Der Bahnhof Oberammergau, am Ende der ersten elektrischen Vollbahn Deutschlands

Ortstermin

„Seit mehr als hundert Jahren kommen die Züge hier elektrisch an, in einem Dorf, auf das die Welt alle zehn Jahre schaut.“

Der Bahnhof Oberammergau, am Ende der ersten elektrischen Vollbahn Deutschlands

→ Ein Ortstermin im Ammertal.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Oberammergau ist Endpunkt der Ammergaubahn aus Murnau. Die Strecke gilt als erste elektrifizierte Vollbahn Deutschlands, und das Dorf ist weltberühmt für seine Passionsspiele.

Im Tal der Ammer, umgeben von den Bergen der Ammergauer Alpen, liegt das Dorf Oberammergau.

Eine kleine Bahn führt von Murnau hierher.

Sie hat in der Geschichte der Eisenbahn einen besonderen Platz.

Bahnhof Oberammergau bjs 01
Foto: Bjs, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von Murnau ins Ammertal

Die Ammergaubahn zweigt in Murnau von der Strecke München–Garmisch-Partenkirchen ab.

In ihrer zweiten Hälfte folgt sie dem Tal der Ammer.

Die Strecke ist eingleisig und führt durch eine stille Voralpenlandschaft.

Am Ende wartet Oberammergau.

Bahnhof Oberammergau bjs 01
Foto: Bjs, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Pionierin der Elektrizität

Die Ammergaubahn gilt als erste elektrifizierte Vollbahn in Deutschland.

Schon um das Jahr 1900 fuhren hier Züge mit Strom.

Dafür baute man eigens ein Wasserkraftwerk.

Damals war das eine technische Sensation.

Bahnhof Oberammergau, Bahnsteig und Gleis, Sep 2014
Foto: Geogast, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Ammergaubahn zweigt in Murnau von der Strecke München–Garmisch-Partenkirchen ab und endet in Oberammergau. Sie gilt als erste elektrifizierte Vollbahn Deutschlands, im Januar 1900 fuhr der erste Probezug.

Oberammergau ist für seine Passionsspiele bekannt, die etwa alle zehn Jahre stattfinden. Das Dorf ist zudem für Lüftlmalerei und Holzschnitzkunst berühmt.

Die ersten Fahrten

Im Januar 1900 fuhr der erste Probezug über die Strecke.

Im April desselben Jahres wurde die Eröffnung genehmigt.

Gebaut hatte die Bahn ein Unternehmen aus der jungen Elektrobranche.

Es wollte zeigen, was elektrischer Betrieb leisten kann.

Oberammergau, Bahnhofsschild und Kofel
Foto: Geogast, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Das Dorf der Passionsspiele

Oberammergau ist weltberühmt für seine Passionsspiele.

Sie gehen auf ein Gelübde aus dem 17. Jahrhundert zurück.

Etwa alle zehn Jahre stehen dann sehr viele Einwohner auf der Bühne.

Besucher aus aller Welt reisen dafür in das kleine Dorf.

Oberammergau, Bahnhofsschild
Foto: Geogast, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Bemalte Häuser

Auch außerhalb der Spieljahre lohnt ein Besuch.

Viele Häuser sind mit prächtigen Wandbildern geschmückt.

Diese Kunst nennt man Lüftlmalerei.

Märchenfiguren und biblische Szenen zieren die Fassaden.

Bahnhof Oberammergau, Bahnsteig, Gleis, Prellbock Sep 2014
Foto: Geogast, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die Kunst des Schnitzens

Oberammergau ist seit Jahrhunderten ein Dorf der Holzschnitzer.

In vielen Werkstätten entstehen Figuren aus Holz.

Es gibt sogar eine eigene Schule für Holzbildhauer.

Die Kunstwerke gehen in die ganze Welt.

Bahnhof Oberammergau, Bahnsteig, 7
Foto: Renardo la vulpo, CC0, via Wikimedia Commons

Unter dem Kofel

Über dem Dorf ragt der Kofel auf, ein markanter Berg.

Er ist das Wahrzeichen von Oberammergau.

Wanderwege führen in die umliegenden Ammergauer Alpen.

Im Winter locken Loipen und Pisten.

2004 08 02 8 OBERAMMERGAU Bahnhof
Foto: Jacquesverlaeken, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen im Ammertal

Wer in Oberammergau aussteigt, betritt ein Dorf mit großer Tradition.

Die Bahn bringt die Gäste auf einer historischen Strecke hierher.

Theater, Kunst und Berge liegen hier dicht beieinander.

So wird schon die Anreise zu einem Stück Geschichte.

Oberammergau Publikum aus dem Bahnhof, nach oben LABW Staatsarchiv Freib
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Oberammergau Publikum aus dem Bahnhof, Gepäck in Leiterwagen, nach oben
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Wie komme ich mit dem Zug nach Oberammergau?
Mit der Ammergaubahn, die in Murnau von der Strecke München–Garmisch-Partenkirchen abzweigt.
Was ist das Besondere an der Ammergaubahn?
Sie gilt als erste elektrifizierte Vollbahn Deutschlands.
Wann fuhr der erste Zug?
Der erste Probezug fuhr im Januar 1900.
Wie oft gibt es die Passionsspiele?
Etwa alle zehn Jahre.
Was ist Lüftlmalerei?
Die Bemalung der Hausfassaden mit Bildern, etwa Märchen- und Bibelszenen.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Bahnhof Garmisch-Partenkirchen – das große Ziel im Werdenfelser Land

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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