Ortstermin
„Frauenfeld, Endstation der Frauenfeld-Wil-Bahn, bitte alle aussteigen.“
Der Bahnhof Frauenfeld, wo ein Kreisel unter dem Bahnhofplatz liegt
→ Ein Ortstermin im Kanton Thurgau.
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Kurz gesagt
Frauenfeld ist der Hauptort des Kantons Thurgau, und sein Bahnhof verbindet die SBB-Linie Winterthur–Weinfelden mit der schmalspurigen Frauenfeld-Wil-Bahn. Unter dem Bahnhofplatz dreht sich seit 1999 der nach Angaben der Stadt erste unterirdische Kreisverkehr Europas.
Wer in Frauenfeld aus dem Zug steigt, steht mitten in der Hauptstadt des Kantons Thurgau.
Der Bahnhof liegt am Fuss einer Anhöhe, auf der sich die Altstadt über der Murg ausbreitet.
Von hier fahren Fernzüge, Thurbo-Regionalzüge und die schmalspurige Frauenfeld-Wil-Bahn in alle Richtungen.

Hauptort des Thurgaus
Frauenfeld ist die Hauptstadt des Kantons Thurgau und zugleich der Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Der Stadtkern entstand ab etwa 1230 auf einem Rechteck von rund 250 mal 110 Metern.
Die Altstadt liegt rund fünfzehn Meter oberhalb des Bahnhofs auf einer Hochfläche, die steil zur Thurebene und zur Murg abfällt.
Die Stadt ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz verzeichnet.

Ein Bahnhof der Bodenseebahn
Der Bahnhof Frauenfeld wurde 1853 als einer von dreizehn Bahnhöfen der geplanten Bodenseebahn von Romanshorn nach Oerlikon festgelegt.
Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit ging er in Betrieb, als die erste Etappe von Romanshorn nach Winterthur eröffnet wurde.
Den Entwurf des Empfangsgebäudes lieferte Jakob Friedrich Wanner, der auch die Bahnhöfe in Zürich, Winterthur und Weinfelden gestaltete.
Damit gehört Frauenfeld zu den ältesten Bahnstationen der Ostschweiz.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Frauenfeld wurde als Teil der Bodenseebahn 1853 festgelegt und kurz darauf eröffnet; das Empfangsgebäude entwarf Jakob Friedrich Wanner.
Er liegt an der SBB-Strecke Winterthur–Weinfelden, gehört zur S-Bahn Zürich und zur S-Bahn St. Gallen und ist Endstation der Frauenfeld-Wil-Bahn.
Unter dem Bahnhofplatz liegt seit 1999 der nach Angaben der Stadt erste unterirdische Kreisverkehr Europas.
Knoten zwischen Winterthur und Weinfelden
Heute liegt der Bahnhof an der SBB-Strecke zwischen Winterthur und Weinfelden.
Nach Angaben der Stadt nutzen ihn täglich über fünfzehntausend Reisende.
Bedient wird er von Fern- und Regionalzügen der SBB und ihrer Tochtergesellschaft Thurbo.
Er gehört zugleich zum Liniennetz der S-Bahn Zürich und der S-Bahn St. Gallen.
Direktverbindungen führen unter anderem nach Zürich, Bern, Romanshorn und Konstanz.

Endstation der Frauenfeld-Wil-Bahn
Am Bahnhof hat die schmalspurige Frauenfeld-Wil-Bahn ihre Endstation.
Sie verbindet Frauenfeld mit dem sankt-gallischen Wil und erschliesst dabei das obere Murgtal.
Die kurze Überlandbahn bringt Fahrgäste aus den Dörfern direkt an den Hauptbahnhof.
So treffen in Frauenfeld Normalspur und Schmalspur unmittelbar aufeinander.

Der Kreisel unter dem Bahnhofplatz
Eine Besonderheit versteckt sich direkt vor dem Bahnhof.
Seit 1999 dreht sich unter dem Bahnhofplatz der nach Angaben der Stadt erste unterirdische Kreisverkehr Europas.
Dank dieser Lösung ist der Platz über der Strasse weitgehend vom Durchgangsverkehr befreit.
Reisende gelangen so ruhiger vom Bahnsteig in die Innenstadt.

Hinauf in die Altstadt
Von der Unterführung aus sind es nur wenige Minuten hinauf in die verkehrsberuhigte Altstadt.
Dort stehen Gesandtschaftshäuser aus dem 18. Jahrhundert entlang der Gassen.
Über der Murg erheben sich das Schloss Frauenfeld und das Rathaus nebeneinander.
Am Kreuzplatz fällt die Baliere auf, am Bankplatz das Bernerhaus.
Vor dem alten Zeughaus erinnert das Thurgauer Soldatendenkmal an die Kantonsgeschichte.

Museen und ein Eisenwerk
Frauenfeld beherbergt gleich drei kantonale Museen.
Im Schloss ist das Historische Museum des Thurgaus untergebracht.
Das Naturmuseum wurde 2012 für den Europäischen Museumspreis nominiert.
Die einstige Schraubenfabrik dient heute als Kultur- und Wohnzentrum Eisenwerk und wurde mit dem Schweizer Heimatschutzpreis ausgezeichnet.
Für die Bühne sorgt die Theaterwerkstatt Gleis 5 ganz in Bahnhofsnähe.

Hinaus zur Kartause Ittingen
Nordwestlich der Stadt liegt die frühere Kartause Ittingen.
In der Klosteranlage sind heute das Kunstmuseum Thurgau und ein Klostermuseum eingerichtet.
Die weiten Höfe und Gärten laden zu einem ruhigen Ausflug ein.
Vom Bahnhof Frauenfeld aus ist das Gelände gut mit dem Bus erreichbar.

Ankommen in Frauenfeld
Ankommen in Frauenfeld heisst, zwischen Normalspur und Schmalspur umzusteigen und danach ein wenig bergauf zu gehen.
Der kurze Weg führt vom ruhigen Bahnhofplatz mitten in eine kleine Kantonshauptstadt.
Schloss, Museen und die alten Gassen liegen allesamt in Gehweite.
Wer mehr Zeit mitbringt, fährt mit der Frauenfeld-Wil-Bahn hinaus ins Grüne.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
Wo liegt Frauenfeld?
Seit wann gibt es den Bahnhof Frauenfeld?
Welche Bahn hat in Frauenfeld ihre Endstation?
Was hat es mit dem Kreisel am Bahnhof auf sich?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
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