Ortstermin
„Burgdorf im Emmental, Umsteigen Richtung Bern, Thun und Langnau.“
Der Bahnhof Burgdorf, Ausgangspunkt der ersten elektrischen Vollbahn der Schweiz
→ Ein Ortstermin im Kanton Bern.
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Kurz gesagt
Burgdorf im Emmental liegt an der alten Hauptlinie Olten–Bern, und sein Bahnhof wurde 1857 eingeweiht. Von hier nahm 1899 die Burgdorf-Thun-Bahn als erste elektrische Vollbahn der Schweiz den Betrieb auf.
Burgdorf empfängt seine Gäste mit einem Bahnhof, der ein Stück Technikgeschichte in sich trägt.
Die Stadt am Rand des Emmentals liegt an der alten Verbindung von Olten nach Bern.
Wer hier aussteigt, steht an einem der Ausgangspunkte der elektrischen Eisenbahn in der Schweiz.

Ein Bahnhof seit 1857
Der Bahnhof Burgdorf wurde als Teil der Bahnstrecke Olten–Bern von der Schweizerischen Centralbahn geplant.
Am 16. Juni 1857 wurde er eingeweiht.
Im ersten Empfangsgebäude gab es eine Eingangshalle mit Billettschalter sowie Wartesäle für die erste, zweite und dritte Klasse.
Zum Betrieb gehörten eine Drehscheibe zum Wenden der Dampflokomotiven und mehrere Remisengleise.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Burgdorf wurde am 16. Juni 1857 an der Bahnstrecke Olten–Bern der Schweizerischen Centralbahn eingeweiht.
Ab dem 21. Juli 1899 nahm von hier die Burgdorf-Thun-Bahn als erste elektrische Vollbahn der Schweiz den Drehstrombetrieb auf.
Schon 1875 und 1881 war Burgdorf über die Emmentalbahn mit Solothurn und Langnau verbunden worden.
Anschluss an die Emmentalbahn
Bald wurde Burgdorf an die neue Emmentalbahn angeschlossen.
Am 26. Mai 1875 fuhr der erste Zug von Burgdorf nach Solothurn.
Am 12. Mai 1881 folgte die Strecke nach Langnau im Emmental.
Damit wurde die Stadt zu einem kleinen Knotenpunkt im bernischen Netz.

Die erste elektrische Vollbahn der Schweiz
1896 wurde die Gesellschaft der Burgdorf-Thun-Bahn gegründet.
Am 21. Juli 1899 ging ihre Strecke über Konolfingen nach Thun als erste elektrische Vollbahn der Schweiz in Betrieb.
Sie fuhr mit Drehstrom, einer frühen Form des elektrischen Bahnantriebs.
Eine treibende Kraft war der Elektroingenieur Emil Blattner, der am Technikum Burgdorf lehrte.
Die Bahn erhielt in Burgdorf ein eigenes Empfangsgebäude im Laubsägestil mit einer Bahnsteighalle im Jugendstil.

Umbauten und der Bahnhof heute
Das alte Gebäude der Burgdorf-Thun-Bahn und seine Jugendstilhalle wurden 1941 und 1942 zugunsten eines Neubaus abgerissen.
Über den Bahnsteig spannt sich seither eine Bedachung in Holzbauweise.
Heute liegt Burgdorf weiterhin an der Hauptlinie zwischen Olten und Bern.
Regionalzüge verbinden die Stadt mit Bern, Thun und dem Emmental.

Das Schloss über der Stadt
Das Schloss Burgdorf steht hoch über der Altstadt und prägt das Stadtbild.
Seine Mauern und Türme gehören zu den markantesten Bauten der Region.
Unterhalb erhebt sich die spätgotische Stadtkirche, die zwischen 1471 und 1490 errichtet wurde.
Beide Bauwerke sind vom Bahnhof aus in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

Gassen und Kanäle der Unterstadt
Die Altstadt von Burgdorf besteht aus Ober- und Unterstadt mit Gassen, Plätzen und vielen historischen Häusern.
In der Unterstadt zieht sich ein Netz aus Kanälen und künstlichen Bächen durch die Strassen.
An der Schützenmatte treten mächtige Sandstein-Flühen zutage.
Das ehemalige Kornhaus zeugt vom einstigen Handel der Stadt.

Kunst von Franz Gertsch bis Luginbühl
Burgdorf ist auch eine Stadt der Kunst.
Das Museum Franz Gertsch zeigt die grossformatigen Werke des gleichnamigen Malers.
Im alten Schlachthaus ist das Luginbühl-Museum untergebracht.
So verbindet die Stadt alte Bausubstanz mit zeitgenössischer Kunst.

Ankommen in Burgdorf
Ankommen in Burgdorf heisst, an einem Geburtsort der elektrischen Eisenbahn auszusteigen.
Vom Bahnhof führt der Weg rasch hinauf zum Schloss und in die alten Gassen.
Dazwischen plätschern die Kanäle der Unterstadt.
Wer dem Emmental folgen möchte, steigt hier in die Regionalzüge Richtung Langnau um.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wo liegt Burgdorf?
Wann wurde der Bahnhof Burgdorf eröffnet?
Warum ist Burgdorf für die Eisenbahngeschichte wichtig?
Wohin fuhr die Emmentalbahn von Burgdorf?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Weiterfahrt
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→ Der Bahnhof Olbernhau, in der Stadt der sieben Täler – die Endstation der historischen Burgdorf-Thun-Bahn
