Ortstermin
„Wer hier aussteigt, merkt schnell, dass sich diese Stadt immer auf besondere Gäste vorbereitet hat.“
Der Bahnhof Bad Nauheim, mit Fürstenpavillon an der Main-Weser-Bahn
→ Ein Ortstermin in der Wetterau.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Bad Nauheim liegt an der Main-Weser-Bahn und ging 1850 in Betrieb. Das heutige Empfangsgebäude entstand 1911 bis 1913, daneben steht ein Fürstenpavillon für hohe Gäste.
Nördlich von Frankfurt, am Rand der Wetterau, liegt die Kurstadt Bad Nauheim.
Salzhaltige Quellen haben sie berühmt gemacht.
Ihr Bahnhof erzählt von der Zeit, als hier Gäste aus ganz Europa ankamen.

Seit 1850 an der Strecke
Der Bahnhof Bad Nauheim ging am 9. November 1850 in Betrieb.
Damals wurde der Abschnitt zwischen Butzbach und Friedberg eröffnet.
Die Strecke gehört zur Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Kassel.
Bis heute ist sie eine wichtige Verbindung in Hessen.

Ein Neubau vor dem Ersten Weltkrieg
Die ursprünglichen Bahnhofsgebäude standen gut sechzig Jahre.
Von 1911 bis 1913 wurden sie durch Neubauten ersetzt.
Das heutige Empfangsgebäude zeigt klare, neoklassizistische Formen.
Die meisten Bauten stehen heute unter Denkmalschutz.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Bad Nauheim an der Main-Weser-Bahn ging am 9. November 1850 in Betrieb. Das heutige Empfangsgebäude entstand 1911 bis 1913, daneben steht ein Fürstenpavillon, die Bauten sind überwiegend Kulturdenkmäler.
Gegenüber liegt der Bahnhof Bad Nauheim Nord der Butzbach-Licher Eisenbahn. Zur Landesgartenschau 2010 wurde der Bahnhof saniert und barrierefrei gestaltet.
Der Fürstenpavillon
Südlich des Empfangsgebäudes steht ein Fürstenpavillon.
Er war für hohe Gäste gedacht, die zur Kur anreisten.
So mussten sie nicht durch die gewöhnliche Bahnhofshalle gehen.
Der Pavillon erinnert an die glanzvolle Zeit der Kurstadt.

Ein zweiter Bahnhof gegenüber
Auf der anderen Seite der Gleise liegt ein weiterer Bahnhof.
Er heißt Bad Nauheim Nord und gehört zur Butzbach-Licher Eisenbahn.
Diese kleine Bahn führte einst hinaus ins Umland.
So hatte die Kurstadt zwei Bahnhöfe direkt nebeneinander.

Modernisiert zur Gartenschau
Im Jahr 2010 fand in Bad Nauheim eine Landesgartenschau statt.
Aus diesem Anlass wurde der Bahnhof gründlich saniert.
Die Bahnsteige wurden angehoben, damit man leichter einsteigen kann.
Auch der Zugang wurde barrierefrei gestaltet.

Der Sprudelhof
Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist der Sprudelhof.
Seine Badehäuser wurden im Stil des Jugendstils errichtet.
Sie gelten als eines der größten Jugendstil-Ensembles in Deutschland.
Im Innenhof sprudeln die salzhaltigen Quellen.

Salzluft an den Gradierbauten
In Bad Nauheim stehen große Gradierbauten.
Über ihre Wände aus Reisig rieselt salzhaltiges Wasser.
Dabei entsteht eine frische, salzige Luft.
Viele Gäste gehen hier spazieren und atmen tief durch.

Ankommen in der Kurstadt
Vom Bahnhof ist es nur ein kurzer Weg in den Kurpark.
Die Stadt empfängt ihre Gäste mit Ruhe und viel Grün.
Jugendstil, Quellen und Parks prägen das Bild.
So beginnt die Erholung schon beim Aussteigen.


Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt Bad Nauheim?
Seit wann gibt es den Bahnhof?
Was ist der Fürstenpavillon?
Was ist Bad Nauheim Nord?
Was ist der Sprudelhof?
Weiterfahrt
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