Ortstermin
„Bitte beachten: Der Zug nach London Euston über die West Coast Main Line fährt von Glasgow Central.“
Ortstermin: Glasgow Central
→ Ein Ortstermin in Schottlands größter Stadt.
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Kurz gesagt
Glasgow Central ist der belebteste Bahnhof Schottlands und der Ausgangspunkt der Strecke nach England. Seine weite, gläserne Halle über dem Fluss Clyde gilt als Wahrzeichen der Stadt.
Wer in Glasgow mit dem Fernzug ankommt, landet mitten in der Innenstadt, unter einem weiten Glasdach.
Glasgow Central ist der größte Bahnhof Schottlands und zugleich das Tor zu den Zügen nach England.
Schon die riesige Anzeigetafel und die helle Halle machen klar, dass hier eine wichtige Drehscheibe liegt.

Ein Bahnhof über dem Fluss
Glasgow Central liegt am Nordufer des Flusses Clyde, mitten im Herzen der Stadt.
Die Gleise werden über die Argyle Street hinweg bis an den Fluss geführt und überqueren ihn auf einer eigenen Eisenbahnbrücke.
So ruht ein großer Teil des Bahnhofs auf Bögen und Brücken über den Straßen.
Vom Bahnsteig merkt man davon wenig, denn über allem liegt die weite, helle Halle.
Erst von der Straße aus sieht man, wie der Bahnhof einen Teil der Stadt überspannt.

Eröffnung durch die Caledonian Railway
Eröffnet wurde Glasgow Central am 1. August 1879 von der Caledonian Railway.
Anfangs besaß der Bahnhof acht Bahnsteige am Nordufer des Clyde.
1896 kam ein tiefer gelegener Teil hinzu, der die unterirdische Glasgow Central Railway bediente.
Dieser Tiefbahnhof wurde 1964 geschlossen und 1979 als Teil der Argyle Line wiedereröffnet.
Schon früh war der Bahnhof damit der wichtigste Zugang der Stadt nach Süden.

Gut zu wissen
Glasgow Central wurde 1879 von der Caledonian Railway eröffnet und zwischen 1901 und 1905 über die Argyle Street hinweg erweitert.
Der Bahnhof hat rund siebzehn Bahnsteige und ist mit etwa 25 Millionen Reisenden im Jahr der belebteste Schottlands.
Von hier beginnt die West Coast Main Line nach London Euston, die nach Angaben der Bahn gut 397 Meilen lang ist.
Der große Umbau von 1901 bis 1905
Weil der Verkehr rasch wuchs, wurde der Bahnhof zwischen 1901 und 1905 stark erweitert.
Dabei dehnte man die Halle über die Argyle Street hinweg aus und schuf dreizehn Bahnsteige.
Zugleich entstand eine neue, achtgleisige Eisenbahnbrücke über den Clyde.
Diese breite Brücke prägt bis heute das Bild des Flusses an dieser Stelle.
Der Umbau machte Glasgow Central zu einem der größten Bahnhöfe Großbritanniens.

Die gläserne Halle und das Hielanman’s Umbrella
Das Herz des Bahnhofs ist die große, gläserne Halle mit ihrer weiten Anzeigetafel.
Nach Angaben der Bahn wurde das Hallendach ab den späten 1990er Jahren umfassend saniert.
Besonders bekannt ist die gläserne Brücke, die den Bahnhof über die Argyle Street trägt.
Die Einheimischen nennen sie Hielanman’s Umbrella, also den Regenschirm der Hochländer.
Der Überlieferung nach trafen sich hier früher Zugezogene aus den Highlands und standen bei Regen im Trockenen.

Siebzehn Bahnsteige und die Strecke nach London
Heute zählt Glasgow Central rund siebzehn Bahnsteige, von denen zwei im Tiefbahnhof liegen.
Mit rund 25 Millionen Reisenden im Jahr ist er nach amtlichen Angaben der belebteste Bahnhof Schottlands.
Hier beginnt die West Coast Main Line, die nach Angaben der Bahn gut 397 Meilen bis zum Londoner Bahnhof Euston misst.
Schnelle Züge verbinden Glasgow mit London, mit Carlisle und über England mit Manchester und Liverpool.
Dazu kommen viele Nahverkehrszüge an die Küste, etwa nach Ayr, Gourock und Wemyss Bay.

Das Central Hotel an der Gordon Street
An der Gordon Street, der Vorderseite des Bahnhofs, steht das große Central Hotel.
Es wurde 1883 nach einem Entwurf des Architekten Robert Rowand Anderson fertiggestellt.
1907 kam ein Erweiterungsbau des Architekten James Miller hinzu.
2021 wurde das Haus saniert und führt seither den Namen voco Grand Central Hotel.
Damit gehört zum Bahnhof wie in vielen britischen Städten auch ein eigenes Bahnhofshotel.

Die Brücke über den Clyde
Die heutige Eisenbahnbrücke über den Clyde stammt aus der Zeit des großen Umbaus.
Sie trägt den Namen Caledonian Railway Bridge und führt die Gleise auf das Südufer.
Eine ältere Brücke von 1879 stand einst daneben.
Diese wurde bei den Elektrifizierungsarbeiten in den frühen 1960er Jahren abgebaut.
Vom Ufer aus lässt sich gut beobachten, wie die Züge langsam über den Fluss rollen.

Rund um den Bahnhof
Tritt man aus dem Bahnhof, steht man mitten in der Einkaufsstadt rund um die Buchanan Street und die Argyle Street.
Nur wenige Minuten entfernt liegt der George Square mit den prächtigen City Chambers, dem Rathaus der Stadt.
In der Nähe lädt die Gallery of Modern Art mit ihrem bekannten Reiterstandbild vor der Tür zum Besuch ein.
Nach Süden führt der Weg schnell an die Ufer des Clyde, die heute mit Promenaden gesäumt sind.
Glasgow zeigt sich so gleich beim Aussteigen als lebendige, großstädtische Metropole.

Ankommen in Glasgow
Ankommen in Glasgow heißt, aus der hellen Glashalle direkt in das Treiben der Innenstadt zu treten.
Die großen Ausgänge führen auf die Gordon Street und die Union Street, mitten ins Zentrum.
Viele Reisende bleiben kurz unter der großen Anzeigetafel stehen, einem beliebten Treffpunkt der Stadt.
Von hier aus sind die Geschäfte, die Museen und das Flussufer alle zu Fuß erreichbar.
Der Bahnhof Glasgow Central bleibt dabei der große, gedeckte Mittelpunkt, zu dem man gern zurückkehrt.

Häufige Fragen
Wann wurde Glasgow Central eröffnet?
Warum heißt die Brücke Hielanman’s Umbrella?
Wie groß ist Glasgow Central?
Welche Züge fahren von Glasgow Central?
Was gehört noch zum Bahnhof?
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