Ortstermin
„Nächster Halt Carlisle, Umstieg zu den Zügen nach Schottland und zur Settle-Carlisle-Strecke bitte beachten.“
Der Bahnhof Carlisle, ein Tudorschloss an der Grenze zu Schottland
→ Ein Ortstermin in Cumbria.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Carlisle, auch Carlisle Citadel genannt, wurde 1847 eröffnet. Der Architekt William Tite entwarf ihn im Stil der Tudorgotik, weshalb er fast wie ein Schloss wirkt.
Wer von England nach Schottland fährt, hält oft in Carlisle, der großen Grenzstadt.
Der Bahnhof empfängt die Reisenden mit einer Fassade, die an ein Tudorschloss erinnert.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die alte Stadt in Cumbria vor.

Ein Bahnhof wie ein Schloss
Der Bahnhof Carlisle wurde am 1. September 1847 eröffnet.
Von Anfang an trug er den Namen Carlisle Citadel.
Den Entwurf lieferte der Architekt William Tite.
Er gestaltete das Gebäude im Stil der Tudorgotik mit Zinnen und Türmchen.
Deshalb wirkt der Bahnhof fast wie ein kleines Schloss.

Sieben Gesellschaften unter einem Dach
Carlisle war früh ein Treffpunkt vieler Eisenbahngesellschaften.
Bis zum Jahr 1881 nutzten gleich sieben Gesellschaften den Bahnhof.
Gebaut hatten ihn zunächst die Lancaster-and-Carlisle- und die Caledonian-Bahn.
Der gemeinsame Bahnhof ersparte den Reisenden das Umsteigen zwischen vielen kleinen Stationen.
So wurde Carlisle zu einem wichtigen Knoten im Norden Englands.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Carlisle Citadel wurde am 1. September 1847 eröffnet.
Er wurde vom Architekten William Tite im Stil der Tudorgotik entworfen.
Seit dem Jahr 1972 steht das Gebäude als Baudenkmal unter Schutz.
An der Westküsten-Hauptbahn
Der Bahnhof liegt an der West Coast Main Line, der großen Strecke von London nach Glasgow.
Bis Glasgow Central sind es von hier rund 164 Kilometer.
Bis London Euston im Süden sind es fast 480 Kilometer.
Damit ist Carlisle eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg nach Schottland.
Schnelle Fernzüge halten hier auf ihrer langen Fahrt.

Das Tor zur Settle-Carlisle-Strecke
In Carlisle endet außerdem die berühmte Settle-Carlisle-Strecke.
Diese Bahn führt durch die einsame Berglandschaft der Pennines.
Sie gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Englands.
Viele Reisende kommen eigens für diese Fahrt nach Carlisle.
So ist der Bahnhof zugleich Endpunkt und Ausgangspunkt beliebter Strecken.

Gleise, Betrieb und Denkmalschutz
Der Bahnhof verfügt über acht Bahnsteige, darunter drei durchgehende und fünf Kopfgleise.
Heute halten hier die Züge von gleich sechs Gesellschaften.
Verwaltet wird der Bahnhof von der Gesellschaft Avanti West Coast.
Seit dem Jahr 1972 steht das Gebäude als Baudenkmal unter Schutz.
Es gilt als einer der wichtigsten frühen Großbahnhöfe Großbritanniens.

Die große Grenzstadt
Carlisle ist die einzige Stadt der Grafschaft Cumbria.
Sie liegt nur rund acht Kilometer vor der Grenze zu Schottland.
Deshalb trägt sie den Beinamen Great Border City, große Grenzstadt.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss von drei Flüssen, darunter dem Eden.
Schon die Römer gründeten hier eine Siedlung namens Luguvalium.

Die Burg und die Königin
Über der Stadt erhebt sich die mächtige Burg von Carlisle.
Ihr Bau begann im Jahr 1093 auf den Resten eines römischen Lagers.
Im Jahr 1568 wurde hier Maria Stuart, die Königin der Schotten, gefangen gehalten.
Während des Bürgerkriegs hielt die Burg eine lange Belagerung aus.
Heute beherbergt sie ein Museum des früheren Grenzregiments.

Kathedrale, Citadel und Hadrianswall
Im Zentrum steht die Kathedrale von Carlisle, die 1133 zum Bischofssitz wurde.
Am südlichen Rand der Altstadt liegt die Citadel, eine Festung aus der Tudorzeit.
Ihre Türme gehen zum Teil auf den Baumeister Thomas Telford zurück.
Nicht weit von der Stadt verläuft der römische Hadrianswall.
An diese Zeit erinnert das Tullie-House-Museum mit seinen Sammlungen.

Ankommen in Carlisle
Ankommen in Carlisle heißt, aus einem tudorgotischen Bahnhof in eine alte Grenzstadt zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zur Citadel und ins Zentrum.
Die Burg und die Kathedrale liegen in bequemer Gehweite.
Von hier aus erreicht man mit dem Zug Schottland und die Berge der Pennines.
So ist der Bahnhof ein stimmungsvoller Auftakt für einen Besuch an der Grenze.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Stadt der Grenzreiter
Über Jahrhunderte lag Carlisle im unruhigen Grenzland zwischen England und Schottland.
Hier zogen die berüchtigten Grenzreiter, die Border Reivers, durch das Land.
Erst mit der Vereinigung der Kronen beruhigte sich die Grenze allmählich.
Mit der Eisenbahn wurde Carlisle später zu einem geschäftigen Verkehrsknoten.
So wandelte sich die Stadt vom umkämpften Grenzort zum friedlichen Tor in den Norden.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Carlisle eröffnet?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
An welchen Strecken liegt Carlisle?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
Warum heißt Carlisle Grenzstadt?
Weiterfahrt
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