Der Bahnhof Burgdorf, Ausgangspunkt der ersten elektrischen Vollbahn der Schweiz

Ortstermin

„Burgdorf im Emmental, Umsteigen Richtung Bern, Thun und Langnau.“

Der Bahnhof Burgdorf, Ausgangspunkt der ersten elektrischen Vollbahn der Schweiz

→ Ein Ortstermin im Kanton Bern.

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Kurz gesagt

Burgdorf im Emmental liegt an der alten Hauptlinie Olten–Bern, und sein Bahnhof wurde 1857 eingeweiht. Von hier nahm 1899 die Burgdorf-Thun-Bahn als erste elektrische Vollbahn der Schweiz den Betrieb auf.

Burgdorf empfängt seine Gäste mit einem Bahnhof, der ein Stück Technikgeschichte in sich trägt.

Die Stadt am Rand des Emmentals liegt an der alten Verbindung von Olten nach Bern.

Wer hier aussteigt, steht an einem der Ausgangspunkte der elektrischen Eisenbahn in der Schweiz.

Das Schloss Burgdorf hoch über der Stadt
Foto: Roland Zumbuehl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof seit 1857

Der Bahnhof Burgdorf wurde als Teil der Bahnstrecke Olten–Bern von der Schweizerischen Centralbahn geplant.

Am 16. Juni 1857 wurde er eingeweiht.

Im ersten Empfangsgebäude gab es eine Eingangshalle mit Billettschalter sowie Wartesäle für die erste, zweite und dritte Klasse.

Zum Betrieb gehörten eine Drehscheibe zum Wenden der Dampflokomotiven und mehrere Remisengleise.

Bahnhof in Burgdorf IMG 3241
Foto: Losch|losch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Burgdorf wurde am 16. Juni 1857 an der Bahnstrecke Olten–Bern der Schweizerischen Centralbahn eingeweiht.

Ab dem 21. Juli 1899 nahm von hier die Burgdorf-Thun-Bahn als erste elektrische Vollbahn der Schweiz den Drehstrombetrieb auf.

Schon 1875 und 1881 war Burgdorf über die Emmentalbahn mit Solothurn und Langnau verbunden worden.

Anschluss an die Emmentalbahn

Bald wurde Burgdorf an die neue Emmentalbahn angeschlossen.

Am 26. Mai 1875 fuhr der erste Zug von Burgdorf nach Solothurn.

Am 12. Mai 1881 folgte die Strecke nach Langnau im Emmental.

Damit wurde die Stadt zu einem kleinen Knotenpunkt im bernischen Netz.

6 Burgdorf
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die erste elektrische Vollbahn der Schweiz

1896 wurde die Gesellschaft der Burgdorf-Thun-Bahn gegründet.

Am 21. Juli 1899 ging ihre Strecke über Konolfingen nach Thun als erste elektrische Vollbahn der Schweiz in Betrieb.

Sie fuhr mit Drehstrom, einer frühen Form des elektrischen Bahnantriebs.

Eine treibende Kraft war der Elektroingenieur Emil Blattner, der am Technikum Burgdorf lehrte.

Die Bahn erhielt in Burgdorf ein eigenes Empfangsgebäude im Laubsägestil mit einer Bahnsteighalle im Jugendstil.

9 Burgdorf
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Umbauten und der Bahnhof heute

Das alte Gebäude der Burgdorf-Thun-Bahn und seine Jugendstilhalle wurden 1941 und 1942 zugunsten eines Neubaus abgerissen.

Über den Bahnsteig spannt sich seither eine Bedachung in Holzbauweise.

Heute liegt Burgdorf weiterhin an der Hauptlinie zwischen Olten und Bern.

Regionalzüge verbinden die Stadt mit Bern, Thun und dem Emmental.

7 Burgdorf
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Schloss über der Stadt

Das Schloss Burgdorf steht hoch über der Altstadt und prägt das Stadtbild.

Seine Mauern und Türme gehören zu den markantesten Bauten der Region.

Unterhalb erhebt sich die spätgotische Stadtkirche, die zwischen 1471 und 1490 errichtet wurde.

Beide Bauwerke sind vom Bahnhof aus in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

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Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gassen und Kanäle der Unterstadt

Die Altstadt von Burgdorf besteht aus Ober- und Unterstadt mit Gassen, Plätzen und vielen historischen Häusern.

In der Unterstadt zieht sich ein Netz aus Kanälen und künstlichen Bächen durch die Strassen.

An der Schützenmatte treten mächtige Sandstein-Flühen zutage.

Das ehemalige Kornhaus zeugt vom einstigen Handel der Stadt.

3 Burgdorf bus stop
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kunst von Franz Gertsch bis Luginbühl

Burgdorf ist auch eine Stadt der Kunst.

Das Museum Franz Gertsch zeigt die grossformatigen Werke des gleichnamigen Malers.

Im alten Schlachthaus ist das Luginbühl-Museum untergebracht.

So verbindet die Stadt alte Bausubstanz mit zeitgenössischer Kunst.

1 BLS Tem 225 041 3 Burgdorf
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Burgdorf

Ankommen in Burgdorf heisst, an einem Geburtsort der elektrischen Eisenbahn auszusteigen.

Vom Bahnhof führt der Weg rasch hinauf zum Schloss und in die alten Gassen.

Dazwischen plätschern die Kanäle der Unterstadt.

Wer dem Emmental folgen möchte, steigt hier in die Regionalzüge Richtung Langnau um.

Bahnhof Burgdorf BE
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Wo liegt Burgdorf?
Burgdorf liegt im Schweizer Kanton Bern am Tor zum Emmental und gehört zum Verwaltungskreis Emmental.
Wann wurde der Bahnhof Burgdorf eröffnet?
Er wurde am 16. Juni 1857 als Teil der Bahnstrecke Olten–Bern der Schweizerischen Centralbahn eingeweiht.
Warum ist Burgdorf für die Eisenbahngeschichte wichtig?
Von Burgdorf nahm 1899 die Burgdorf-Thun-Bahn als erste elektrische Vollbahn der Schweiz den Betrieb mit Drehstrom auf.
Wohin fuhr die Emmentalbahn von Burgdorf?
Ab 1875 fuhren Züge nach Solothurn und ab 1881 nach Langnau im Emmental.
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
In Gehweite liegen das Schloss Burgdorf, die spätgotische Stadtkirche, die Kanäle der Unterstadt und das Museum Franz Gertsch.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Bernburg an der Saale – die Bundesstadt an der alten Linie nach Olten

→ Der Bahnhof Olbernhau, in der Stadt der sieben Täler – die Endstation der historischen Burgdorf-Thun-Bahn

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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