gut zu wissen
Die Metro Dubai gilt als eines der längsten vollautomatischen U-Bahn-Systeme der Welt und fährt an starken Tagen in dichtem Takt.
Weil ein großer Teil der Strecke als Hochbahn verläuft, bietet die Fahrt an vielen Stellen einen weiten Blick über die Stadt und ihre Hochhäuser.
Die Grüne Linie als Ergänzung
Die Grüne Linie kam zwei Jahre nach der Roten Linie hinzu und ist 22,5 Kilometer lang.
Sie legt sich in einem U-förmigen Bogen um den alten Hafenarm Khor Dubai und den Flughafen.
Auf dieser Strecke liegen 18 Stationen, von denen acht unter der Erde liegen.
Auch hier führen 7,9 Kilometer durch Tunnel, ähnlich viel wie auf der viel längeren Roten Linie.
Meist über der Straße, selten darunter
Anders als viele europäische U-Bahnen fährt die Metro Dubai überwiegend nicht unter der Erde.
Insgesamt verlaufen nur 15,8 Kilometer im Tunnel, das sind rund 17,6 Prozent des Netzes.
Der große Rest ruht auf Betonpfeilern als Hochbahn über den breiten Stadtstraßen.
Diese Bauweise ist im heißen Wüstenklima günstiger und schneller zu errichten als lange Tunnel.
Ein Eintrag im Guinness-Buch
Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung stellte die Rote Linie einen Weltrekord auf.
Das Guinness-Buch der Rekorde führte sie 2011 als längste U-Bahn-Linie mit fahrerlosen Zügen.
Fahrerlose Linien galten damals noch als technische Besonderheit.
Inzwischen haben andere Städte ähnliche Strecken gebaut, doch der frühe Rekord bleibt bemerkenswert.
Züge ganz ohne Fahrer
Die Metro Dubai wird vollautomatisch und gänzlich fahrerlos betrieben.
In den Zügen gibt es keinen Führerstand, die Fahrgäste können ganz vorne aus dem Fenster schauen.
Die Strecken sind in der weltweit üblichen Normalspur von 1435 Millimetern verlegt.
Gesteuert wird der Betrieb zentral aus einer Leitstelle, die alle Züge gleichzeitig überwacht.
Vom Teilstück zum Netz
Die erste Teilstrecke der Roten Linie ging am 9. September 2009 in Betrieb.
Zum Start waren nur zehn Stationen geöffnet, weitere Abschnitte folgten erst später.
Am 9. September 2011 kam die Grüne Linie mit zunächst 16 Stationen hinzu.
In den ersten Betriebstagen gab es noch Pannen, Ersatzbusse mussten einzelne Lücken schließen.
Was der Bau gekostet hat
Die ursprünglich veranschlagten Baukosten lagen bei etwa 15,5 Milliarden VAE-Dirham.
Umgerechnet entsprach das rund 3,8 Milliarden Euro für das erste Ausbaustadium.
Durch zahlreiche Zusatzbauten stiegen die Kosten später auf etwa 28 Milliarden Dirham.
Eine Besonderheit zur Finanzierung sind verkaufte Namensrechte, viele Stationen tragen Firmennamen.
Wie viele Menschen mitfahren
Schon im ersten Betriebsmonat nutzten rund 1,7 Millionen Fahrgäste die neue Metro.
Im Jahr 2013 beförderten die beiden Linien zusammen etwa 138 Millionen Fahrgäste.
Bis zum Jahr 2022 stieg diese Zahl auf rund 225 Millionen Fahrgäste pro Jahr.
An Spitzentagen rund um Messen und Feiertage steigen die Zahlen zusätzlich.
Die Erweiterung zur Expo 2020
Für die Weltausstellung Expo 2020 wurde die Rote Linie nach Südwesten verlängert.
Diese Erweiterung trägt den Namen Route 2020 und wurde im Dezember 2015 angekündigt.
Sechs weitere Strecken sind geplant, blieben aber nach Angaben von 2024 noch unausgeführt.
Das Netz ist also nicht fertig, sondern wächst mit der Stadt weiter mit.
Ein junges Netz in der Einordnung
Mit knapp 90 Kilometern liegt die Metro Dubai in der Größenordnung großer europäischer U-Bahn-Netze.
Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell dieses Netz seit 2009 entstanden ist.
In kaum mehr als einem Jahrzehnt wuchs es von null auf zwei komplette Linien.
Viele ältere Netze in Europa brauchten dafür ein ganzes Jahrhundert.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
