Der Bahnhof Bad Homburg, gebaut für den Kaiser

Ortstermin

„Heute steigen hier Pendler aus der S-Bahn, früher wartete an Gleis 1 manchmal ein Kaiser.“

Der Bahnhof Bad Homburg, gebaut für den Kaiser

→ Ein Ortstermin am Taunus.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Bad Homburg wurde am 26. Oktober 1907 eröffnet. Weil Kaiser Wilhelm II. hier gern den Sommer verbrachte, bekam er einen eigenen Fürstenbahnhof an Gleis 1.

Am Fuß des Taunus, nördlich von Frankfurt, liegt die Kurstadt Bad Homburg.

Ihr Bahnhof ist größer und prächtiger, als man für eine Stadt dieser Größe erwarten würde.

Das hat mit einem prominenten Sommergast zu tun.

Bf Bad Homburg Straßenseite
Foto: Reinhard Dietrich, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eröffnet im Jahr 1907

Der heutige Bahnhof wurde am 26. Oktober 1907 in Betrieb genommen.

Er liegt an der Strecke von Frankfurt nach Friedrichsdorf.

Täglich nutzen ihn etwa 19.000 Reisende.

Für viele Pendler ist er das Tor nach Frankfurt.

Bf Bad Homburg Glasfenster2
Foto: Reinhard Dietrich, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Kaiser als Sommergast

Homburg vor der Höhe war eine beliebte Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm II.

Er wohnte dann im Schloss der Stadt.

Für seine Ankunft brauchte es einen würdigen Bahnhof.

Deshalb wurde das neue Gebäude besonders prächtig geplant.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Bad Homburg liegt an der Strecke Frankfurt–Friedrichsdorf und wurde am 26. Oktober 1907 eröffnet. Täglich nutzen ihn etwa 19.000 Reisende.

Weil Kaiser Wilhelm II. hier gern den Sommer verbrachte, erhielt der Bahnhof ein repräsentatives Empfangsgebäude und einen Fürstenbahnhof an Gleis 1. Seit 2007 wird geplant, die U-Bahn-Linie U2 dort enden zu lassen.

Ein Bau zum Staunen

Das Empfangsgebäude ist im Stil der Neorenaissance gestaltet.

Es ist bewusst nicht symmetrisch gebaut.

Auch der Kaiser selbst mischte sich immer wieder in die Gestaltung ein.

Vielen gilt es als einer der schönsten Bahnhöfe im Rhein-Main-Gebiet.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Fürstenbahnhof

An Gleis 1 entstand ein eigenes kleines Empfangsgebäude für hohe Gäste.

Man nennt es Fürstenbahnhof.

Hier konnten der Kaiser und seine Gäste ankommen, ohne sich unter die Reisenden zu mischen.

Solche Anlagen gab es auch in anderen Residenz- und Kurorten.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gleise über der Straße

Das Gleisfeld liegt etwa vier Meter über der Straße.

Deshalb betritt man das Empfangsgebäude ebenerdig.

Zu den Bahnsteigen führt ein Tunnel für Fußgänger.

Früher gab es sogar einen eigenen Tunnel für das Gepäck.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Pläne für die U-Bahn

Seit 2007 gibt es Pläne, die U-Bahn aus Frankfurt bis zum Bahnhof zu verlängern.

Die Züge der Linie U2 sollen dann am alten Fürstengleis enden.

So könnte der kaiserliche Bahnsteig eine neue Aufgabe bekommen.

Wann das geschieht, ist allerdings noch offen.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Kurstadt

Bad Homburg ist seit langer Zeit eine Kurstadt.

Im großen Kurpark sprudeln mehrere Heilquellen.

Auch eine traditionsreiche Spielbank gehört zur Stadt.

Das Schloss mit dem Weißen Turm prägt das Stadtbild.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen am Taunus

Wer in Bad Homburg aussteigt, erreicht in wenigen Minuten den Kurpark.

Die Stadt verbindet Eleganz, Geschichte und Natur.

Hinter ihr steigen die Hügel des Taunus an.

Der Bahnhof selbst ist dabei schon die erste Sehenswürdigkeit.

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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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Foto: Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Seit wann gibt es den Bahnhof?
Der heutige Bahnhof wurde am 26. Oktober 1907 eröffnet.
Warum ist er so prächtig?
Kaiser Wilhelm II. verbrachte gern den Sommer in Homburg und wollte einen würdigen Bahnhof.
Was ist der Fürstenbahnhof?
Ein eigenes Empfangsgebäude an Gleis 1 für den Kaiser und hohe Gäste.
Wie viele Menschen nutzen ihn?
Etwa 19.000 Reisende am Tag.
Kommt die U-Bahn nach Bad Homburg?
Seit 2007 wird geplant, die Linie U2 am alten Fürstengleis enden zu lassen.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Frankfurt Hauptbahnhof – die große Stadt am Main

→ Ortstermin: Der Bahnhof Frankfurt Süd – weiter in der Wetterau

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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